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Praxisprojekt "Eisige Zeiten"

Ein Polarforscher im Gespräch

Dr. Gert König-Langlo vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung ist Meteorologe, also Wetterforscher. Einige Monate im Jahr arbeitet er in der Antarktis, auf der deutschen Forschungsstation Neumayer III.

Herr König-Langlo, was genau erforschen Sie in der Antarktis?
Ich forsche über das Wetter. In der Antarktis beobachten wir vor allem die Veränderungen der Temperaturen, also wie sich das Klima verändert und das Ozonloch.

     

     

Gert König-Langlo
Der Forscher an seiner Arbeitsstätte © Gert König-Langlo/Alfred-Wegener-Institut

     

Wie sieht Ihr normaler Tag auf der Neumayer-Station aus?
Alle drei Stunden machen wir Wetterbeobachtungen. Die Beobachtungen schicken wir dann per E-Mail in die ganze Welt. Das geht so bis Mitternacht. Zwischendurch empfangen wir Satellitenbilder, beantworten E-Mails oder lassen den Wetterballon starten. Manchmal müssen wir auch Geräte reparieren, die kaputt gegangen sind. Es wird also nie langweilig – eher im Gegenteil.

Macht Ihnen die Kälte nichts aus?
Es kann schon ganz schön kalt dort werden, bis zu minus 50 Grad. Das ist für mich aber kein Problem. Es ist ja nicht so eine Kälte wie zu Hause in Deutschland. Man friert nicht, sondern die Kälte kann weh tun, wenn man falsch angezogen ist. Deswegen ist gute warme Kleidung wie unser dick gefütterter Polar-Overall sehr wichtig.

     

In der Nähe der Station gibt es Pinguine. Wie sind die denn so als Nachbarn?
Die Pinguine sind sehr neugierig. Manchmal watscheln sie den ganzen Weg von ihrer Kolonie bis zur Station, um zu gucken, was wir so machen. Und das sind immerhin fast zehn Kilometer.

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