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Pädagogischer Ansatz

Mit ihrem pädagogischen Ansatz nimmt die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ die Jungen und Mädchen als kompetente, aktiv lernende, neugierige und weltoffene Individuen ernst. Der Ansatz beruht auf der Ko-Konstruktion. Das bedeutet, dass Kinder und ihre (pädagogischen) Bezugspersonen Lernprozesse gemeinsam gestalten.

kleine Kinder und Erzieherin forschen gemeinsam am Tisch
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher
Kinder und ihre pädagogischen Begleiterinnen und Begleiter gestalten Lernprozesse gemeinsam.

Der Alltag der Kinder steckt voller Forschungsfragen

Mädchen und Jungen sind neugierig und haben großes Interesse daran, die Welt zu begreifen und zu erforschen. Dabei kommen sie täglich mit naturwissenschaftlichen Phänomenen und Fragen der Nachhaltigkeit in Berührung: Morgens klingelt der Wecker, die Zahncreme schäumt beim Zähneputzen, das Radio spielt Musik – und woher kommt eigentlich der Kakao, der zum Frühstück in der Tasse dampft? Die vielfältigen Anlässe im Alltag der Kinder lassen sich für die pädagogische Arbeit nutzen.

Unser Bild vom Kind

Die Art, wie wir Kinder sehen und ihnen begegnen, ist entscheidend für die Begleitung der Mädchen und Jungen bei ihren täglichen Entdeckungen. Diese Sichtweisen prägen das pädagogische Handeln im "Haus der kleinen Forscher":

  • Kinder sind reich an Vorwissen und Kompetenzen.
  • Kinder wollen von sich aus lernen.
  • Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung aktiv mit.
  • Jedes Kind unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und Individualität von anderen Kindern.
  • Kinder haben Rechte.

Lernen und Lernbegleitung

Lernen ist ein sozialer Prozess. Kinder lernen im Austausch mit und von anderen, durch Anregung, durch individuelle Erkundung und durch gemeinsame Reflexion. Dabei ist die Interaktion mit Erwachsenen ebenso entscheidend wie die Zusammenarbeit mit anderen Kindern.

Entdecken und Forschen mit Kindern im Alltag

Eine lernanregende Interaktion der pädagogischen Fach- und Lehrkraft mit dem Kind ist durch drei wesentliche Elemente gekennzeichnet: Wertschätzende Atmosphäre, Orientierung am Kind und Dialog. Zur Veranschaulichung dieser Elemente haben wir für Sie Videos zur Lernbegleitung zusammengestellt. Der Kurzfilm unten gibt einen ersten Einblick in die Aspekte einer guten Lernbegleitung beim Entdecken und Forschen mit Kindern.

Der Erzieher regt durch seine offene Haltung gegenüber den Kindern einen spannenden Dialog an.

Entdecken im Sinne der MINT-Bildung bedeutet, dass Kinder ihre Welt mit all ihren Sinnen erfahren und durch aktives Ausprobieren und variierte Wiederholungen spielerisch erleben. „Wie viele Blätter schwimmen auf dem Wasser?“ „Gehen sie unter?“ Solche Grunderfahrungen bilden die Basis für das weitere Fragen und Lernen.

Beim Forschen (auch: Forschendes Lernen genannt) – der gezielten Auseinandersetzung mit einer Frage, einem Problem oder einem Bedarf – gehen die Kinder systematisch vor. „Wieso schwimmt das Blatt auf dem Wasser?“ „Was passiert, wenn ich ein Steinchen auf das Blatt lege?“ Hierbei wechseln sich Phasen des (Nach-)Denkens mit Phasen des Gestaltens oder Handelns ab.

E-Book zum pädagogischen Ansatz

In ihrer Broschüre zum pädagogischen Ansatz (Neuauflage 2019) stellt die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" Grundlagen und Werkzeuge zur MINT-Lernbegleitung sowie viele anschauliche Beispiele aus der Praxis vor. Mehrere Videos helfen dabei, die Pädagogik der Stiftung zu verstehen und anzuwenden.

E-Book mit allen Videos ansehen

Stark für die Zukunft durch MINT-Bildung und BNE

Mädchen und Junge im Gemüsebeet
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher
Verantwortungsvoll für Mensch und Umwelt

Die alltägliche Auseinandersetzung mit MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) fördert Neugier, Lern- und Denkfreude der Mädchen und Jungen. Wir sehen frühe Bildung als Schlüssel, um den Herausforderungen einer komplexen Welt erfolgreich begegnen zu können.

Um mit gesellschaftlichen Veränderungen wie Digitalisierung oder Klimakrise umgehen zu können, gilt es zunächst, diese zu verstehen. Hier setzt MINT-Bildung für eine nachhaltige Entwicklung an. Sie hat zum Ziel, Kindern die naturwissenschaftlich-technischen Zusammenhänge des Alltags erfahr- und begreifbar zu machen und sie zu verantwortungsvollem Handeln zu befähigen.

Kompetenzen für die Zukunft
Beim Entdecken und Forschen entwickeln die Mädchen und Jungen wichtige Fähigkeiten, die unter anderem das kreative, erfinderische und kritische Denken, Problemlösen, die Verantwortungsübernahme und das Aushalten von Spannungen und Dilemmata fördern. Somit leistet gute frühe MINT-Bildung für eine nachhaltige Entwicklung auch einen Beitrag zu den von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) geforderten Zukunftskompetenzen. Lesen Sie mehr zu unserem Bildungsangebot "Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)".

Jederzeit starten: Online-Kurs zum pädagogischen Ansatz

Eine Gruppe Kita-Kinder stapelt kleine bunte Würfel zum Turm auf.
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher

Lernen Sie im Online-Campus der Stiftung die pädagogischen Grundlagen des „Hauses der kleinen Forscher“ kennen. Welche Rolle spielen Sie als Lernbegleitung beim Entdecken und Forschen mit Kindern? Welche MINT-übergreifenden Fachdidaktiken und Methoden sind hilfreich? Der Kurs ist kostenfrei und dauert etwa 2 bis 3 Stunden. Sie müssen sich vorher lediglich im Campus anmelden.

Zum Online-Kurs
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