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Forschersinne in der Natur wecken

Ein Kind krabbelt auf einem gestürzten Baumstamm.
Auch der Herbst hat seinen eigenen Geruch.
© Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Ein Junge im Park blinzelt in die Kamera.
Wie viel nehmen wir mit den Augen wahrnehmen?
© Jan Braun/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Kinder untersuchen einen Baumstamm
Welche Tiere rascheln da?
© Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Kann man Jahreszeiten riechen? Gehen Sie raus und erleben Sie mit den Kindern die Natur mit allen Sinnen.

Sie brauchen:

  • einen ruhigen Platz in der Natur, z. B. Wald, Wiese oder Park
  • Decke für den Boden

So funktioniert's:

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1 Alltagsbezug aufgreifen

Ändert sich die Jahreszeit, nehmen die Kinder das wahr: es wird wärmer oder kälter, man sieht andere Tiere und Pflanzen, nimmt andere Gerüche wahr. Die Natur verändert sich immer wieder aufs Neue.

2 Die Natur hören, riechen, schmecken

Setzen Sie sich an dem Ort in der Natur mit den Kindern in einen Kreis und nehmen Sie eine bequeme Position ein. Schließen Sie zusammen die Augen. Bitten Sie die Kinder, sich auf das rechte Ohr zu konzentrieren. Was ist zu hören? Was ist das leiseste Geräusch? Wie viele Vögel sind zu hören und wo halten sie sich wohl auf? Wechseln Sie dann mit den Kindern auf das linke Ohr und konzentrieren Sie sich auf die Geräusche auf dieser Seite. Lauschen Sie dann wider mit beiden Ohren: Welche Geräusche gibt es?
Nehmen sie nun die Umgebung auch über Mund und Nase wahr. Was liegt in der Luft? Stellen Sie sich zusammen mit den Kindern vor, Sie wären ein Igel, der nicht gut sehen kann, aber eine ausgezeichnete Nase hat. Können Sie riechen, welcher Boden unter Ihnen ist und welche Bäume um Sie herum stehen? Wie riecht der Wind? Schnüffeln sie wie ein Hund, um die Gerüche bestmöglich wahrzunehmen. Wie riecht z.B. der Wald? Und fühlt sich das vertraut an?'
Konzentrieren Sie sich nun auf das Fühlen der Umgebung. An welchen Stellen berührt die Luft die Haut? Im Gesicht, an den Armen oder an den Händen? Kitzelt die Sonne oder streift ein kalter oder warmer Wind die Haut? Kann man Frühlingsluft schmecken?
Lassen Sie den Kindern für die Konzentration auf die einzelnen Sinne genügend Zeit. Für jüngere Kinder kann diese Übung auch erst auf einen oder zwei Sinne begrenzt werden.

3 Wie viel kann ich mit den Augen wahrnehmen?

Nun öffnen Sie zusammen mit den Kindern die Augen. Stehen Sie auf und machen Sie den Kreis größer. Suchen Sie sich einen Punkt über dem Horizont und schauen ganz fest auf diesen Punkt. Können die Kinder die anderen Kinder oder die Bäume um sich herum wahrnehmen, ohne den Kopf zu bewegen? Welche Bewegungen nehmen sie trotzdem wahr? Und wie machen das Tiere? Wie gut können sie wohl sehen oder riechen und hören?

4 Wissenswertes für Erwachsene

Der Mensch verfügt über fünf Sinne: sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen. Oft wird auch der Gleichgewichtssinn als der sechste Sinn bezeichnet. Unsere Sinne ermöglichen es uns, Reize wahrzunehmen.
Menschen können über den Sehsinn in einem Radius von bis zu 180 Grad Dinge um sich herum wahrnehmen, ohne sich selbst zu bewegen. Man nennt dies auch den Eulen- oder Weitwinkelblick. Rehe machen das z.B.  genauso. Sie müssen beim Fressen gleichzeitig jede Bewegung in ihrer Umgebung achtsam wahrnehmen, um Gefahren rechtzeitig zu erkennen.
Kleinkinder nutzen instinktiv all ihre Sinne. Je älter sie werden, umso mehr fokussiert sich die Wahrnehmung auf das Sehen und Hören. Dabei sollten wir nicht verlernen, mit allen Sinnen wahrzunehmen und zu genießen.
Wenn wir unsere Sinne schulen, nehmen wir Sinneseindrücke bewusster wahr, wir werden aufmerksamer und achtsamer. So können wir hellwach in der Natur unterwegs sein. Wenn es uns dann noch gelingt, die Tiere nicht durch unser Erscheinen zu stören, können wir tolle Beobachtungen machen.

 

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