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Pressemitteilungen

Studie: Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“ überzeugt Kita-Fachkräfte im Praxistest

Erzieherinnen und Erziehern loben bundesweite Fortbildungsangebote in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik

Seit fünf Jahren engagiert sich die Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“ mit einem Weiterbildungsangebot für Kita-Fachkräfte dafür, im Kindergarten die Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Themen gezielt anzuregen. In einer Studie des TransferZentrums für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) der Universität Ulm wurde das Arbeitsmodell der bundesweiten Initiative untersucht, um Aufschluss über die fachliche und pädagogische Qualität der Workshops zu geben. Bundesweit werden bereits rund 19.000 Kitas im Rahmen des Programms „Haus der kleinen Forscher“ erreicht.

Berlin, 3. November 2011. Im Mittelpunkt der Studie steht die Beurteilung der Workshop-Leiterinnen und -Leiter durch über 1.600 Erzieherinnen und Erzieher, die bereits an den Fortbildungen teilgenommen haben. 80 Prozent der befragten Kita-Fachkräfte vergeben Bestnoten für die gemeinsame Workshop-Arbeit und weisen dabei insbesondere auf das hohe Engagement und das fundierte Hintergrundwissen der Trainerinnen und Trainer hin. Dabei erhält etwa die Hälfte der Trainerschaft keine oder nur eine geringe Entlohnung für ihre Leistung. In der Studie geben die Workshop-Leiter an, ihre Motivation insbesondere aus dem eigenen Interesse an Bildung und Erziehung (86,8 Prozent) oder der Freude am Forschen und Experimentieren (75,7 Prozent) zu ziehen.

Ergebnis liefert großen Ansporn
Darüber hinaus tragen die Weiterbildungen stark dazu bei, Kita-Fachkräfte in den genannten Bereichen fit für die Praxis zu machen. Die dabei gebotene Unterstützung der Trainer schätzen 45,4 Prozent der Erzieherinnen und Erzieher als „erfolgreich“ und 34,7 Prozent als „sehr erfolgreich“ ein. Dr. Peter Rösner, Geschäftsführer der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, ordnet diese Ergebnisse ein: „Naturwissenschaftliche Inhalte sind heute Bestandteil aller frühkindlichen Bildungspläne. Für viele Fachkräfte sind diese Themen allerdings Neuland. Mit unserem praxisnahen Ansatz wollen wir Berührungsängste abbauen und dazu beitragen, Naturwissenschaften und Technik einen festen Platz im Kita-Alltag zu geben. Diese Studie ist ein großer Ansporn, unser Tun fortzusetzen.“

Das Profil der Workshop-Leiterinnen und -Leiter ist derzeit überwiegend pädagogisch geprägt: 64 Prozent der Trainerschaft hat eine Ausbildung in diesem Bereich. „Aufgabe der Trainerinnen und Trainer ist es, für den pädagogischen und methodischen Ansatz in diesen wichtigen Bildungsbereichen zu sensibilisieren. Unter der Gesamtheit der Trainer sollte es aber auch immer solche geben, die naturwissenschaftliche und vor allem technische Kompetenzen mitbringen“, erläutert Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Leiter des ZNL, das Profil. Aktuell setzen sich bundesweit 207 Netzwerkpartner in allen Bundesländern dafür ein, das regionale Workshop-Angebot für pädagogische Kita-Fachkräfte umzusetzen.

Die komplette ZNL-Studie erscheint im Februar 2012 als Teil der Schriftenreihe „Wissenschaftliche Untersuchungen zur Arbeit der Stiftung ‚Haus der kleinen Forscher‘“ im Bildungsverlag Eins.

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