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Ein Sommer-Interview mit dem Stiftungsgeschäftsführer

Das erste Halbjahr 2012 ist schon wieder vorbei - wahrscheinlich das bisher ereignisreichste Halbjahr der Stiftung "Haus der kleinen Forscher". Eine gute Gelegenheit für ein kleines Resümee und einen Ausblick auf die nächsten sechs Monate...

Sommergrüße aus der Stiftung
Sommergrüße aus der Stiftung: Das Stiftungsteam in Berlin

Am 8. Juni wurde zum ersten Mal der „Forschergeist“ verliehen. Wie bewerten Sie den Kita-Wettbewerb im Rückblick?
Dr. Peter Rösner: Die Reaktionen haben uns überwältigt. Dass sich am Ende über 1.100 Kitas mit ihren Projekten beworben haben, übertraf alle Erwartungen und war ein großer Erfolg. Das hat mich sehr gefreut, denn die vielen tollen Kita-Projekte sind auch ein Zeugnis für die Qualität und den Stellenwert der naturwissenschaftlichen Frühbildung in Deutschland.
Der „Forschergeist"-Wettbewerb beweist zudem, dass zwei große Stiftungen wie die Deutsche Telekom Stiftung und das „Haus der kleinen Forscher“ gemeinsam etwas Großes bewirken können. Am erfreulichsten für mich ist die Bestätigung, dass wir viele tolle Erzieherinnen und Erzieher in diesem Land haben, die viel Engagement und Energie in ihre Arbeit stecken. Anders wäre eine solche Fülle an hervorragenden Projekten, die sie mit den Kindern umgesetzt haben, undenkbar.

     

Am 13. Juni war „Tag der kleinen Forscher" 2012. Die Stiftung selbst war an vier großen Veranstaltungen beteiligt: in Berlin, Osnabrück, Leipzig und Mannheim. Bei den ersten beiden waren Sie selbst vor Ort. Was nehmen Sie mit?
P.R.: Mich freut vor allem die riesige Resonanz, die der „Tag der kleinen Forscher“ mittlerweile erhält. Damit meine ich nicht nur medial – viele große Fernsehsender und Zeitungen haben darüber berichtet – sondern in der ganzen Gesellschaft. Über eine Million Kinder beteiligten sich zu diesem Tag deutschlandweit. Wir bekommen aus sehr vielen Einrichtungen Rückmeldungen dazu. Besonders spannend zu sehen: Nicht nur die Kinder sind mit großer Freude dabei, auch die Erwachsenen – seien es Eltern oder Erzieherinnen und Erzieher – bringen eine unheimlich hohe Motivation mit und unterstützen auf diesem Weg die Kinder. Diese Begeisterung ist vor allem ein großes Lob an die pädagogischen Fachkräfte in den Kitas, Horten und Grundschulen.

     

Also eine rundum positive Bilanz?
P.R.: Es ist erfreulich, dass zu Anlässen wie dem „Forschergeist“ und dem „Tag der kleinen Forscher“ ein besonderer Fokus auf den Kitas und pädagogischen Fachkräften liegt. Allerdings verdienen die Erzieherinnen und Erzieher nicht nur punktuelle Aufmerksamkeit, sondern insgesamt eine höhere Wertschätzung für den schwierigen und bedeutenden Beruf, den sie ausüben. Es wäre wünschenswert, wenn dahingehend mehr passieren würde.

     

Was hat sich die Stiftung im zweiten Halbjahr vorgenommen?
P.R.: Zum einen werden wir unsere Aktivität im Bereich für sechs- bis zehnjährige Kinder festigen. Seit Beginn der Pilotphase vor über einem Jahr haben wir sehr positive Erfahrungen gemacht und konnten bereits viele Herausforderungen meistern. Doch vor der bundesweiten Ausweitung im Herbst 2013 ist noch einiges zu tun: Gemeinsam mit unseren Modell-Netzwerken werden wir die bisherige Arbeit auswerten. Außerdem werden weitere Inhalte für das Grundschulalter ausgearbeitet.
Darüber hinaus stellen wir unseren eigenen Zertifizierungsprozess auf die Probe. In einer wissenschaftlichen Studie werden wir alle relevanten Punkte prüfen lassen und dann – basierend auf den Ergebnissen – schauen, was wir noch verbessern können. Zusätzlich werden wir im Bereich „eLearning“ und „Blended Learning“ aktiver werden, wobei uns das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Genaueres können wir aber erst später verraten.

     

Was wünschen Sie den kleinen und großen Forscherinnen und Forschern für den Sommer 2012?
P.R.: Ich wünsche allen die Möglichkeit, viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen, denn Sommer heißt vor allem, draußen zu sein. Gerade Kinder lieben es, barfuß über die Wiese und im Sand zu laufen oder sich unter einem Rasensprenger abzukühlen. Ob nun bei einem Ausflug in den Wald oder beim Urlaub am Strand, die Natur bietet viel Raum zum Forschen – nutzen Sie ihn gemeinsam mit den Kindern aus! Ich wünsche allen einen sonnigen Sommer!

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