Kleine Forscher an der Grundschule
Seit 2011 können auch Horte und Grundschulen beim "Haus der kleinen Forscher" mitmachen. Mit dem Bildungsprojekt "Sechs- bis zehnjährige Kinder" schafft die Stiftung einen fließenden Übergang für ihr Bildungsangebot, damit die Kinder ihre ersten Lernerfahrungen im Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik im Anschluss an ihre Kitazeit vertiefen können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt dafür von 2011 bis 2014 zusätzliche Mittel bereit.
Das Projekt ist konzipiert für die Lernbegleitung von sechs- bis zehnjährigen Kindern durch Fach- und Lehrkräfte in Horten und Grundschulen. Mit dem Projekt sollen die Bildungschancen der Kinder gestärkt und ein Beitrag zu einer kontinuierlich angelegten Bildungsbiographie geleistet werden.
Welche Einrichtungen wird die Stiftung ins Projekt einbeziehen?
Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ wird ihr Angebot an Bildungseinrichtungen mit Ganztagsangeboten wie Grundschulen und Horte richten. Dabei wird das Angebot nicht im regulären Unterricht, sondern im Rahmen der außerunterrichtlichen Betreuung zur Verfügung gestellt. Seit Mai 2011 wurden zunächst mehrere Einrichtungen in Berlin und im Land Brandenburg an der Pilotphase des Projekts beteiligt. Ziel ist es, mittelfristig mit den für den Unterricht zuständigen Bundesländern bilaterale Vereinbarungen zu treffen, damit auch Lehrkräfte vom Angebot profitieren können.
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Umsetzung des Grundschulprojekts
Der erste Planungszeitraum beinhaltet drei Phasen:
1. Pilotphase mit über 50 Grundschulen/Horten in Berlin und Land Brandenburg (seit Mai 2011)
2. Bundesweite (Modell-)Ausweitung auf weitere Grundschulen/Horte durch 52 der über 200 lokalen Stiftungsnetzwerke (seit Sept. 2011)
3. Ausbau der Ausweitung durch weitere lokale Stiftungsnetzwerke (ab Herbst 2013)
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In Zusammenarbeit mit den über 50 Piloteinrichtungen in Berlin und im Land Brandenburg entwickelt die Stiftung die Bildungsinhalte (weiter) und konkretisiert die Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte. Seit September 2011 werden die Angebote selektiv über zunächst 52 bereits bestehende lokale Netzwerke der Stiftung ausgeweitet, die schon länger mit Horten und Grundschulen erfolgreich kooperieren. Diese Ausweitung wird bis Herbst 2013 gemeinsam mit den Netzwerkpartnern getestet. Anschließend soll das Angebot über bestehende und auch neu gegründete Netzwerke deutschlandweit verbreitet werden. Im Kitabereich ist die Stiftung ebenfalls nach einem Phasenmodell verfahren und hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
Welche pädagogischen Fachkräfte wird die Stiftung zu Lernbegleitern weiterbilden?
Die neu entwickelten Angebote richten sich an Kinder im Grundschulalter und ihre pädagogischen Fachkräfte in Hort und Grundschule. Neben kontinuierlichen Fortbildungen erhält jede teilnehmende Einrichtung kostenlose Materialien, die sich an den entwicklungstypischen Bedürfnissen und Kompetenzen der Kinder sowie an den Bildungs- und Lehrplänen der Länder orientieren.
Projektziele: Was soll auch hinsichtlich der Lernziele der Kinder erreicht werden?
Aus der frühen ersten Erfahrung der Kinder mit naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen sollen Verständnis und Wissen werden. Dabei soll die Begeisterung am Erforschen und Entdecken bewahrt und das Interesse weiter vertieft werden. Die Vision ist, in Deutschland alle Bildungseinrichtungen mit Ganztagsangeboten für unser neues Projekt gewinnen zu können.
Steht der pädagogische Ansatz der Stiftung im Einklang mit dem Ansatz in Schulen?
Gerade die Verankerung unserer Angebote im Nachmittagsbereich bildet eine ideale Ausgangsbasis, um im Einklang mit unserer Stiftungsphilosophie das freie Forschen und Experimentieren der Kinder zu fördern. So können die Kinder, wie schon in der Kita, ihre Interessen weiterentwickeln und ihre Neugier ausleben. Dabei lassen sich natürlich auch aktuelle Inhalte der Lehrpläne aufgreifen und individuell vertiefen.
Angebote an die Kinder: Muss die Stiftung völlig neue Experimente und Materialien entwickeln?
Nur zum Teil. Vieles können wir anpassen und weiterentwickeln. Die Themen und Phänomene, die die Kinder interessieren, bleiben ähnlich oder dieselben – egal ob Kita-Kind, Grundschüler oder große Forscherin. Allerdings wird die Komplexität der Inhalte zunehmen, um sie an die Kompetenzen und das höhere Vorwissen der sechs- bis zehnjährigen Kinder anzupassen. Ältere Kinder haben eine andere Verständnisebene – aus Staunen soll Verstehen werden. Weiterhin gehört dazu, dass wir die Kinder, die jetzt lesen gelernt haben, auch direkt über unsere Materialien ansprechen können.





