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Forscherzeiten für Grundschulkinder

"Endlich können wir machen, was wir wollen!"

Ohne spezielle Gerätschaften, sondern mit Alltagsgegenständen forschen die Mädchen und Jungen. (c) Autostadt Wolfsburg

Seit letztem Jahr bieten Partner der Stiftung an insgesamt sechs Orten in Deutschland das außerschulische Angebot "Forscherzeiten" an. Kindergruppen im Grundschulalter bekommen damit die Möglichkeit, sich einen Tag lang oder über mehrere Tage hinweg dem Forschen zu widmen. Von Oktober 2014 bis Juni 2015 bildete das "Haus der kleinen Forscher" das pädagogische Personal, das die "Forscherzeiten" vor Ort betreut, fort. Zum Abschluss dieser Fortbildung gab es einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch: Wie setzen die verschiedenen Standortpartner das Angebot um? Und wie kommt es bei den Kindern an?

Berlin, 27. Juli 2015. Seit letztem Jahr ist viel passiert: An jedem der "Forscherzeiten"-Standorte hatten die jeweiligen Referentinnen bzw. Referenten unter unterschiedlichen Voraussetzungen zunächst damit begonnen, eine geeignete Forscherumgebung für die Kinder herzurichten. In Schwerte und Weißwasser verwandelten sich etwas angestaubte Räume dank kreativer Einfälle in bunte Forscherstationen. Abgenutzte Tischplatten wurden mit bunter Folie beklebt oder stabile Kartons aus dem Supermarkt mit Farbe verschönert und als Regalkisten zweckentfremdet. In Gifhorn ist sogar ein mobiles Labor entstanden, das für die "Forscherzeit" an die Schule kommt. Dafür wird ein PKW-Anhänger mit sechs Kubikmetern Platz mit Forschermaterial beladen. Dank selbstgemachter Sitzkissen dienen die stabilen Transportkisten zugleich als Sitzmöbel.
Sorgen darüber, dass den Kindern das Angebot an Materialien nicht ausreichen würde, lösten sich an allen Orten schnell in Luft auf. Selbst in den bereits gut ausgestatteten Forscherräumen der Autostadt Wolfsburg stellte man fest, dass die Schülerinnen und Schüler spezielle Geräte wie Lötkolben oder Styroporschneider zwar zu Beginn kennenlernen wollten, ein reduzierteres Angebot mit Alltagsmaterialien wie Kartons, Klebebändern oder Plastikbechern die Kinder jedoch viel schneller ins kreative, selbstständige Arbeiten und Forschen bringt.
Neben der Räume und ihrer Ausstattung ist jeder "Forscherzeiten"-Anbieter auch für das pädagogische Personal und die Ansprache und Organisation der Kindergruppen verantwortlich. In den letzten vierzehn Monaten hat die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" alle Partner bei der Gesamtkonzeption und Raumgestaltung beraten, das pädagogische Personal intensiv fortgebildet, mit Arbeitsunterlagen versorgt, bei der Umsetzung erster "Forscherzeiten" hospitiert und Verbesserungsvorschläge eingebracht. Den teilnehmenden Kindergruppen und deren Begleitpersonen hat das neue Angebot sofort gefallen.

Selbstbestimmt forschen und Dinge intensiver ausprobieren

"Endlich können wir machen, was wir wollen!" haben die Schüler in Gifhorn gesagt, während sie in der "Forscherzeit" eine alte Waschmaschine in ihre Einzelteile zerlegten. Die Kinder genießen es, selbstbestimmt zu forschen und Dinge intensiver auszuprobieren. Darüber sind sich die Referentinnen und Referenten, die das Angebot vor Ort begleiten, einig. Sie sind vom Ansatz und der Qualität ihrer pädagogischen Weiterbildung durch das "Haus der kleinen Forscher" überzeugt und wollen die "Forscherzeiten" unbedingt fortführen. Auch die Fach- und Lehrkräfte, die mit den Kindergruppen in die "Forscherzeit" kommen, nehmen etwas mit. Sie erleben die Kinder häufig in einem ganz neuen Kontext und sind überrascht, wie selbstbestimmt sie ihre eigenen Ideen verfolgen.
Im nächsten Jahr werden die sechs Standorte unterschiedlich viele "Forscherzeiten" anbieten, etwa drei bis zwölf pro Standort. Manche Partner arbeiten mit bestimmten Schulen zusammen. In Gifhorn möchte man am liebsten weiteres pädagogisches Personal ausbilden, denn das Angebot der mobilen Forscherzeit, das an die Schule kommt, stößt auf eine besonders große Nachfrage.

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