mit Experimentierkarte

Alltagsbezug

Was unsere Sinne nicht aufnehmen, können wir nicht wahrnehmen. Dabei hat jeder Mensch einen anderen Geschmack, riecht etwas anderes gern oder hat eine andere Lieblingsfarbe.
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Sie brauchen

  • Nur alle Sinne
Eine spannende Erfahrung: Versuch doch einmal einige Zeit Dich mit verbundenen Augen im Zimmer zu bewegen oder mit Watte in den Ohren fernzusehen.
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Alle Sinne beisammen?

Fünf Sinne hat der Mensch: Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken und Hören. Damit nehmen wir unsere Welt wahr. Und jeder Mensch tut dies ein bisschen anders – eben auf seine Weise.

Thema: Vermischtes
Phänomen: Alltägliches
Autor: Joachim Hecker
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Versuchsüberblick

Entdecken Sie mit den Kindern Ihre Sinne. Fragen Sie: Was können wir Menschen wahrnehmen? Wie funktioniert bei uns Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken und Hören? Wo sitzen die Sinnesorgane dafür? Wie sehen sie aus? Wie empfindlich sind sie?


Der Versuch beginnt

Gehen Sie mit den Kindern alle Sinne durch.

Sehen: Wann und wo ist es so dunkel, dass wir nichts mehr sehen können? Was ist so hell, dass wir nicht hineingucken können?

Fühlen: Was ist so heiß oder kalt, dass es weh tut beim Anfassen? Was ist so spitz, dass es piekst? Wo fühlen wir gar nichts (Hand- und Fußnägel, Haare)?

Riechen: Was riecht gut, was riecht echt eklig? Auch gut riechendes kann so stark riechen, dass es unerträglich ist (etwa viel Parfüm).

Schmecken: Was schmeckt gut und was schmeckt schlecht – und warum? Warum schmecken uns Sachen unterschiedlich gut? (Vor allem Riechen und Schmecken sind sehr individuell)

Hören: Was ist leise, was ist laut? Was ist zu leise, was ist zu laut? Machen sie den Flüstertest: Wer hört das Flüstern am besten? Was macht tiefe, dunkle Geräusche und was hohe, helle?


So geht es weiter

Welche Fähigkeiten und Sinne haben die Tiere? Was können etwa Hunde oder Katzen besonders gut? Was können sie eher schlecht? Für welche Sinne sind welche Tiere Spezialisten?


Das passiert

Teilen Sie die Kinder in zwei Gruppen. Die eine malt Tiere mit besonders scharfen Sinnen. Hierbei eignen sich Vorlagen aus dem Lexikon oder Internet gut zum Abmalen.

Die andere Gruppe Kinder malt das, was die Sinne wahrnehmen – also Geräusche, was man hört, was man sieht, fühlt, riecht oder schmeckt.


Der Hintergrund

Mit unseren Sinnen nehmen wir die Welt wahr. Was unsere Sinne nicht aufnehmen, können wir nicht wahrnehmen – wie etwa Radiowellen. Erst mit technischen Hilfsmitteln – wie im Experiment „Mit den Ohren einer Fledermaus“ – können wir unsere Sinne künstlich erweitern. Außerdem sind die Sinne nicht neutral wie ein Schiedsrichter. Jeder Mensch hat einen anderen Geschmack, riecht etwas anderes gern, hört bestimmte Musik lieber oder hat eine andere Lieblingsfarbe.


Deshalb ist es interessant

Wir Menschen haben genau 5 Sinne: Sehen, Hören, Riechen Fühlen und Schmecken.

Unsere Sinne nehmen immer nur einen Ausschnitt aus der Welt wahr. Hören etwa können wir Menschen nicht so gut wie zum Beispiel Hunde oder Katzen, die viel höhere Töne hören können als wir. Die können sogar Fledermäuse schreien hören. Für uns hingegen sind diese Flattertiere stumm.

Von Mensch zu Mensch sind die Sinne verschieden. So ist der Hörsinn bei Kindern zum Beispiel viel besser ausgebildet als bei Erwachsenen (nur hören sie manches Mal nicht auf die Erwachsenen!).


Für den Hinterkopf

Eigentlich sind unsere Sinne sehr begrenzt. Aus dem riesigen Bereich der so genannten „elektromagnetischen Wellen“ etwa nehmen wir nur einen winzigen Teil wahr. Diesen Bereich nennen wir „Licht“. Andere Tiere, wie etwa Bienen, können sogar ultraviolettes Licht sehen, das direkt oberhalb unseres Sehbereiches liegt. Andere elektromagnetische Wellen wie Funkwellen, Mikrowellen, Röntgenstrahlung oder radioaktive Strahlung kann aber kein Lebewesen wahrnehmen.

Außerdem lassen unsere Sinne im Alter stark nach, was die Wahrnehmung der Umwelt einschränkt. Die Augenlinsen werden trüb, das Gehör nimmt hohe Töne nicht mehr wahr, was bis zur Taubheit reichen kann. Auch Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn leiden, was die Lebensqualität im Alter teils sehr beeinträchtigt. Der Sehsinn lässt sich noch am einfachsten „reparieren“ mit künstlichen Augenlinsen und Brillen als Sehhilfen. Der Hörsinn lässt sich mit Hörgeräten nur vergleichsweise schlecht verbessern. Riechen, Schmecken und Fühlen sind dagegen zu kompliziert, als dass man sie künstlich aufbessern könnte.


Tipp

Wenn ein Sinn gar nicht funktioniert, wie bei blinden Menschen der Sehsinn, müssen alle anderen Sinne stärker ran. Blinde Menschen können sich mit ihrem Hör- und Tastsinn ziemlich gut orientieren. Zeigen Sie den Kindern, wie das geht und was es dazu gibt: Taststöcke, geriffelte Bodenplatten an Bus- und Bahnsteig, die mit dem Stock abgetastet werden können. Lassen Sie die Kinder ihre Erfahrungen machen, wie man sich orientiert, wenn man nichts sieht. Was ist da hilfreich, was stört? Wie kann man blinden Menschen helfen?

Schlagworte zum Experiment

Sinne

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