Direkt zur Hauptnavigation, zur Unternavigation dem Inhalt oder zum Seitenfuß

Zurück

Mini-Kühlschrank selbst gebaut!

Ein kaltes Getränk auf der Wiese? Oder Lebensmittel vor Hitze schützen? Das klappt mit diesem Kühlschrank ohne Strom, den man sogar im Park oder Freibad aufstellen kann.

Sie brauchen:

  • mittelgroßer Blumentopf aus unglasiertem Ton
  • zweiter etwas größerer Blumentopf oder ähnlicher Behälter (kann aus Kunststoff sein)
  • Getränkeflasche
  • Geschirrtuch
  • Sand
  • Wasser
  • ggf. Thermometer für Flüssigkeit

So funktioniert's:

Alles aufklappen

1 Alltagsbezug aufgreifen

Ein Kühlschrank im Haushalt ist so selbstverständlich wie fließendes Trinkwasser. Hier werden leicht verderbliche Lebensmittel und Getränke aufbewahrt und gekühlt. Gerade im Sommer müssen wir jedoch auch ab und zu ohne dieses Gerät auskommen, z.B. beim Camping oder Picknick.

2 Topf in Topf

Lassen Sie die Kinder etwas Sand in den größeren Topf füllen, bis der Topfboden ungefähr ein bis zwei Zentimeter mit Sand bedeckt ist. Stellen Sie nun den Tontopf mittig in den großen Topf. Den Spalt zwischen beiden Töpfen füllen die Kinder ebenfalls mit Sand – etwa bis zwei Zentimeter unter dem Rand des kleineren Topfes.

3 Und jetzt noch Kühlflüssigkeit

Jetzt füllen die Kinder vorsichtig Wasser in die Sandschicht. Sowohl der Sand als auch der Tontopf sollen sich richtig mit Wasser vollsaugen. Danach können die Kinder die Flasche mit dem ungekühlten Getränk in den Tontopf stellen und alles mit einem feuchten Tuch abdecken. Stellen Sie außerdem für später eine zweite Getränkeflasche für den Temperaturvergleich daneben. Achtung: Für den Kühleffekt müssen Sand, Topf und Tuch schön feucht gehalten werden.

4 Temperatur-Vergleich

Probieren Sie nach einer Weile aus, ob der Mini-Kühlschrank funktioniert. Ist das Getränk aus dem Tontopf kühler als aus der Flasche daneben? Haben die Kinder eine Idee, wie diese stromfreie Kühlung funktioniert? Klappt das auch ohne Sand oder ohne Tuch?

5 Wissenswertes für Erwachsene

Das Wasser aus dem Tontopf und dem feuchten Tuch verdunstet nach und nach. Dafür ist Energie in Form von Wärme nötig. Diese Wärme wird unter anderem der Trinkflasche entzogen, wodurch diese abkühlt.
Die Verdunstung passiert schneller, wenn sich Tontopf und Tuch an einem warmen Ort befinden, wo zudem ein Lüftchen weht. Das verdunstende Wasser wird von der Luft aufgenommen. Warme, trockene Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kühlere Luft. Wird die feuchtigkeitsbeladene, warme Luft im Winde „abtransportiert“ und strömt neue trockene Luft nach, trocknen Dinge schneller. Sind Tontopf und Tuch getrocknet, bleibt der Kühleffekt leider aus.

Ergänzendes Material für Ihre pädagogische Arbeit

Wie finden Sie dieses Experiment?

Kommentar schreiben

*Pflichtfelder

Kommentar schreiben

Kommentare 4 Einträge

Valentin | 04.03.2021 14:00 Uhr

Mini-Kühlschrank

Tolles Experiment! Kann ich weiterempfehlen!

Katharina Hecht | 09.07.2020 08:34 Uhr

Topf aus ungebranntem Ton

Hallo alle zusammen,
ich finde das Experiment sehr spannend- wir haben mit einer kleinen Gruppe auch schon mal „Omas Eismaschine“ ausprobiert. Ich scheitere allerdings an dem Gefäß aus ungebranntem Ton. Was ist das für ein Gefäß?
Wer kann mir helfen?
Vielen Dank im Voraus.
Einen schönen Sommer wünscht Euch
Katharina

Stiftung Haus der kleinen Forscher | 09.07.2020 12:36 Uhr

Zur Frage: Welches Tongefäß?

Liebe Katharina, vielen Dank für den Hinweis! Da haben wir uns bei den Materialien falsch ausgedrückt und das nun auch im Text geändert! Wir meinen nämlich „unglasiert“ statt „ungebrannt“, also ein Tongefäß, das nicht durch eine gebrannte Glasur auf der Oberfläche versiegelt wurde. Gebrannter Ton, wenn er nicht glasiert ist, hat eine poröse Struktur und kann dadurch Wasser aufsaugen und wieder verdunsten lassen. So entsteht der Kühleffekt. Man findet solche Gefäße z. B. im Gartencenter oder als Flaschenkühler.

Angelika Otten | 22.04.2014 11:29 Uhr

Kühlen ohne Kühlschrank

Hallo Ihr Lieben,
ich habe mich sehr gefreut, diese Seite gefunden zu haben.
Ich gehöre schon zu einem älteren Jahrgang ´, habe aber nicht mehr wirklich in Erinnerung gehabt, wie ich ohne Kühlschrank "überleben" kann.

Ein Kobold schaltet seit einiger Zeit des Nachts an der Hauptsicherung den Stromschalter aus, der für den Küchenbereich zuständig ist. Es erschreckt micht nicht wirklich, doch die Angelegenheit mit dem Kühlschrank wurde für mich ein Thema. Das Thema möchte ich lösen.
Ich möchte ohne Kühlschrank leben können, weil ich unabhängiger leben möchte.

Die Seite hat mir gute Denkanstöße geliefert, ich werde die Vorschläge ausprobieren. Die für mich beste Methode werde ich umsetzen.

1. Vieles was im Kühlschrank ist, braucht dort nicht zu sein, habe ich festgestellt.
2. Frische Vorräte kann und will ich überlegter einkaufen
3. Einwecken ist eine gute Methode zur Vorratshaltung
4. Milchsauer einlegen

Liebe und Dankbarkeit an Euch
Angelika

Seite teilen