Pädagogikbroschüre 2011 (PDF, 4.5 MB)
Pädagogische Leitlinien (PDF, 251.9 KB)
Film "Kleine Forscher pädagogisch begleiten" (auch als DVD im Onlineshop)
Tipps zur Gestaltung von Forscherräumen (PDF, 578.4 KB)
Argumentationspapier für frühe NAWI-Bildung (PDF, 215.9 KB)
Entwicklung des naturwissenschaftlichen Denkens - Leseprobe (PDF, 1.1 MB)
Die meisten Kinder sind von sich aus neugierig und interessiert an Naturphänomenen. Mit dem „Haus der kleinen Forscher“ können sich pädagogische Fachkräfte kontinuierlich fortbilden, um dieses natürliche Interesse der Kinder entwicklungsangemessen zu begleiten. Die pädagogisch-didaktische Grundlage basiert dabei auf den Erkenntnissen des Projekts "Natur-Wissen schaffen" der Deutsche Telekom Stiftung, welches von Wassilios E. Fthenakis, Professor für Entwicklungspsychologie und Anthropologie, geleitet wird.
Kleine Anlässe, große Erkenntnisse - der Alltag ist voller Naturwissenschaften!
Naturwissenschaftliche Phänomene sind Teil der Erfahrungswelt von Kindern: Morgens klingelt der Wecker, die Zahncreme schäumt beim Zähneputzen, das Radio spielt Musik, der heiße Kakao dampft in der Tasse, auf dem Weg zur Kita werden blühende Blumen beobachtet, die gestern noch geschlossen waren. Kinder wollen ihre Welt im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“ und mehr über Naturphänomene erfahren. Diese vielfältigen Anlässe im Alltag der Kinder lassen sich auch für die pädagogische Arbeit nutzen. Die Fragen der Kinder spielen deshalb beim Forschen und Experimentieren eine zentrale Rolle.
„Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt,
sondern ein Feuer, das entzündet werden will.“
François Rabelais
Was bedeutet naturwissenschaftliche, mathematische und
technische Bildung in Kita und Grundschule?
Es geht der Stiftung vor allem um Lernfreude und Problemlösekompetenzen. Dabei sollen Kinder gerade nicht nach Erwachsenenverständnis „richtige" Erklärungen für bestimmte Phänomene lernen und diese auf Abruf wiedergeben können. Vielmehr sollen die Kinder bei einem forschenden Entdeckungsprozess, der sich von seiner Vorgehensweise her an den Naturwissenschaften orientiert, begleitet werden. Dazu gehören u.a. das Beobachten, Vergleichen und Kategorisieren, das sich Kinder zunutze machen, um die Welt um sich herum zu erkunden: siehe Methode "Forschungskreis".
Die Stiftung möchte eine nachhaltig positive Einstellung zu Naturwissenschaften, Mathematik und Technik fördern. Experimentieren fördert nicht nur die Neugier und Begeisterung für naturwissen-schaftliche und technische Phänomene, sondern auch eine Reihe weiterer Basiskompetenzen, die die Kinder für ihren späteren Lebensweg benötigen. Dazu gehören u. a. Sprachkompetenz, Sozialkompetenz und Feinmotorik sowie ein Zugewinn an Selbstbewusstsein und innerer Stärke.

Pädagogikbroschüre
In der 35seitigen Broschüre "Pädagogischer Ansatz der Stiftung `Haus der kleinen Forscher`" stellt die Stiftung ihre Philosophie, ihr Konzept und praktische Hinweise zur Umsetzung inkl. der Methode „Forschungskreis“ umfassend vor.
Können Kinder schon wissenschaftlich denken?
Befunde der neueren Entwicklungspsychologie zeigen, dass bereits Kinder im Kita-Alter zu zentralen Aspekten des wissenschaftlichen Denkens in der Lage sind. Sie können Ideen und Vermutungen aufstellen, diese durch eigene Versuche überprüfen und erste Schlussfolgerungen ziehen. Die frühe Bildung kann damit auf günstigen Voraussetzungen und Entwicklungspotentialen der Kinder aufbauen.
Wie lernt ein Kind?
Die Stiftung hat folgendes Bild vom Kind. Es prägt das pädagogische Handeln und beinhaltet die Vorstellung darüber, auf welche Weise Kinder lernen:
- Kinder sind reich an Vorwissen und Kompetenzen
- Kinder wollen von sich aus lernen
- Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung aktiv mit
- Jedes Kind unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und Individualität von anderen Kindern
- Kinder haben Rechte
Wie können Kinder beim Lernen gut begleitet werden?
Bildung ist ein sozialer Prozess. Kinder lernen im Austausch mit und von anderen, durch Anregung, durch individuelle Erkundung und durch gemeinsame Reflexion. Kinder lernen nicht nur von Erwachsenen, sondern auch mit und durch Zusammenarbeit mit anderen Kindern. Der pädagogische Ansatz der Stiftung ist von den zwei pädagogischen Leitlinien Ko-Konstruktion und Metakognition geprägt: mehr.
Pädagogikfilm
Der Film „Kleine Forscher pädagogisch begleiten – Naturwissenschaften und Technik im Kita-Alltag" greift das pädagogische Konzept der Stiftung auf und bietet Hilfestellung bei der pädagogischen Begleitung von Kindern im Kita-Alltag: Film ansehen (oder als DVD bestellen).
Wichtige Aufgaben in der pädagogischen Begleitung der Kinder
- Stets an das Vorwissen der Kinder anknüpfen!
Die pädagogischen Fachkräfte bekommen eine Vorstellung von den Vorerfahrungen und Gedankengängen der Kinder, wenn sie ihnen genau zuhören, sie beobachten und nach ihren eigenen Vermutungen fragen. - Mit den Kindern sprechen!
Die pädagogischen Fachkräfte unterstützen die Kinder durch Dialoge, den nächsten geistigen Entwicklungsschritt zu machen. Nicht erklären, sondern (hinter-)fragen! - Die Kinder zum Nachdenken anregen!
Wenn Kinder einmal vermeintlich „falsche" Konzepte heranziehen, z. B. „Der Wind kommt aus den Bäumen", dann wird daraus ersichtlich, wo das Kind gerade steht. Aufgabe ist es, Kinder bei geeigneter Gelegenheit darauf aufmerksam zu machen, dass es z.B. auch dort Wind gibt, wo sich keine Bäume befinden. Die pädagogische Fachkraft bringt die Kinder auf diese Weise dazu, selbst eine neue Theorie zu entwickeln. - Kindern (Frei-)Raum zum Forschen geben!
Die Stiftung gibt hier Tipps zur Gestaltung von Forscherräumen.

