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Gerecht verteilt?

Ein Mädchen schaut zu, wie mit einer Kelle Flüssigkeit in ein Glas gegossen wird
Getränke fair verteilen ist schwierig, wenn es nicht genug gleichgroße Gläser gibt.
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Eine Kindergruppe streckt ihre Hände nach Bonbons aus.
Genauso sieht es aus, wenn es zu wenige Bonbons für alle gibt.
© Jan Braun / Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Ein Stück Obsttorte wird in möglichst gleichgroße Stücke geteilt
Eine Torte oder Pizza ließe sich einfacher teilen, oder?
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Für Kinder ist Gerechtigkeit bereits ein großes Thema. Probieren Sie mal, schwer teilbare Dinge fair aufzuteilen! Geht das überhaupt?

Sie brauchen:

  • Bonbons zum Aufteilen
  • Foto von einer Gruppe verschiedener Menschen
  • Foto mit jungen Kindern in Schuluniform

So funktioniert's:

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1 Alltagsbezug aufgreifen

Bei vielen Themen einer Kita-, Hortgruppe oder Grundschulklasse stößt man auf Fragen hinsichtlich gerechter oder ungerechter Verteilung. Das gilt etwa für Spielzeugnutzung, Kuchenverteilung oder Tafeldienste. In der nachhaltigen Entwicklung ist Gerechtigkeit ein Schlüsselthema, z. B. bei der meist ungleichen und damit als ungerecht empfundenen Verteilung von Ressourcen, Chancen und Möglichkeiten.

2 Getränke gerecht aufteilen

Das gerechte Aufteilen von Getränken ist schwierig, wenn es nicht genug gleiche Gläser gibt. Aber enthält das höhere Glas mehr Limonade als das breitere? Lassen Sie die Mädchen und Jungen Gläserformen und -größen vergleichen. Stellen Sie jedem Kind die gleiche Menge Wasser und verschiedene Gläser zur Verfügung. Jedes Kind füllt Wasser in eines der Gefäße, kippt es in das andere Gefäß, dann in das nächste, bis es alle ausprobiert hat. Thematisieren Sie, in welchem Gefäß das Wasser „mehr“ aussieht. Woran mag das liegen? Welche Gläser gefallen den Mädchen und Jungen? Sind es wirklich die größeren? Wie wäre eine Aufteilung gerecht?

3 Wie würden Kinder Bonbons verteilen?

Nicht alle Gerechtigkeitsfragen lassen sich durch Mathematik lösen. Manchmal wollen nicht alle dasselbe und in schwierigeren Fällen gibt es nicht genug Ressourcen. Dann kommt unser Wertesystem zum Tragen. Wir verteilen danach, wer mehr kann, bedürftiger ist oder sympathischer wirkt. Bei  Nachhaltigkeit geht es um eine gerechte Verteilung von Chancen und Möglichkeiten sowie einen Abbau von Abhängigkeiten.
Geben Sie den Mädchen und Jungen ein Bild mit unterschiedlichen Menschen. Diskutieren Sie, wem auf dem Bild sie einen Bonbon geben würden, wenn sie weniger Bonbons hätten, als Personen zu sehen sind. Welche Gründe nennen die Kinder? Welche Strategien des Ausgleichs haben sie, damit sich niemand benachteiligt fühlt? Geben Sie einige Bonbons in die Kindergruppe und lassen Sie die Mädchen und Jungen um diese verhandeln.

4 Wissenswertes für Erwachsene

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können." In diesem Zitat aus dem Brundtland-Bericht von 1987 stecken zwei Aspekte von Gerechtigkeit. Zum einen wird die Gerechtigkeit zwischen Menschen, die gegenwärtig unter sehr unterschiedlichen Bedingungen leben, angesprochen, zum anderen die zwischen jetzt und zukünftig lebenden Menschen. Auch für Kinder ist Gerechtigkeit bzw. Ungerechtigkeit ein wichtiges Thema – dabei geht es meistens darum, Dinge, Aufgaben oder Privilegien gerecht zu verteilen. Die Mädchen und Jungen lernen schnell, dass das kein einfaches Unterfangen ist, denn wenn ein Kind es als gerecht emp-findet, mehr Pizza zu bekommen, empfinden die anderen es möglicherweise als ungerecht. Daher sind die verschiedenen Gerechtigkeitskonzepte immer Teil des Kita-, Hort oder Grundschulalltags. Ziel von Bildungsprozessen ist Chancengerechtigkeit, durch die alle Mädchen und Jungen einen Zugang zu guter Bildung erhalten und Lebenschancen gerecht verteilt sind. Eine gerechte Verteilung von Ressourcen und Lasten ist elementare Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung. Das kann auch als Prävention gegen Krieg, Flucht oder Vertreibung gesehen werden.

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