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Fit für die Zukunft: Zeit verstehen

Drei Kinder blicken lachend auf zwei selbstgebaute Sanduhren.
Die Kinder erkunden ihr Zeitempfinden mit selbstgebauten Sanduhren.
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Zwei Mädchen füllen feinen Sand in eine leere Plastikflasche.
Sie befüllen eine leere Trinkflasche mit feinem Sand.
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Zwei Mädchen füllen feinen Sand in eine leere Plastikflasche.
Vogelsand aus der Zoohandlung rieselt besonders gut.
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Ein Junge schraubt einen Tornadoadapter auf eine Flasche.
Sie verschließen die Flasche mit einem Tornadoadapter oder festem Klebeband, in das ein Loch gestochen wird.
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Ein Mädchen schraubt eine Plastikflasche kopfüber auf eine andere Flasche.
Danach befestigen die Kinder die andere leere Flasche kopfüber an die Sandflasche.
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Ein Junge testet seine selbstgebaute Sanduhr aus Plastikflaschen.
Wie schnell rieselt der Sand durch den Flaschenhals? Variieren Sie mit Klebeband die Größe der Öffnungen.
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Auf die Plätze, Sanduhr los! Wie weit kommen die Kinder beim Sackhüpfen?
© Carsten Costard/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Wie greifen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinander? Die Kinder erforschen ihr Zeitempfinden und denken über die Zukunft nach.

Sie brauchen:

  • leere Plastikflaschen
  • Trichter oder Ähnliches
  • feiner Sand, z.B. aus der Zoohandlung
  • starkes Klebeband
  • ggf. Flaschentornado-Adapter

So funktioniert's:

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1 Alltagsbezug aufgreifen

Erfahrungen mit Zeit macht jedes Kind („Ich bin vier Jahre alt.“) in vielen Situationen („jeden Tag“ im Morgenkreis). Der ganze (All-)Tag und auch das (Schul-)Jahr sind zeitlich getaktet. Zeit ist mit Mobilität verknüpft („Ich brauche lange zur Kita.“). Die Ressource Zeit beeinflusst den Konsum, denn mit mehr Zeit kann ich Dinge selbst machen und muss sie nicht kaufen („Zeit ist Geld.“). Auch wie sich etwas entwickelt, zeigt oft erst die Zeit („Was passiert, wenn ich die Blume gieße oder es nicht tue?“).

2 Sanduhren-Versuch: Wie lange dauert etwas?

Zeitempfinden ist subjektiv. Fünf Minuten sind lang, wenn ich auf etwas warten muss, das ich mir sehr wünsche, und kurz, wenn ich etwas Spannendes mache. Bauen Sie gemeinsam mit den Mädchen und Jungen aus leeren Flaschen, Sand, starkem Klebeband oder Flaschentornadoadaptern Sanduhren. Verkleinern Sie bei einigen Sanduhren die Flaschenhalsöffnung mit etwas Klebeband, so dass der Sand langsamer hindurchrieselt als bei anderen. Wie unterschiedlich lange laufen die Uhren? Überlegen Sie miteinander, was alles etwa so lange dauert, wie der Sand durch eine dieser Uhren rieselt. Probieren sie aus: Wie weit kommen die Kinder z. B. beim Sackhüpfen? Sind die Zähne nach dieser Zeit sauber geputzt? Ist der Joghurt aufgegessen? Wie ist das mit den verschiedenen Sanduhren: Was dauert so lange, wie sie laufen?

3 Blick in die Zukunft werfen

Damit Kinder sich mit Zukunftsfragen beschäftigen können, müssen sie begreifen, dass sich Dinge oder auch Gesellschaften entwickeln und verändern. Besonders an technischen Geräten können die Mädchen und Jungen diese Entwicklung nachvollziehen. Schauen Sie zusammen alte Fotos an: Wie haben Spielzeuge, Telefone, Fahrräder oder Autos früher ausgesehen? Fokussieren Sie auf ein Thema, z.B. Mobilität: Wie haben sich die Großeltern und Urgroßeltern fortbewegt? Wie bewegen wir uns fort? Warum hat sich das verändert? Was ist heute anders, besser oder schlechter als früher? Wie hat sich der Freiraum für Kinder auf der Straße verändert? Wie könnten sich die Menschen in Zukunft fortbewegen? Was wünschen sich die Mädchen und Jungen für ihre Mobilität oder ihre Straße?

4 Wissenswertes für Erwachsene

Mein heutiges Handeln hat auch in Zukunft Auswirkungen auf Natur und andere Menschen. Um das zu begreifen, brauchen die Mädchen und Jungen ein Verständnis von zeitlichen Abläufen, dem Ineinandergreifen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Kinder leben aber zuerst einmal ganz in der Gegenwart, ohne sich für das Gestern oder Morgen zu interessieren. Sie orientieren sich in dieser Phase an wiederkehrenden Ereignissen und Strukturen. Erst mit dem Schulalter beginnt das Zeitwissen um Minuten, Wochentage, Jahreszeiten, Schuljahre. Um mit den Mädchen und Jungen Zukunftsfragen zu besprechen, benötigen sie Zeitkonzepte, die ihnen helfen, Vorstellungen von Abläufen, Reihen und Folgen, von Vergangenheit und Zukunft zu entwickeln. Dabei geht es darum, an für die Kinder bedeutsame Zeitverläufe anzuknüpfen. Um unsere Welt zukunftsfähig zu gestalten, sind vielfältige Fähigkeiten und Kompetenzen relevant. Ein Zeitkonzept ist Voraussetzung für ein Zukunftsverständnis, das die Basis dafür bildet, nachhaltig handeln zu können.

Ergänzendes Material für Ihre pädagogische Arbeit

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