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Studien gestartet

Erstmals werden Wirkungen früher naturwissenschaftlicher Bildung untersucht

Erstmals in Deutschland werden in zwei auf drei Jahre angelegten interdisziplinären Studien die Wirkungen früher naturwissenschaftlicher Bildung auf Ebene der Kinder erforscht. Die zwei Forschungsprojekte untersuchen neben den naturwissenschaftlichen Bildungswirkungen bei Kindern und bei pädagogischen Fachkräften auch die Auswirkungen auf die sprachlichen Kompetenzen der Mädchen und Jungen. Die Studien werden von zwei interdisziplinär aufgestellten Forschungsgruppen, bestehend aus führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Psychologie, Didaktik der Naturwissenschaften, Pädagogik und Bildungsforschung, in fachlicher Kooperation durchgeführt. Bundesweit sollen 540 Kinder und 540 pädagogische Fachkräfte in sechs Erhebungsregionen teilnehmen. Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ fördert das Forschungsvorhaben gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Baden-Württemberg Stiftung und der Siemens Stiftung.

Berlin, 12. Februar 2014. Ziel des ersten Forschungsprojekts EASI Science (Early Steps Into Science) ist es, Erkenntnisse über die Wirkungen naturwissenschaftlicher Bildung in der Kita zu gewinnen. Am Beispiel des Ansatzes der Initiative "Haus der kleinen Forscher" stehen dabei zum einen die naturwissenschaftsbezogenen Kompetenzen der Kinder, zum anderen die der pädagogischen Fachkräfte in Kitas im Blickpunkt. Die Forschungsgruppe setzt sich zusammen aus Prof. Dr. Mirjam Steffensky (Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik Kiel), Prof. Dr. Yvonne Anders (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Ilonca Hardy (Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Miriam Leuchter (Universität Münster).

Das zweite Forschungsprojekt EASI Science-L (Early Steps Into Science and Literacy) untersucht die sprachlichen Bildungswirkungen und die Interaktionsqualität im Kontext naturwissenschaftlicher Bildungsangebote. Wie wirkt sich naturwissenschaftliche Frühbildung und die sprachliche Begleitung des Forschens auf die Sprachkompetenzen der Kinder, insbesondere mit Deutsch als Zweitsprache, aus? Die durchführenden Wissenschaftler sind Prof. Dr. Astrid Rank, Prof. Dr. Anja Wildemann (beide Universität Koblenz-Landau), Prof. Dr. Andreas Hartinger (Universität Augsburg) und Prof. Dr. Sabina Pauen (Universität Heidelberg).

Die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" qualifiziert mit der gleichnamigen Bildungsinitiative pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus Kitas, Horten und Grundschulen in ganz Deutschland für die frühe naturwissenschaftliche Bildungsarbeit mit Kindern. Im Rahmen einer langfristig angelegten Begleitforschung wird die Stiftungsarbeit kontinuierlich wissenschaftlich untersucht. „Der frühen Bildung wird eine große gesellschaftliche Bedeutung zugeschrieben. Studien zur Wirkung früher naturwissenschaftlicher Bildung auf Ebene der Kinder stehen in Deutschland jedoch weitgehend aus", so Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung "Haus der kleinen Forscher". „Mit dem geplanten Forschungsvorhaben wollen wir diesem Defizit begegnen und zur Wirkungsforschung im Bereich der frühen Bildung beitragen."

Die Durchführung des Vorhabens wurde vom Forschungslenkungskreis der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" befürwortet. Das Auswahlverfahren inklusive der öffentlichen Ausschreibung und der externen wissenschaftlichen Begutachtung der Anträge wurden von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften koordiniert. Eine unabhängige Fach-Jury empfahl der Stiftung die Durchführung der Projekte durch die ausgewählten Forschungsgruppen.

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