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Bahn frei! - Der Mann vom Winterdienst

Auf Schlittschuhen übers Eis gleiten oder mit dem Schlitten einen verschneiten Hang hinunter sausen: Der Winter macht Spaß! Rutschige Gehwege, vereiste Straßen und Unfälle sind die Kehrseite der Medaille. Mit Streusalz und Schneepflug sorgt der Winterdienst dafür, dass Busse, Autos und Straßenbahnen trotzdem fahren können.

Markus Wiesenthal von den Berliner Straßenreinigungsbetrieben
Markus Wiesenthal von den Berliner Straßenreinigungsbetrieben

„Wenn es nachts anfängt zu schneien, muss ich raus aus dem Bett und mit dem Schneefahrzeug die Straßen frei räumen, damit morgens alle zur Arbeit fahren können“, erklärt Markus Wiesenthal von den Berliner Straßenreinigungsbetrieben.
Das Schneefahrzeug funktioniert nicht nur als riesige Schneeschaufel, sondern streut auf glatte Straßen auch Salz, das „Auftausalz“ genannt wird, weil es Schnee und Eis zum Schmelzen bringt. Der Nachteil des Salzes ist, dass es mit dem Schmelzwasser in den Boden gelangt, Blumen, Gras und Bäumen schadet und bei Hunden und Katzen zu Entzündungen an den Pfoten führen kann. Deshalb darf in vielen Orten nur der Winterdienst Salz verwenden.

Einstellen des Salzstreuers
Einstellen des Salzstreuers

Nur so viel Salz wie unbedingt nötig

Für freie Gehwege muss jeder Hausbesitzer vor seinem Haus selbst sorgen und darf dafür außer Schneeschaufel und Besen nur Streumaterialien wie Sand oder Splitt benutzen. „Wir streuen nur so viel Salz wie unbedingt nötig“, erklärt Markus Wiesenthal. Die richtige Menge für die gerade herrschenden Minusgrade und auch die Streuung wird von einem Bordcomputer im Schneefahrzeug genau gesteuert, so dass kein Gramm zu viel auf der Straße landet.
Am kältesten ist es gegen Morgen, wenn die Sonne gerade aufgeht, weiß Markus Wiesenthal. Dann fährt der Winterdienst zu besonders gefährlichen Straßenstellen und schaut direkt vor Ort , wo sich Eis gebildet hat und Salz gestreut werden muss. Das können zum Beispiel Brücken über Flüssen sein, auf denen die Feuchtigkeit gefriert.

"Wenn es den besten Schnee gibt, muss ich arbeiten!"

Markus Wiesenthal ist froh, dass durch seine Arbeit Unfälle verhindert werden und wichtige Straßen stets befahrbar sind. Obwohl er oft nachts und am Wochenende im Winterdienst ist, mag er Schnee und findet, dass man es sich im Winter zu Hause schön gemütlich machen kann. Schade findet er nur eins: „dass ich mit meiner Tochter noch nie Schlitten fahren konnte, wenn es den besten Schnee gibt, weil ich da arbeiten muss.“

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