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Bertelsmann-Studie:
Kita-Besuch und frühe Förderung wichtig für Bildungschancen von Kindern aus schwierigen Verhältnissen

Kinder aus sozial benachteiligten und von Armut geprägten Familien haben schon bei der Einschulung mit Defiziten zu kämpfen. Der Besuch einer Kindertagesstätte und eine möglichst frühe Förderung sind für sie besonders wichtig. Dies zeigt eine heute veröffentlichte Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung zu Kinderarmut und Entwicklung. Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ setzt sich für die frühe Förderung aller Mädchen und Jungen – unabhängig vom Einkommen der Eltern – ein.

Berlin, 13. März 2015. Viele Kinder, deren Familien von Hartz IV leben, haben bereits im Vorschulalter große Nachteile: Sie sprechen schlechter Deutsch, haben weniger soziale Kontakte und Schwierigkeiten mit der Körperkoordination. Der möglichst frühe Besuch einer Kindertagesstätte ist wichtig für ihre Bildungschancen und kann die negativen Folgen von Kinderarmut verringern. Zu diesem Schluss kommt die Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung mit dem Titel „Der Einfluss von Armut auf die Entwicklung von Kindern“. Die Studie betont besonders die Bedeutung frühkindlicher Förderung, verweist aber auch auf die schwierige Situation vieler Bildungseinrichtungen: Kitas in sozialen Brennpunkten brauchen mehr Geld, mehr Personal und mehr Förderangebote.

„Ziel unserer Stiftung ist es, die Chancen aller Mädchen und Jungen zu verbessern – unabhängig von ihrem sozialen Status. Es darf nicht sein, dass Bildung vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Alle Forschungsideen der Stiftung sind alltagsnah konzipiert, sie können ohne finanziellen und personellen Mehraufwand umgesetzt werden“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung "Haus der kleinen Forscher", Michael Fritz.

Frühe Begegnung mit MINT vermittelt wichtige Basiskompetenzen für Bildung
Bei der frühen Begegnung und Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Phänomenen erwerben Kinder grundlegende Fähigkeiten und Kompetenzen, die eine wichtige Basis ihrer Bildungschancen sind. Das Ziel aller Angebote des „Hauses der kleinen Forscher“ ist es, Mädchen und Jungen Selbstvertrauen zu geben und ihre Problemlösungskompetenz zu fördern. Expertinnen und Experten aus Forschung, Wissenschaft, Pädagogik und Bildung sichern durch Beratung und Empfehlungen die Qualität der Stiftungsangebote in Kitas, Horten und Grundschulen.

Für die Studie der Bertelsmann-Stiftung haben Forscher der Uni Bochum 5000 Schuleingangsuntersuchungen der Jahre 2010 bis 2013 in der Ruhrgebietsstadt Mülheim im Ruhrgebiet analysiert. Das Ergebnis aus Mülheim lasse sich aber gut auf ganz Deutschland übertragen.

 

 

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