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Mädchen dokumentiert ein Experiment (c) Stiftung Haus der kleinen Forscher
Das Mädchen dokumentiert ein Experiment, bei dem sie eine Tüte mit einem Fön durch die Luft gewirbelt hat.

Kleine Forscher im Ausland

São Paulo: Großer Forschergeist in einer großen Schule

Die Deutsche Welle hat die Porto Seguro in São Paulo einmal als Schule der Superlative bezeichnet. Porto Seguro, übersetzt der "sichere Hafen", ist mit 10.000 Schülerinnen und Schülern die weltweit größte deutsche Auslandsschule. Sie hat einen eigenen Zoo, ein Theater und Kino, gleich mehrere Schwimmbäder und seit diesem Jahr auch über hundert Erzieherinnen und Erzieher, die in den angegliederten Kindergärten den pädagogischen Ansatz des "Hauses der kleinen Forscher“ begeistert umsetzen.

2.000 Mädchen und Jungen zwischen drei und sechs Jahren besuchen diese Kindergärten. Im Januar 2014 hatte die Schulleitung die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" nach São Paulo eingeladen, um bei der pädagogischen Fortbildung der Kita-Fachkräfte zu helfen. Innerhalb von acht Monaten hat es die Schule dann geschafft, dass alle Erzieherinnen und Erzieher die naturwissenschaftliche Frühbildung nach dem Ansatz des "Hauses der kleinen Forscher" in ihre Arbeit integrieren.
Peggy Keßner von der Stiftung "Haus der kleinen Forscher", die sowohl im Januar als auch im Oktober 2014 die Schule vor Ort besucht und als Fortbildungsreferentin mit den Fachkräften gearbeitet hat, freut sich über deren große Motivation: „Sie bringen viele Ideen ein, setzen sich mutig mit den Ideen der Kinder auseinander und reflektieren sich selbst.“ Erzieher und Kinder forschen mittlerweile mehrfach in der Woche zusammen. Es gibt weiterhin interne Fortbildungen, einen teamübergreifenden Austausch und eine Leitung, die zu hundert Prozent hinter dieser Entwicklung steht. Dr. Silmara Rascalha Casadei, Pädagogische Gesamtschulleiterin, sagt: „Wir haben das `Haus der kleinen Forscher` gewählt, weil es das einzige Projekt ist, das sich mit Naturwissenschaften für kleine Kinder beschäftigt. Die verwendete Methodik beinhaltet den gesamten Werdegang wissenschaftlichen Denkens, ohne die Lust und Freude am Experimentieren und Entdecken aus den Augen zu verlieren. Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Themen, an denen sich die Arbeiten orientieren, wie Luft und Wasser, die unserer Meinung nach dringend und in globalem Ausmaß behandelt werden müssen. Dabei müssen die Phänomene verstanden und gewahrt werden. Und schließlich kann, durch die Ermittlung von Fragen und Hypothesen sowie durch Entdeckungen, die Schule zu einer Brutstätte für Fragen und Antwortmöglichkeiten für sich, für die Gruppe und für die Welt werden.“

Kinder erforschen den Austausch von Luft und Wasser. (c) Stiftung Haus der kleinen Forscher
Kinder erforschen den Austausch von Luft und Wasser.
Lucio dokumentiert seinen Versuch (c) Stiftung Haus der kleinen Forscher
Lucio dokumentiert seinen Versuch: Wasser, roter Farbstoff, Salz und Zucker, Spülmittel, ein Glas, Röhrchen und Trichter
Fachkräfte der Deutschen Schule nach ihrer Fortbildung zum Thema "Licht, Farben, Sehen" (c) Stiftung Haus der kleinen Forscher
Fachkräfte der Deutschen Schule nach ihrer Fortbildung zum Thema Licht, Farben, Sehen
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