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Sprechen ohne Worte

Mädchen macht Handbewegungen, um etwas zu erklären.
Wie drücken wir uns aus, ohne zu sprechen?
© Christoph Wehrer / Stiftung "Haus der kleinen Forscher"
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Kinder machen verschiedene Bewegungen mit Händen und Mund
Oft verraten uns Gesten mehr als Worte.
© Helen Schwarze / Stiftung "Haus der kleinen Forscher"
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In diesem Versuch kommunizieren die Kinder nur mit Hilfe von Mimik und Gestik: Wie drückt man z. B. ein "Danke", "Bitte", "Ja" oder "Nein" aus, ohne die Worte auszusprechen?

So funktioniert's:

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1 Wie begrüßen wir uns?

Stellen Sie sich mit den Kindern in einem großen Kreis auf. Dabei darf sich gerne jede und jeder neben seine beste Freundin oder seinen besten Freund stellen, denn die Mädchen und Jungen sollen sich reihum so begrüßen, als ob sie sich nach langer Zeit wiedersehen würden. Dabei sollen möglichst viele unterschiedliche Gesten verwendet werden, z. B. Winken, Nicken, Händeschütteln, geheime Fingerzeichen, Schulterklopfen, Umarmungen oder ein kleiner Wangenkuss – was fällt den Mädchen und Jungen noch ein? Können die Kinder dabei komplett ohne Worte auskommen?

Sprechen Sie anschließend mit den Kindern darüber, welche Körperteile an ihren Begrüßungen beteiligt waren. Vielleicht wundern sich die Mädchen und Jungen, wie viele es sind: wir reißen die Augen auf oder blinzeln uns zu, formen ein Lächeln mit dem Mund, richten den Kopf auf oder legen ihn schief, wir breiten die Arme aus, drücken und knuddeln uns, beugen uns zueinander und tun noch vieles andere mehr mit unserem Körper.

2 "Ja", "Nein" oder "Stopp"

Sammeln Sie jetzt gemeinsam mit den Mädchen und Jungen, was sie noch durch Gesten und ohne Worte ausdrücken können. Wie sehen z. B. "Ja", "Nein", "Vielleicht" oder "Danke" in Körpersprache aus? Wie ist es mit Anweisungen wie "Langsam", "Schnell", "Stopp", oder "Ruhe"?

Vielleicht haben einige Kinder schon die Erfahrung gemacht, dass manche Gesten in anderen Ländern eine andere Bedeutung haben. In Bulgarien und Griechenland wird beispielsweise eine Kopfbewegung für "Nein" verwendet, die unserem zustimmenden Nicken sehr ähnlich ist! Probieren Sie mit den Mädchen und Jungen aus wie es ist, eine bestimmte Geste zu machen und dabei genau das Gegenteil mit Worten auszusprechen, z. B. "Ja" sagen und dabei den Kopf schütteln oder mit fuchtelnden, wegscheuchenden Armbewegungen "Komm her" zu sagen? Funktioniert das? Wie fühlt sich das an?

3 Wissenswertes für Erwachsene

Gesten sind besonders nützlich, um über größere Entfernungen zu kommunizieren, z. B. um jemanden auf der anderen Straßenseite zu begrüßen oder ihn/sie zu sich zu winken. Oft ist ein Kopfnicken oder -schütteln aber auch einfach nur bequemer, als zu sprechen. Einige Menschen machen auch viele Arm- und Handbewegungen, während sie sprechen. Dieses Gestikulieren ist bei manchen Leuten stärker ausgeprägt als bei anderen und passiert meistens spontan. Es kann aber auch kulturell bedingt sein. So werden zum Beispiel in Italien viel mehr Worte durch Handbewegungen unterstützt. Dies lässt Erzählungen oft lebendiger wirken, da die Körpersprache das Gesagte untermalt und verdeutlicht. Viele Gesten sind intuitiv. So ahmt eine Hand beim "Heranwinken" das "zu sich Schaufeln" von Gegenständen nach und eine ausgestreckte Handfläche, die "Stopp" sagt, wirkt wie ein Schutzschild, das man vor sich hält. Deshalb ist es manchmal nicht so leicht, das Gegenteil von dem zu sagen, was man macht.

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