mit Experimentierkarte

Alltagsbezug

Leider machen auch Kinder schon die Erfahrung mit Zahnkaries. Eine Ursache hierfür ist Säure, die die Zähne angreift. Säure kann Kalk angreifen und auflösen. Daher ist Zähneputzen wichtig!
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Sie brauchen

  • Eierschalen
  • Haushaltsessig
  • Wasser
  • 2 kleine Schüsseln
Tipp: spezielle Zahnpasta (zB. Elmex Gelee) schützt ein wenig vor der Säure. Auch das Ei kann damit vorbehandelt werden.
guide

Ätzend und zersetzend

Um ein Ei zu essen, müssen wir die Schale zerstören - mit dem Löffel aufklopfen oder mit dem Messer aufschneiden. Aber es geht auch anders. Denn nicht nur mechanisch lässt sich die Eierschale zerstören, auch chemisch geht's.

Thema: Vermischtes
Phänomen: Löslichkeit
Autor: Joachim Hecker
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Versuchsüberblick

So wie Zucker in Wasser, kann man auch Eierschalen in Flüssigkeit auflösen. Dazu braucht man eine Säure, wie hier Essig.


Der Versuch beginnt

Heute gibt es für jeden ein Frühstücksei. Wer mag gerne Frühstückseier? Wer mag es lieber hart oder weich gekocht? Wie lange legen die Eltern die Eier in kochendes Wasser? Bei wem wird ein Eierkocher benutzt? In was für Eierbecher kommt das Ei? Wie wird das Ei aufgemacht: Wer "köpft" es und wer klopft es auf?

Heute wird vom Ei nur das gebraucht, was übrig bleibt: die Eierschale. Die einzelnen Stücke sind die Grundlage für dieses Experiment. Sie kommen in zwei kleine Schüsseln. In die eine wird mindestens so viel Essig gegeben, dass die Eierschalen gut mit Flüssigkeit bedeckt sind. In die andere entsprechend viel Wasser.


So geht es weiter

An den Eierschalen im Essig bilden sich nach kurzer Zeit Bläschen. Bald schon steigen die ersten Bläschen nach oben. Bei den Eierschalen im Wasser passiert nichts weiter. Jetzt heißt es abwarten und Tee trinken.


Das passiert

Nach ungefähr einem Tag sind die Eierschalen im Essig verschwunden. Nur etwas brauner Schaum schwimmt auf dem Essig in der Schüssel.

Die Eierschalen im Wasser haben sich dagegen nicht verändert.


Hintergrund

Eierschalen bestehen aus Kalk. Dieser Kalk ist zwar fest, aber nicht zu fest. Mit dem Eierlöffel lässt sich die Schale zerdeppern. Und mit Hilfe von Essig auflösen. Allerdings löst sich die Eierschale nicht in Wasser auf. Vielmehr ist es die im Essig enthaltene Essigsäure, welche die Eierschalen auflöst.


Deshalb ist es interessant

Säuren sind aggressiv und greifen manche Stoffe an. Säure kann Kalk besonders gut angreifen und auflösen.

Kalk ist zwar hart, lässt sich aber von Essig nach und nach anknabbern und dadurch auflösen. Der Grund dafür ist eine "chemische Reaktion", weil die Säure sich mit dem Kalk verbindet. Bei den Eierschalen kann man das gut durch die aufsteigenden kleinen Blasen erkennen. Diese Blasen enthalten das Gas Kohlenstoffdioxid, das bei der Reaktion der kalkhaltigen Schalen mit der Essigsäure entsteht.

Der Kalk ist nach wie vor da, aber im Essig gelöst und deshalb nicht mehr zu sehen. Verdunstet das Eierschalen-Essigwasser aber, so wird der Kalk auch wieder sichtbar.


Für den Hinterkopf

Säuren sind das Gegenteil von Basen. Den Grad von Säuren oder Laugen, also ihre Stärke, gibt man mit dem so genannten pH-Wert an. Das Lackmuspapier dazu kennen Sie bestimmt noch aus der Schule. Je nach pH-Wert verfärbt es sich bei Säuren rot und bei Basen blau. Der pH-Wert reicht von 0 (stark sauer) bis 14 (stark basisch). Bei 7 liegt die goldene Mitte, hier spricht man vom "neutralen ph-Wert".

Säuren kommen nicht nur im Labor vor, sondern sogar im Mund. Die berüchtigte Zahnfäule - der Zahnarzt nennt es vornehm "Zahnkaries" - geht darauf zurück. Ursache ist eine muntere Tierwelt in unserer Mundhöhle. Dort tummeln sich Millionen von Mikroben, die wir nur durch fleißiges Zähneputzen in Schach halten können. Ein paar von ihnen, die Kariesbakterien nämlich, haben ihr Leben lang nichts Besseres zu, als den lieben langen Tag Zahnbelag zu verspeisen. Als Dank scheiden sie Säuren aus, welche die Zähne angreifen, denn die bestehen aus einer Art Kalk. Vor allem Süßigkeiten liefern einen idealen Nährboden für die hungrigen Bakterien. Gepaart mit nachlässiger Mundpflege können die ganze Arbeit leisten.

Menschen kommen übrigens ohne Kariesbakterien auf die Welt. Im Laufe ihres Lebens erst werden sie infiziert. Oft von den eigenen Eltern, welche Kariesbakterien im Mund haben und Schnuller anlecken oder Babylöffel abschlecken.


Tipp

Noch andere Stoffe bestehen aus Kalk - Hühnerknochen und Straßenkreide etwa. Legen Sie diese mit den Kindern ebenfalls einmal in Essig um zu schauen, was mit ihnen passiert.

Wenn der Versuch besonders schnell gehen soll, können Sie auch Essigessenz verwenden. Während in Essig 5 % Essigsäure enthalten ist, sind es bei Essigessenz 25 %, also das Fünffache. Entsprechend schneller lösen sich die Eierschalen darin auf, entsprechend vorsichtiger muss man damit umgehen. Die Kinder sollten auf keinen Fall in Essigessenz hinein greifen.

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