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Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Stiftung erweitert ihr Angebot an Fortbildungen, Inhalten und Materialien um "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE). Das Projekt ist bis 2019 angelegt und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.

Was ist Bildung für nachhaltige Entwicklung?

Foto: © Thingamajiggs / Fotolia
Beim Thema Nachhaltigkeit geht es nicht ausschließlich um Umweltfragen. Die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Soziales, Ökologie und Ökonomie. Foto: © Thingamajiggs / Fotolia

Nachhaltigkeit ist mehr als "Bio". Nachhaltig zu handeln bedeutet, verantwortungsvoll zu handeln und auch an die folgenden Generationen zu denken. Neben dem Umweltschutz gilt es auch die Wirtschaft und das Zusammenleben nachhaltig zu gestalten.

Alles, was wir tun, hat Auswirkungen auf andere Menschen und auf die Natur. Das zu erkennen, ist ein wichtiges Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Mädchen und Jungen erwerben Kompetenzen, um unsere komplexe Welt zu erforschen und mitzugestalten.

Erweiterung des Stiftungsangebots

Auch bei Bildung für nachhaltige Entwicklung wahrt die Stiftung den Bezug zu den Kernthemen des "Hauses der kleinen Forscher": Naturwissenschaften, Mathematik und Technik.

Gemeinsame Grundlage ist das forschende Lernen:

  • Kinder gewinnen neue Erkenntnisse durch eigenes Handeln und Beobachten.
  • Forschungsobjekte sind alltägliche Dinge, wie eine Pfütze oder ein T-Shirt.
  • Kinder forschen gemeinsam, erkennen Zusammenhänge und entwickeln Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.

Im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung erarbeitet die Stiftung Fortbildungskonzepte und Materialien für Pädagoginnen und Pädagogen, die mit Kindern im Alter von 3 bis 10 Jahren arbeiten. Erstmals wird es zusätzlich spezielle Angebote für Kita-Leitungen geben.

Workshopsituation, Foto: Thomas Ernst / Stiftung Haus der kleinen Forscher
Foto: Thomas Ernst / Stiftung Haus der kleinen Forscher

Das neue Angebot umfasst:

  • Fortbildungen: Pädagoginnen und Pädagogen erfahren, wie sie globale Zusammenhänge und Zukunftsfragen mit Kindern erforschen können.
  • Materialien: Broschüren und Arbeitsmaterialien bieten sowohl fundierte Hintergrundinfos zu Nachhaltigkeit und BNE als auch konkrete Praxisideen für den Alltag.
  • Für Kita-Leitungen: Spezielle Workshops und Materialien bieten Kita-Leitungen Anregungen, um ihre Einrichtung nachhaltig weiterzuentwickeln.

Wer kann wann mitmachen?

Die Angebote zu Bildung für nachhaltige Entwicklung sind nach dem bewährten Multiplikatorenmodell des "Hauses der kleinen Forscher" organisiert. In der Stiftung werden Fortbildungen konzipiert und Materialien erarbeitet. Lokale Partner der Stiftung organisieren in ihrer jeweiligen Region dann die Fortbildungen und laden pädagogische Fach- und Lehrkräfte sowie Leitungen von Kitas dazu ein.

Die bundesweite Ausbreitung des Angebots erfolgt in drei Phasen:

2016 2017 2018
Fortbildungen und Materialien werden in der Stiftung in Zusammenarbeit mit Piloteinrichtungen entwickelt. Rund 30 Modellnetzwerke bieten die neuen Fortbildungen in ihrer Region an und erproben das Konzept.

Deutschlandweit stehen die Fortbildungen nach und nach ab 2018 zur Verfügung.

 

Bildung für nachhaltige Entwicklung - weltweit

Das Projekt Bildung für nachhaltige Entwicklung im „Haus der kleinen Forscher“ ist Teil eines weltweiten Aktionsprogramms.

Bereits Anfang der 1990er Jahre begannen die Vereinten Nationen (englisch United Nations, Abk.: UN oder UNO) gemeinsame, weltweite Umwelt- und Entwicklungsleitlinien für ihre 193 Mitgliedstaaten zu entwickeln. Ausgangspunkt war die Rio-Konferenz 1992. Dort verabschiedeten die UN die Agenda 21, ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert.

Es beinhaltet unter anderem die Neuausrichtung der Bildung auf eine nachhaltige Entwicklung. In diesem Zusammenhang haben die Vereinten Nationen zunächst die UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005 bis 2014) und im Anschluss daran ein fünfjähriges Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung beschlossen (2015 bis 2019).

Im Rahmen dieses Weltaktionsprogramms hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka die Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung gegründet. Ziel ist es, nachhaltiges Denken und Handeln in allen Bereichen des Bildungssystems fest zu verankern. Dabei sollen neue Wege beschritten und gute Ideen in die Breite getragen werden.

Das "Haus der kleinen Forscher" möchte dazu einen Beitrag leisten und es Pädagoginnen und Pädagogen aus Kitas, Horten und Grundschulen ermöglichen, sich künftig deutschlandweit zum Thema nachhaltige Entwicklung fortzubilden – und ihr gewonnenes Wissen in der täglichen Arbeit mit Kindern umzusetzen.

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