Direkt zur Hauptnavigation, zur Unternavigation dem Inhalt oder zum Seitenfuß

Mini-Experiment: Wie baut man den kleinsten Motor der Welt?

Rösner und Mersch

Rösner und Mersch kündigten u. a. das neue Jahresthema der Stiftung und den "Tag der kleinen Forscher" am 12. Juni 2013 an.

Elf lokale Netzwerke präsentierten dem Publikum in jeweils drei Minuten Highlights ihrer Arbeit 2012.

Eine Museumskooperation, ein Forscherprojekt mit Senioren, ein großer Technik-Parcour am Weltkindertag: Elf lokale Netzwerke präsentierten dem Publikum in jeweils drei Minuten Highlights ihrer Arbeit 2012.

Ähnlich strukturierte Netzwerke saßen am Nachmittag in verschiedenen Gruppen zusammen, um sich gegenseitig Tipps und Ideen zu geben.

Ähnliche strukturierte Netzwerke saßen am Nachmittag in verschiedenen Gruppen zusammen, um sich gegenseitig Tipps und Ideen zu geben.

Prof. Tolan

"Ist James Bond`s Sprung auf das fliegende Flugzeug irrsinnig?" Am Abend ließen sich die Tagungsgäste von Prof. Tolan zu physikalischen Berechnungen hinreißen.

Botschafter 2012

Der Verein der Stiftung ehrte am Abend zehn Netzwerkkoordinatoren als "Botschafter 2012".

„Wow, das Ding läuft!“

Dr. Peter Rösner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, brachte bei seiner Willkommensrede zweihundert Tagungsgäste, die ein Konstrukt aus AA-Batterie, Schraube und Magnet zwischen Daumen und Zeigefinger hielten, zum Staunen. „Nehmen Sie jetzt das Silberpapier des Schokoriegels und überbrücken Sie damit vorsichtig den Minuspol mit dem Magneten.“ Auf einmal rotierten zweihundert Schrauben im Saal kopfüber an einem Batterie-Pluspol.

Rösner und Vorstandsmitglied Christina Mersch stellten den lokalen Netzwerkpartnern die Stiftungspläne fürs nächste Jahr vor. Die regionalen Jahrestreffen zum Beispiel, die die Stiftung jedes Frühjahr gebündelt nach Netzwerkregionen organisiert, werden 2013 im Zeichen der bundesweiten Öffnung der Bildungsangebote für die Horte und Grundschulen stehen. „Ab September geht`s los. Darauf möchten wir uns gemeinsam mit Ihnen vorbereiten“, sagt Mersch.
„Wir haben außerdem vor, unser Hospitationsprogramm für die etwa 650 Trainerinnen und Trainer auszubauen. Das soll nicht nur der Qualitätskontrolle der bundesweit angebotenen Workshops dienen, sondern auch eine Chance für die persönliche Weiterentwicklung der Fortbildenden sein“, fährt Rösner fort. Anschließend spricht Mersch den früheren Wunsch der lokalen Netzwerkpartner nach mehr Beteiligung an Stiftungsprozessen an: "In diesem Jahr haben Sie uns gleich bei drei Fachforen mit Ihren Erfahrungen weitergeholfen. Unser Forum zur Zertifizierung oder zur Betreuung großer Netzwerke war wichtig. Solche Veranstaltungen werden wir daher dauerhaft einrichten.“

Im Blickfeld der Öffentlichkeit
Als Rösner die anstehende jährliche Frühjahrsevaluation, bei der bundesweit sämtliche Netzwerkbeteiligte befragt werden, anspricht, betont er die Notwendigkeit, dass sich möglichst viele mit ihrer Meinung einbringen: „Nicht nur wir als Akteure möchten herausfinden, welche Auswirkungen unser Engagement hat und ob wir alles richtig machen. Auch die Gesellschaft hat ein Interesse daran.“ Sämtliche bisherige Untersuchungsergebnisse zur Stiftungsarbeit sind daher transparent und öffentlich. „Wir werden unsere wissenschaftliche Begleitforschung, die uns wichtigen Input liefert, weiterhin etablieren und allen Interessierten zugänglich machen.“ Dass das öffentliche Interesse an der Initiative anhaltend groß ist, unterstrich Rösner wie folgt: „Von Januar bis September haben die Medien dieses Jahr durchschnittlich jeden Tag 15 mal über das `Haus der kleinen Forscher` berichtet."

Die Tagungsgäste lernen von einander.

Reingehört
Es brauchte nicht lange, bis die von überall angereisten Netzwerkakteure an den Stehtischen im Foyer des Umweltforums miteinander ins Gespräch kamen: „Ich bin letzten Monat ganz neu als Koordinatorin in unser lokales Netzwerk eingestiegen“, erzählte dort Erzieherin und Trainerin Andrea Dombrowsky aus Bad Sülze, Mecklenburg Vorpommern. „Vor drei Jahren dachte ich noch, dass Experimentieren nicht alltagstauglich sei. Aber das ist es! Außerdem bin ich froh, dass die Stiftung und wir dieselbe pädagogische Philosophie haben und diese gemeinsam verankern können, ohne dass wir vor Ort in unserer Gestaltung der Bildungsarbeit eingeschränkt werden.“

Am Nachmittag saßen die Tagungsteilnehmer aufgeteilt nach ähnlichen Netzwerkstrukturen zusammen, um sich gegenseitig Tipps zu geben. Im Workshop der Wirtschaftsverbände tauschten sich zum Beispiel zwei Koordinatorinnen gegenseitig darüber aus, was in ihrem Netzwerk gut lief: „Nach zwei Jahren kann ich sehr gut abschätzen, wie man die Fortbildungen strukturiert und organisiert. Ein Viertel der Erzieherinnen kommt schon zum fünften oder sechsten Mal zum Workshop. Sie gehen viel freier an die Sache heran, sind aktiver und setzen sich kritischer mit Themen auseinander. Ich sehe da eine positive Entwicklung“, berichtete Ute Zimmer von der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg ihrer Gesprächspartnerin Karin Dorsch-Beard von der IHK Nürnberg für Mittelfranken. Diese antwortete: „Diese Veränderung sehe ich auch. Wie erfolgreich wir unser Netzwerk nun auch in anderen Landkreisen etablieren können, hängt aus meiner Sicht von guten Trainern ab – sie sind das Gesicht nach draußen. Deshalb finde ich es gut, dass die Stiftung die Trainer noch stärker in den Fokus nehmen will.“ Jaqueline Daneyko aus Saarbrücken, die seit 2009 das lokale Netzwerk des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Saarlands koordiniert, nimmt sich fürs kommende Jahr vor, hundert Kitas zertifizieren zu lassen: „Dass das jetzt online geht, hilft dabei sehr. Wir müssen die Kitas nur noch richtig informieren. Wir wollen zudem regionale Messen stärker nutzen, um gezielt über unsere Bildungsarbeit aufzuklären.“

In dem Forum, in dem Netzwerkpartner zusammensitzen, die einem Landkreis oder einer städtischen Kommune angehören, diskutierte man derweil unter anderem über strukturelle Herausforderungen: „In den Landkreisen arbeiten die Koordinatoren häufig neben ihrem normalen Job fürs `Haus der kleinen Forscher`. Es wird sich daher stark persönlich engagiert. Wenn so eine Person das Netzwerk verlassen muss, geht damit viel verloren“, fasst Kathrin Häußler aus Freiberg, Landkreis Mittelsachsen, die in ihrer sechsköpfigen Gesprächsrunde angesprochene Problematik zusammen.

Am Abend ließen sich die Tagungsgäste durch James Bond zu physikalischen Berechnungen hinreißen. Physikprofessor Metin Tolan von der TU Dortmund hatte mehrere Filmszenen auf unterhaltsame Weise unter seine Physikerlupe genommen. "Wäre ich Herrn Tolan damals begegnet, hätte ich vielleicht sogar Physik studiert", hört man hinterher sagen. Außerdem ehrte der Verein der Stiftung, vertreten durch den Vereinsvorsitzenden Thomas Gazlig, zehn Netzwerkkoordinatorinnen bzw. -koordinatoren als "Botschafter 2012".

Haus der kleinen Forscher auf Facebook Haus der kleinen Forscher auf Twitter Haus der kleinen Forscher auf Youtube