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Geruchs-Memory

Foto: ©Thinkstock
Welche Gerüche kennen Kinder? Wie ist das mit selteneren Früchten?
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Welche Gerüche kennen die Kinder und wie gut können sie diese unterscheiden? Schärfen Sie den Geruchssinn der Mädchen und Jungen und entdecken Sie die Vielfalt von Lebensmitteln.

Sie brauchen:

  • Mehrere Filmdosen oder ähnliche, kleine Behälter
  • Watte
  • Intensiv duftende Lebensmittel/Materialien (z.B. Zwiebel, Kaffee, Zimt, Zitrone, Kräuter, Holz o.ä.)
  • ggf. Messer und Küchenbrett zum Zerkleinern der Lebensmittel

So funktioniert's:

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1 Alltagsbezug aufgreifen

Gerüche, ob lieblich wohltuend oder streng, begegnen uns überall. Wie gut es duftet, wenn Opa in der Küche Würstchen anbrät oder Mama einen Kuchen bäckt! Wie unangenehm dagegen, wenn uns der beißende Geruch einer Zwiebel in die Nase steigt und sogar Tränen kullern lässt… Doch wissen die Kinder, welche Lebensmittel zum Beispiel in einem Kuchen für den leckeren Duft sorgen? Können sie diese unterscheiden und sogar mit verbundenen Augen wiedererkennen?

2 Gerüche sammeln und benennen

Stellen Sie mit den Kindern Dinge zusammen, die einen besonders intensiven und typischen Geruch haben, wie z. B. Früchte, Kräuter, Gewürze, frisches Holz, Leder oder bringen Sie eine Auswahl mit. (Verzichten Sie auf Dinge mit sehr beißendem Geruch wie z. B. Essig und auf gefährliche Stoffe wie Lösungsmittel. Die Kinder sollten nichts von den gesammelten Dingen verschlucken.) Lassen Sie die Kinder die Dinge zunächst erkunden: Wie sehen sie aus? Wie fühlen sie sich an? Wie riechen sie außen und (falls zerkleinert) innen? Wofür könnten die Lebensmittel oder Materialien im Alltag verwendet werden? Klären Sie gemeinsam die Bezeichnung der Gegenstände.

3 Geruchspaare finden

Stellen Sie nun Duftproben-Paare her, indem Sie mit den Kindern eine kleine Menge jeden Materials in jeweils zwei Filmdosen füllen und mit Watte abdecken. Um das vergleichende Riechen zu erleichtern, legen Sie die Deckel nur lose auf. Mischen Sie anschließend die verschiedenen Duftproben so, dass nicht mehr zu erkennen ist, wo sich die Paare befinden. Nun sollen die Kinder zusammen und nur mit Hilfe ihres Geruchssinns die Filmdosen wieder zu Paaren mit gleichem Geruch sortieren. Überprüfen Sie gemeinsam die Ergebnisse – sind alle Kinder einverstanden? Überlegen Sie anschließend, was besonders schwer zu erkennen war und warum. Ähneln sich manche Gerüche? Welche Reaktionen und Gefühle rufen Düfte und Gerüche in uns hervor?

4 Wissenswertes für Erwachsene

Gerüche sind komplizierte Gemische. Was wir als einzelnen Geruch wahrnehmen, wie den Duft von Gebäck im Ofen oder auch den strengeren Geruch eines Pferdeapfels, besteht aus vielen Einzelkomponenten. Wir sind gar nicht in der Lage, jeden dieser Duftstoffe mit unserem Riechorgan, der Nase, wahrzunehmen. Allerdings gibt es einige sogenannte "Leitsubstanzen", die uns einen Geruch erkennen lassen. Beim Einatmen gelangt die Luft, die Duftstoffe transportiert, zur Riechschleimhaut ganz oben in der Nasenhöhle. Hier befinden sich auf einer Fläche, die nicht viel größer als ein 2-Euro-Stück ist, rund dreißig Millionen Riechsinneszellen. Jede Riechsinneszelle ist auf einen bestimmten Duftstoff spezialisiert. Dockt ein Duftstoff am entsprechenden Sinneshaar der Riechzelle an, wird ein elektrischer Reiz ausgelöst, der, vielfach verstärkt, direkt in das sogenannte Riechhirn weitergeleitet wird. Dort werden die Impulse ausgewertet und in andere Hirnregionen weitergeschickt.

Düfte und Gerüche können zum einen im Sitz der Emotionen, dem sogenannten Mandelkern, weiterverarbeitet werden. Dort erzeugen die Duftinformationen blitzschnell ein Gefühl – je nach Geruch also Freude, Angst, Ekel oder Wohlgefühl. Sehr intensive Gerüche dringen auch in unser Bewusstsein vor. Geschieht dies, wird anhand eines Duftes ein Lebewesen oder Gegenstand erkannt und dieser ihm zugeordnet. Diese Fähigkeit ist nicht angeboren, sondern wird erlernt und kann geübt werden.

Die Funktion unseres Riechorgans ist übrigens noch gar nicht lange erforscht. Im Jahre 2004 erhielten zwei amerikanische Wissenschaftler (Richard Axel und Linda B. Buck) den Nobelpreis für Medizin für die Erforschung der Riechzellenrezeptoren und der Organisation des menschlichen olfaktorischen Systems.

Übrigens: Hunde haben etwa zehnmal mehr Riechsinneszellen als wir Menschen und nehmen demnach viel stärker Gerüche war. Echte Spürnasen also!

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Kommentare 2 Einträge

Nicolai Heymann | 12.08.2011 22:51 Uhr

Mein Kind war begeistert!

Ich hab mich der Beschreibung angenommen, es war wirklich einfach zu verstehen. Und mein Sohn war beeindruckt!

Jürgen Temming | 11.08.2011 14:23 Uhr

riecht gut....

.... und schmeckt gut

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