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Freie Bahn: Barrieren überwinden

Die Kinder versetzen sich in die Lage älterer Menschen: mit Kopfhörern, gelber Folie vor den Augen und Handschuhen.
© Thomas Ernst/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Wie stark schränken diese Behinderungen Bewegung und Wahrnehmung ein?
© Thomas Ernst/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Eine Gruppe Kitakinder auf dem Weg mit einem Rollwagen und auf Rollern
Expedition: Welche Stellen lassen sich mit Rollen schwierig überwinden?
© Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Welche Barrieren entstehen, wenn sich Menschen nicht gut bewegen, sehen oder hören können? Und wie ließen sich Hindernisse beseitigen? Starten Sie einen Versuch!

Sie brauchen:

  • Kinderwagen oder Bollerwagen
  • rollendes Spielzeug wie Dreirad, Rollschuhe, Puppenwagen, Murmeln
  • Fotoapparat
  • Stifte und Papier

So funktioniert's:

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1 Alltagsbezug aufgeifen

An Parkplätzen und Toiletten sehen Kinder Schilder für Menschen, die im Rollstuhl sitzen. An Ampeln finden sie spezielle Knöpfe oder Zeichen für Blinde. Auf Gehwegen oder an Bahnsteigen wundern sie sich vielleicht über Rillen auf dem Boden. Die Kinder kennen sicher auch  Situationen, in denen sie aufgrund ihrer Körpergröße selber Hilfe brauchen, z.B. beim Heranreichen an Gegenständen, die für Erwachsene gebaut sind.

2 Welche Hindernisse kennen Kinder?

Fragen Sie die Kinder, was sie über Barrieren und Hindernisse im Alltag wissen: Was könnte Menschen, die nicht oder schlecht gehen, sehen oder hören im Wege stehen? Haben sie schon eine Person im Rollstuhl gesehen oder beobachtet? Oder jemand, der sich mit einem Stock orientiert hat? In welchen Situationen hatten sie selbst schon mal Schwierigkeiten oder mussten ein Hindernis überwinden – z.B. beim Einsteigen mit dem Kinderwagen in den Bus oder beim Klingelknopf, der zu hoch angebracht ist. Die Kinder werden gemeinsam feststellen, dass es viele unterschiedliche Hindernisse im Alltag geben kann.

 

3 Rollstuhlfahren im Selbsttest

Schlagen Sie den Kindern vor, sich näher mit dem Rollstuhlfahren zu beschäftigen. Sie könnten mit den Mädchen und Jungen zuerst einmal verschiedene Untergründe betrachten: Teppich, Schotter, Teer, Sand, Rasen, Fließen oder Waldboden. Dann probieren sie z.B. mit Dreirädern, Rollschuhen, Bällen, Murmeln oder anderen Fahrzeugen aus, worauf es sich gut oder nicht so gut rollt.
Die Kinder könnten danach auch den Weg zum Kindergarten, zur Schule oder zum Spielplatz auf Hindernisse untersuchen. Dazu kann es sinnvoll sein, einen breiten Bollerwagen zu benutzen oder sogar einen Rollstuhl auszuleihen: Welche Stellen könnten für Menschen in Rollstühlen schwierig zu überwinden sein? Wo entdecken die Kinder vielleicht Hilfen für Rollstühle, z.B. Rampen an Treppen? Und wie fühlt es sich an, eine steile Rampe zu benutzen? Wo kommt man auf Rädern schlecht drüber hinweg und passt nicht so gut durch, weil z.B. ein Durchgang zu schmal ist?

4 Fotodokumentation und Ideenrunde

Fotografieren Sie die Stellen, um sie später zusammen anzusehen und auszuwerten. Kleben Sie die Fotos gemeinsam auf, beschreiben oder malen Sie das Problem auf und überlegen Sie zusammen eine mögliche Lösung oder Hilfe. Wie könnte eine Situation für rollende Fortbewegung vereinfacht werden? Was wäre einfach, was eher kompliziert zu ändern? Barrieren und Hindernisse können die Kinder auch im Gebäude untersuchen. Vielleicht haben sie originelle Ideen oder Vorschläge, die Sie an die Baubehörde oder das Tiefbauamt hertragen können. Vielleicht möchten die Kinder weiterforschen: Welche Schwierigkeiten haben z.B. blinde Menschen? Die Kinder verbinden sich dafür die Augen und lassen sich von jemand anderen führen.

5 Wissenswertes für Erwachsene

Für Architektur- und Stadtplanungsteams sowie für den Straßen- oder Fahrzeugbau ist es eine große Herausforderung, Häuser, Wege oder Fahrzeuge zu planen und zu bauen. Dabei ist es wichtig, dass alle Menschen mitgedacht werden. Sie müssen dabei unterschiedliche Perspektiven berücksichtigen und technische oder organisatorische Lösungen für verschiedene Menschen finden. Diese Merkmale werden „Zugänglichkeit“ oder „Barrierefreiheit“ genannt. Zu den unterstützenden Maßnahmen gehören z.B. Rampen, abgesenkte Randsteine bei Gehwegen oder hohe Bordsteine, die das Einsteigen in Busse oder Straßenbahnen erleichtern, Aufzüge, Blindenleitsystem („Rillen“) auf Gehwegen oder Bahnsteigen, absenkbare Busse oder akustische Signale bei Ampeln.

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