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Victoria Shure, Quelle: privat
Victoria Shure, Quelle: privat

Victoria Shure, Gaststipendiatin beim "Haus der kleinen Forscher"

Seit Oktober 2013 begleitet die amerikanische Stipendiatin das "Haus der kleinen Forscher" im Rahmen ihres einjährigen Bundeskanzler-Stipendiums, das die Alexander von Humboldt-Stiftung international 30 mal vergeben hat. Victoria Shure arbeitet in Berlin an ihrem selbst gewählten Forschungsprojekt mit dem Titel "Frühkindliche MINT-Bildung - Ein Weg zu einer Mathematik- und Naturwissenschaftskultur im frühkindlichen Alter".

Warum interessiert Sie die Frage nach der MINT-Förderung?
Victoria Shure:
Ich habe in Miami für "Teach For America" als Mathematiklehrerin an einer High School gearbeitet. "Teach For America" ist eine gemeinnützige Organisation, die sich in den USA gegen Bildungsungerechtigkeit einsetzt. In dieser Zeit musste ich feststellen, dass viele Kinder wenig Interesse und Verständnis für Mathematik zeigten. Während meiner Zeit als Mathematik- und Sprachassistentin an einer Berliner Grundschule in den Jahren 2010/2011 hatte ich andere Erfahrungen gemacht. Aufgrund dieser unterschiedlichen Erlebnisse habe ich angefangen zur frühkindlichen MINT-Förderung in Deutschland zu recherchieren und bin so auf die Initiative "Haus der kleinen Forscher" aufmerksam geworden.

Welche Rolle spielt das "Haus der kleinen Forscher" in Ihrem Projekt?
V.S.:
Ich möchte mehr darüber herausfinden, welchen Platz die Initiative in der deutschen Bildungslandschaft einnimmt, auf welche Weise sie sich ihrer Aufgabe nähert und auch welchen politischen Stellenwert sie hat. Ich werde einige Kitas, Horte und Schulen, die beim "Haus der kleinen Forscher" mitmachen, besuchen. Parallel möchte ich noch andere Partner der frühkindlichen Bildung nach deren Arbeit befragen, z. B. das wissenschaftliche Mitmachmuseum Extavium in Potsdam und das Deutsche Technik Museum in Berlin. Außerdem werde ich Fachleute des Bundesbildungsministeriums interviewen.

Was möchten Sie mit Ihrem Projekt erreichen?
V.S.: Ich werde mit den Ergebnissen aus meinen Untersuchungen den Stand der MINT-Bildung in Deutschland mit dem in den USA vergleichen und sehen, wie sich das Engagement des "Hauses der kleinen Forscher" in dieses Bild einfügt. Die USA hat momentan ein großes Interesse daran, dem Fachkräftemangel im MINT-Bereich entgegenzuwirken. Ich selbst möchte einen Weg finden, wie junge Kinder in Amerika mehr Spaß an Mathematik haben. Mathematik sollte genauso ein Teil ihrer Welt sein wie die allabendliche Vorlesegeschichte, bei der sie das Lesen lernen.

Wir danken Ihnen, wünschen eine gute Zeit in Berlin und viel Erfolg!

 


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