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Warum klebt Wasser?

Ein Mädchen zieht sich einen Strumpf an
Welche Socke können die Kinder leichter ausziehen, die nasse oder die trockene?
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Ein Marmeladeglas ist mit buntem Papier beklebt
Manche Dinge kleben am Glas - manche nicht!
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Manche Dinge kleben zusammen, sobald Wasser dabei ist. Warum ist das so? Die Kinder entdecken, welche Klebkraft Wasser hat.

Sie brauchen:

  • Wasser
  • Socken oder Kniestrümpfe
  • buntes Papier oder Krepppapier
  • kleine Blüten, Pflanzenblätter, Federn, Konfetti, Holzspäne
  • Trinkgläser
  • ggf. Föhn

So funktioniert's:

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1 Alltagsbezug aufgreifen

Schwitzt man, dann klebt die feuchte Kleidung regelrecht auf der Haut. Auch während des Duschens kann es passieren, dass der Duschvorhang am Körper haftet. Steigt man aus der Badewanne, ist es nicht so einfach, die Jeans über die noch feuchten Beine zu streifen. Und kommt man nass aus dem Schwimmbecken, lassen sich die Schwimmflügel plötzlich nur noch schwer von den Armen abziehen: Es gibt einige Dinge, die an der Haut kleben oder haften, sobald Wasser dabei ist. Doch das gilt nicht nur für die menschliche Haut: Wasser sorgt dafür, dass viele Materialien zusammen kleben.

2 Hilfe, die Socke klebt!

Lassen sie alle Kinder für den Versuch ein zusätzliches Paar Socken mitbringen. Die rechte Socke wird in einen Eimer mit Wasser getaucht und ausgewrungen, die linke Socke bleibt trocken. Regen Sie die Kinder nun zu einem kleinen "Wett-Ausziehen" an und bilden Sie zwei Mannschaften: Alle Mädchen und Jungen sind barfuß, die erste Mannschaft zieht sich zunächst die trockene Socke an, die zweite Mannschaft die nasse. Wer ist schneller? Danach wird getauscht und die erste Mannschaft muss sich die noch fehlende nasse Socke, die zweite Mannschaft die trockene überstreifen. Besprechen Sie mit den Kindern das Ergebnis. Was stellen die Mädchen und Jungen fest?

3 Was klebt denn da am Glas?

Nicht nur auf der Haut lässt Wasser Dinge kleben, auch auf Glas. Schlagen Sie vor, die Trinkgläser für das heutige Mittagessen mal ganz besonders zu gestalten: Die Kinder kleben dafür kleine Stückchen Papier, Pflanzenblätter, kleine Blüten oder Federn fest. Mit ihren Fingern feuchten sie den jeweiligen Gegenstand etwas mit Wasser an und kleben ihn an das Glas. Besprechen Sie mit den Mädchen und Jungen, welche Dinge mit Hilfe des Wassers am Glas haften. Haben die Kinder auch Gegenstände gefunden, mit denen das nicht funktioniert? Und kleben auch trockene Dinge am Glas?
Beobachten Sie gemeinsam über die Zeit, wie lange die Gegenstände am Glas haften. Wann fallen sie ab? Haben Mädchen und Jungen Ideen, warum das so ist? Nutzen Sie ggf. einen Föhn: Kleben die Dinge immer noch, wenn sie trocken geföhnt sind?

4 Wissenswertes für Erwachsene

Grund für das Haften der Dinge sind die wirkenden Adhäsions- und Kohäsionskräfte zwischem dem Wasser und den verschiedenen Gegenständen bzw. Materialien. Adhäsion bezeichnet das Haften verschiedener Stoffe aneinander, beispielsweise des Wassertropfens auf dem Papier. Kohäsionskräfte sorgen wiederum dafür, dass die Wassermoleküle untereinander stark zusammenhalten und der dünne Wasserfilm zwischen Glas und Papier nicht so schnell reißt. Deswegen ist Wasser ein guter Klebstoff. Diesen Effekt machen sich übrigens auch Fliegen zunutze. Überall können sie herumlaufen, auch über Kopf und an der Decke entlang. Zwischen den winzigen Hafthaaren an ihren Beinen geben sie kleine Tropfen einer Flüssigkeit ab. Diese befindet sich dann zwischen der Wand und Fliegenbeinhaaren und sorgt für einen sicheren Halt. Kontaktlinsen beruhen ebenfalls auf dem Prinzip: Auf dem Auge haftet die Linse durch einen dünnen Tränenfilm zwischen ihr und der Hornhaut.

Ergänzendes Material für Ihre pädagogische Arbeit

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