Am Abend des 17. Novembers 2011 feierte die Initiative "Haus der kleinen Forscher" ihren fünften Geburtstag - im forschergrün-erleuchteten Museum für Kommunikation in Berlin Mitte. Die Fünf hatte sich auf der Feier überall eingemischt.
Mit 50 Kitas hatte es angefangen...
"Jeder der mich kennt weiß, dass ich ein großer Optimist bin. Und trotzdem habe ich vor fünf Jahren nicht zu träumen gewagt, dass wir so schnell fast 20.000 Kitas erreichen," erinnert sich der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Jürgen Mlynek in seiner Rede. Er und sein Wegbegleiter Jürgen Kluge sind die beiden Initiatoren der groß gewordenen Bildungsinitiative. Zwei Physiker, die damals die Idee hatten, dass Wissenschaftler bereits bei Kindern in der Kita schon früh die Faszination am Forschen entfachen müssten. Das es sich einfacher dachte, als es sich umsetzen ließ, hielt das anfangs noch sehr kleine Stiftungsteam, das 2006 in einem Bürozimmer bei Helmholtz an die Arbeit ging, nicht davon ab, dieser Vision zu folgen.
"Warum haben wir das `Haus der kleinen Forscher` erfunden?...
...Ich persönlich wollte unserer Gesellschaft etwas hinterlassen. Wenn ich später als Neunzigjähriger die Nobelpreisträger sehe und da ist eine oder einer dabei, der sagt, bei mir hat alles in einem `Haus der kleinen Forscher`angefangen, dann ist mir das gelungen," sagt Jürgen Kluge.
In fünf Jahren hat sich das "Haus der kleinen Forscher" ständig und schnell entwickelt. Eine wichtige Herausforderung für alle Akteure, die nach wie vor bestehen bleibt, ist die richtige Weise, wie die Kinder begleitet werden. Kuratoriumssprecherin Ursula Rabe-Kleberg sagt dazu: "Kinder forschen mit allen Sinnen. Und dann wollen sie den Dingen selbst einen Sinn geben. Die Erzieherinnen und Erzieher müssen lernen, diese Herangehensweise der Kinder auszuhalten und zusammen mit ihnen auf Sinnsuche gehen. Nur so entwickelt sich was." Die Stiftung wird in den nächsten Jahren zusammen mit den Trainern und Erziehern weiter daran arbeiten, die Haltung der pädagogischen Fachkräfte nachhaltig zu verändern.
Blick nach vorn
Peter Rösner, der seit 2008 Geschäftsführer der Stiftung ist, spricht über seine Vision für die nächsten zehn Jahre: "Nicht zuletzt als Vater dreier Kindern wünsche ich mir, dass wir es schaffen, ein System aufzubauen, in dem Talente wie selbstverständlich (weiter)gefördert werden."
Im persönlichen Gespräch beim Empfang brachte Matheprofessor Günter M. Ziegler mit seiner Aufassung über mathematische Bildung auf den Punkt, was auch für Naturwisschenschaften und Technik gilt: "Die Mathematik ist keine Frage von Begabung, sondern eine Frage des Zugangs! Sie ist ein Abenteuerspielplatz, auf dem man Dinge aufbauen kann, von denen einige einstürzen oder funktionieren können. Ich wünsche mir, dass die Stiftung es schafft, das Bild von Mathematik zu verändern und den frühen Zugang vielfältiger und fröhlicher zu gestalten. Man muss Mathematik nicht verstehen, sondern zuerst einmal interessant finden."
Forschen und feiern
Und noch bevor die Gäste bei gutem Essen, gutem Wein und guter Stimmung ihren Erfolg feierten, gab der Matheprofi allen zu denken: "Können Sie dieses Quadrat aus Pappe in fünf gleich große Teile schneiden?" Bis zum Schluss versuchten es einige, so wie es Herr Ziegler in seiner Kindheit probierte, als er die Backblechpizza mit seinen vier Brüdern gerecht aufteilen sollte. Und schon wieder ist die Fünf ein Thema...













