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Mein Forschertipp: Was Wasser alles kann

Kinder des städtischen Familienzentrums „Die Arche“ in Hilden forschen in einem Wasserbecken
Die Kinder des Familienzentrums (Foto: Die Arche)

Steckbrief

Christiane Schulze
Die Erzieherin und Sozialmanagerin leitet die Kita des städtischen Familienzentrums "Die Arche" in Hilden mit 135 Kindern (0-6 Jahre).

Worum ging es bei dem Projekt?
Wir hatten im vergangenen Jahr einen verregneten Januar. Bald darauf fiel die Temperatur, so dass die Kinder erst durch Pfützen, dann durch den Schnee zur Kita stapften. Dadurch haben sie ein besonderes Interesse an diesen Wetterverhältnissen entwickelt, das wir mit dem Projekt „Was Wasser alles kann“ aufgegriffen haben.

Was haben sie benötigt und wie viel Zeit hat das Projekt in Anspruch genommen?
Wir haben das Projekt sehr breit angelegt und insgesamt drei Monate damit verbracht. Für ihre Untersuchungen benutzten die Kinder natürlich Wasser, auch in den Erscheinungsformen Eis und Schnee, und verschiedene Messwerkzeuge und Materialien, die man mit Wasser mischen oder darauf schwimmen lassen kann. Neben naturwissenschaftlichen Fragestellungen haben wir auch Sprache und Musik einbezogen, gemeinsam Bewegungslieder gesungen und zur Entspannung Wassermusik gehört.

Was haben Sie gemeinsam herausgefunden?
Die Mädchen und Jungen machten alltagspraktische Beobachtungen, wie „Wenn man Wasser auf Zucker tropft, dann schmilzt der", (Nora, fast 5 Jahre). Sie gewannen aber auch grundlegende Erkenntnisse über die Bedeutung von Wasser: „Ohne Wasser können wir ja nicht leben", (Jake, fast 6 Jahre). Besonders interessiertensie sich dafür, wie schnell Eis schmilzt und wie viel Wasser sie selbst täglich benötigen. Um das herauszufi nden, führten sie auch ein Trinkprotokoll.

Was hat den Kindern besonders gefallen?
Ein wichtiges Element war die Zusammenarbeit mit einem Nachbarschaftszentrum der Arbeiterwohlfahrt. Im Austausch mit den Seniorinnen und Senioren ist ein echter Dialog entstanden. Die Älteren berichteten, wie früher mit Waschzuber und Waschbrett gewaschen wurde. Im Gegenzug hielten die Kinder den Ablauf des Wäschewaschens bei sich zu Hause auf Fotos und selbst gemalten Bildern fest und berichteten davon.

Was hat gut oder auch nicht so gut geklappt?
Ein Höhepunkt war ein Projekttag in Kooperation mit dem Nachbarschaftszentrum und einer Grundschulklasse. Die Besucher konnten unter anderem am von den Kindern selbst entwickelten Quiz „Was kommt in die Waschmaschine?" teilnehmen und an verschiedenen Stationen Wäsche in Zubern einweichen, waschen, am Waschbrett schrubben und anschließend an die Leine hängen.
Das Projekt hat uns darin bestärkt, das Forschen im Alltag fest zu verankern. In jedem Gruppenraum gibt es eine Forscherkiste. Zu aktuellen Themen, wie jetzt in der dunklen Jahreszeit zum Thema Licht, bereiten wir Impulstische vor, an denen die Kinder frei forschen können.

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