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Gruppenraum im Schuhkarton

Kinderhand stellt kleine Stehlampe in den Gruppenraum im Karton
Im Schuhkarton entsteht zuerst eine Miniaturversion des Raums.
© Christoph Wehrer/ Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Schere schneidet buntes Bild von einem Stuhl aus einem Papierbogen aus
Danach ersetzen Bilder und Symbole aus Papier die Gegenstände.
© Christoph Wehrer/ Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Ausgeklappter Schuhkarton wird mit Papierbildern beklebt, die Möbel zeigen
Sind alle Symbole im ausgeklappten Gruppenraum aus Karton richtig platziert?
© Christoph Wehrer/ Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Erzieherin schaut zwei Mädchen beim Malen über die Schulter
Lässt sich der Raum (im Karton) auch auf ein Blatt Papier übertragen?
© Christoph Wehrer/ Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Kinderhand mit Skizze vom Gruppenraum
Wie lassen sich die Abstände zwischen den Gegenständen auf dem Plan einhalten?
© Christoph Wehrer/ Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Wie kommt ein ganzes Zimmer auf ein Blatt Papier? Bauen Sie zuerst eine Miniaturversion nach und entdecken Sie den Nutzen von Symbolen.

Sie brauchen:

  • Schuhkarton
  • Schächtelchen, Bausteine, Knete und Zahnstocher zum Nachbauen von Miniaturmöbeln
  • verschiedene Symbole/Gegenstände als Papierbildchen
  • Schere und Kleber
  • Papier und Stifte

So funktioniert's:

Alles aufklappen

1 Alltagsbezug aufgreifen

Karten von der Umgebung sind allgegenwärtig, in allen Maßstäben und für viele Zwecke: Landkarten, das Nahverkehrsnetz, historische/geografische/politische Erklärungen, Wettervorhersagen. Modelle aus der Umgebung kommen ebenso häufig vor: Puppenstuben, Spielzeugautos, Modelleisenbahnen. Sowohl Karten als auch Modellbauten geben ein kleineres und oft vereinfachtes Abbild der Realität wieder.

2 Gruppenraum in klein

Regen Sie die Kinder an, gemeinsam ein Modell ihres Gruppenraums in einem Karton nachzubauen. Sie können den Einstieg erleichtern, indem Sie ein Fenster oder die Tür in die Kartonwand einzeichnen. Fragen Sie die Kinder, welche Möbel und anderen Dinge es überhaupt in ihrem Raum gibt. Woran würden sie ihr Gruppenzimmer wiedererkennen? Schlagen Sie vor, Dinge zu sammeln, mit denen sich die großen Elemente im Raum in einer kleinen Form darstellen lassen. Das können kleine Puppenmöbel sein, Sie können aber auch Bausteine, Knete oder Pappe zum Nachbauen der Sachen anbieten. Lassen Sie die Kinder die Möbel im Karton anordnen und vergleichen Sie gemeinsam das Ergebnis. Sind alle einverstanden? Stimmen die Abstände im Vergleich mit dem echten Raum überein?

3 Vom Gegenstand zum Symbol

Zeigen Sie den Kindern Bildsymbole von Gegenständen, denen sie öfter begegnen: Abfalleimer, Telefon, Besteck. Was glauben die Mädchen und Jungen, welche Bedeutungen sich dahinter verbergen? Fragen Sie, welche Vorteile solche Symbole haben und ermuntern sie die Kinder, die Miniatureinrichtung im Karton durch Pappstücke mit Symbolen zu ersetzen, z.B. das Bild eines Kochtopfs für die Spielzeugküche oder Rechtecke für die Schulbänke eines Klassenzimmers. Welche Bilder oder Zeichen sind für alle gleichermaßen verständlich? Gemeinsam können Sie mit den Kindern eine Legende zu den vereinbarten Zeichen anfertigen. Sind sämtliche Symbolteile im Karton richtig platziert, kleben Sie diese fest, um ein Verrutschen zu verhindern. Blicken Sie alle zusammen von oben auf den Miniaturraum. Schneiden Sie die Kartonwände an den Ecken bis zum Boden ein und klappen Sie diese weg. Aus dem Kartonraum ist nun ein flacher Plan geworden.

4 Vom Karton zum Raumplan

Geben Sie jedem Kind ein Blatt Papier und ermuntern Sie dazu, einen Plan vom Gruppenraum zu zeichnen. Den ausgeklappten Karton können die Kinder zur Hilfe nehmen. Fragen Sie, wo Wände, Türen und Fenster des Zimmers auf dem Blatt sind. Lassen Sie die Kinder mit einem bestimmten Gegenstand, wie z.B. dem Bücherregal, beginnen. Daran können sie sich für das weitere Einzeichnen orientieren. Wie lassen sich die Abstände zwischen den Gegenständen auf dem Plan einhalten? Eine Schrittlänge im Gruppenraum ist im Schuhkarton vielleicht eine Würfellänge und auf dem Papier nur eine Fingerbreite.

5 Wissenswertes für Erwachsene

Das Darstellen komplexer Dinge durch vereinfachte Modelle oder Zeichen erfordert ein hohes Maß an Abstraktionsleistung. Das Ersetzen von gegenständlichen Dingen, Figuren oder Miniaturen durch Symbole („Piktogramme“) ermöglicht es, sich auf bestimmte Merkmale zu beschränken, die bei der Darstellung von räumlichen Anordnungen wichtig sind. Verkehrsnetze beschreiben etwa die Lage einzelner Stationen zueinander, geben aber nicht unbedingt die Abstände korrekt wider.
In der Mathematik ist dieses Abstrahieren eine sehr wichtige Tätigkeit, um jeweils interessierende relevante Eigenschaften von Objekten herauszukristallisieren. Dazu gehört das Erkennen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Objekte, aber auch das Zusammenführen von Eigenschaften zu einer Kategorie. Ganz verschiedene Spielgeräte können also allein wegen ihrer Anwendung zusammengefasst und etwa durch einen Ball symbolisiert werden.

Ergänzendes Material für Ihre pädagogische Arbeit

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