Direkt zur Hauptnavigation, zur Unternavigation dem Inhalt oder zum Seitenfuß

Mein Forschertipp

Alles muss klein beginnen

Steckbrief

Katrin Grunert, Erzieherin im Christlichen Kindergarten „Kastanie“ in Oelsnitz im Erzgebirge mit 70 Kindern im Alter von 1 bis 7 Jahren, seit 2010 beim „Haus der kleinen Forscher“, besuchte bisher fünf Workshops. Alle Kinder der Kita waren am Projekt beteiligt.

Foto: Christl. Kindergarten „Kastanie“ in Oelsnitz

Worum ging es beim Projekt?
Es gab für unser Projekt verschiedene Ausgangspunkte: Es waren gerade einige Mütter schwanger, die Kinder stellten daher viele Fragen zum Thema „Wachsen“. Dann erlebten wir durch unseren Projektgarten hautnah, wie sich unsere Pflanzen veränderten und gediehen. Zudem hatten wir uns im Rahmen des „Tags der kleinen Forscher“ 2012 mit den Themen Wasser, Erde, Sonne und Luft beschäftigt und gemerkt: Wir sind noch längst nicht fertig!

Was haben Sie benötigt und wie lange hat das Forschen angedauert?
Experimentiermaterialien waren bereits vorhanden, unser Projektgarten ebenso. Wir haben die Eltern und Kita-Paten mit ins Boot geholt, die Fragen der Kinder sortiert, und dann ging es für insgesamt sechs Wochen los.

Fotos: Kindergarten Kastanie, Oelsnitz
Fotos: Kindergarten Kastanie, Oelsnitz

Was haben Sie gemeinsam herausgefunden? Und was hat den Kindern besonders gefallen?
Jede Woche war einem Schwerpunkt gewidmet. In der ersten Woche stand das Thema "Wachsen" im Fokus. Es wurde gemessen und verglichen, und wir hatten sowohl Schwangere als auch Mütter mit Neugeborenen bei uns zu Gast.
In der zweiten Woche wurde es dann nass und spritzig: Die Kinder konnten drinnen und draußen Experimente mit Wasser ausprobieren und merkten, wie wichtig Wasser für uns, unsere Gesundheit und unsere Pflanzen im Garten ist. Der Höhepunkt war natürlich der Eismann, der uns mit Wassereis versorgten.
In Woche drei erforschten wir den Erdboden: Unser Gartenpate bepflanzte mit den Kindern die Rabatte, wir bauten Mini-Treibhäuser, beobachteten das Wachsen und Werden, pflegten regelmäßig die Beete und ernteten natürlich auch. Klasse war, dass ein Vater (und Koch) mit den Kindern aus der eigenen Ernte eine Mittagsmahlzeit kochte. Noch nie haben Gemüsepuffer und Kräuterquark so gut geschmeckt.
Woche vier stand im Zeichen von Sonne und Feuer: Wir lernten, wie schnell Schokolade schmilzt, und bekamen Besuch von der Feuerwehr. Die Kinder konnten Fragen stellen, selber löschen und sogar mit dem Feuerwehrfahrzeug auf die Wache fahren.
In der fünften Woche wurde es luftig: Wir lernten den Unterschied zwischen warmer und kalter Luft kennen, bauten Windräder und tobten auf der Riesenhüpfburg.
In der Abschlusswoche fassten wir mit einer Tonarbeit alles noch einmal zusammen: Aus Erde/Ton und getrockneten Blättern durfte sich jedes Kind ein kleines Schild gestalten, das dann im Ofen gebrannt wurde.

Was hat gut oder auch nicht so gut geklappt?

Gut geklappt hat die Zusammenarbeit mit den Eltern und dem Gartenpaten. Alle waren sofort bereit, sich einzubringen. Beim nächsten Mal werden wir uns aber nur auf ein oder zwei Themen konzentrieren, damit auch Zeit bleibt, auf neue Fragen und Ideen, die sich beim Forschen entwickeln, einzugehen.

Haus der kleinen Forscher auf Facebook Haus der kleinen Forscher auf Twitter Haus der kleinen Forscher auf Youtube