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Zählen mit allen Sinnen

Mädchen steckt Hand in einen langen Strumpf
Wie viele Gegenstände stecken im Fühlbeutel?
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Grundschulkinder vor einem bunten Stapel mit Bausteinen
Bausteine eignen sich gut zum Abzählen
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Verschiedenfarbige Kugeln werden an einem Faden aufgefädelt
Zählen mit Hilfe einer Perlenkette
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Kita-Junge zählt seine Finger
Was lässt sich besser zählen: Finger, Zähne oder Haare?
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Sechs Kita-Kinder rühren Zucker in Teebechern um
Tee mit unterschiedlich viel Zucker: Wird es irgendwann zu süß?
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Zwei Mädchengesichter mit geschlossenen Augen
Zählen geht auch mit den Ohren oder der Nase!
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Kinder klatschen in die Hände und zählen dabei die einzelnen Klatscher.
Zählen mit Händeklatschen in der Gruppe: Immer ein Klatschen mehr!
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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Wir zählen Dinge mit den Augen. Können wir auch mit Ohren, Nase, Mund und Händen zählen? Dieses Experiment zählt auf alle Sinne!

Sie brauchen:

  • Bausteine
  • Perlen, Schnur, Schüssel
  • Becher/Tasse und Münzen
  • Tee und Würfelzucker
  • Duftöl, Duftöllampe
  • Orangen oder Äpfel und Stoffbeutel
  • Fühlbeutel/Socke und Murmeln
  • Zahlenkarten (0 bis 10)

So funktioniert's:

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1 Alltagsbezug aufgreifen

Wir zählen, um die jeweilige Anzahl jeglicher Art zu bestimmen. Dabei nutzen wir die Zahlwortreihe und ordnen jedem Gegenstand, den wir zählen wollen, genau ein Zahlwort zu. Die Zahlwortreihe hat eine bestimmte Reihenfolge, die wir beim Zählen einhalten. Kindern begegnet sowohl die Zahlwortreihe als auch der Vorgang des Zählens ständig im Alltag. Um beispielsweise herauszufinden, ob alle Mädchen und Jungen da sind, werden sie beim Wandertag oder im Morgenkreis gezählt.

2 Alle da? Kinder zählen Kinder

Jedes Kind bekommt im Morgenkreis eine große Holzperle aus einer Schale. In der Schale liegen so viele Holzperlen, wie es Mädchen und Jungen in der Gruppe gibt. Um alle Kinder zu zählen und festzustellen, wie viele fehlen, geht ein Kind mit einer Schnur im Kreis herum und fädelt nach und nach die Perlen auf. Dabei zählt es die Mädchen und Jungen bzw. Perlen laut mit. Sie unterstützen das Kind, indem Sie das Zählen durch einen Reim oder ein Lied begleiten oder mehrere Mädchen und Jungen mitzählen. Nachdem alle nun gemeinsam herausgefunden haben, wie viele Kinder anwesend sind, überlegen die Mädchen und Jungen, wie viele fehlen. Dazu schauen sie in die Schale. Wie viele Perlen liegen noch darin und sind nicht aufgefädelt worden? Die Anzahl dieser Perlen entspricht der der fehlenden Kinder.

 

3 Mit den Augen zählen

Beginnen Sie das "Zählen mit allen Sinnen" mit dem Sehen: Die Kinder betrachten zuerst den eigenen Körper. Wie viele Arme, Hände, Füße habe ich? Was lässt sich leicht, was schwer zählen? Wie ist es z. B. mit Leberflecken, Zähnen oder Haaren? Richten Sie nun die Aufmerksamkeit der Kinder auf andere Gegenstände im Raum, die man zählen kann. Wir haben fünf Puppen, vier Bären und einen Kuscheltierelefant.
Die Mädchen und Jungen bauen nun Türme mit Bausteinen. Zählen Sie gemeinsam die Bausteine, die sie für den Turmbau gebraucht haben. Regen Sie die Mädchen und Jungen dazu an, Treppen zu bauen, und zählen Sie dann miteinander die Anzahl der Bausteine der Stufen. Die Kinder zählen nun beim Aufräumen der Bauklötze, der Puppen, der Autos in Kisten etc. Beim Einräumen in die Kiste mit gleichzeitigem Zählen machen sie die Erfahrung, dass es in der Kiste nach und nach mehr Bausteine, Puppen, Autos etc. werden. Im Zählen erfahrene Kinder können die jeweilige Anzahl festhalten, indem sie sie als Strichliste oder Zahlen notieren. Die Ergebnisse werden auf einer Inventarliste gesammelt.

 

4 Zählen mit Ohren, Nase, Mund

Zählen Sie auch gemeinsam Klänge und Geräusche. Beginnen Sie, indem Sie Münzen langsam nach und nach in einen Becher oder eine Tasse fallen lassen. Wie viele Münzen sind in dem Gefäß? Lassen Sie nun noch eine Münze hineinfallen. Wie viele Münzen sind es jetzt? Auch ein Kind kann übernehmen und eine weitere Münze langsam in das Gefäß fallen lassen.
Als Nächstes stellen sich alle im Kreis auf. Ein Kind beginnt und klatscht einmal. Das nächste Kind in der Reihe klatscht zweimal, das nächste dreimal etc. Die Mädchen und Jungen erleben, dass es immer ein Klatschen mehr wird. Das Klatschen wird bei jedem Kind länger.
Beim Schmecken und Riechen machen die Kinder die Erfahrung, dass Geschmack oder Geruch stärker werden. Beim Süßen von Getränken wird der Tee beispielsweise bei jedem Löffel Zucker süßer. Je mehr Tropfen Duftöl in die Schale fallen, desto stärker wird der Geruch. Diese Versuche haben natürliche, chemische und physikalische Grenzen. Die Kinder haben außerdem Vorlieben, wann der Tee genau richtig schmeckt. Irgendwann ist er zu süß. Testen Sie gemeinsam, wie viele Löffel Zucker optimal sind oder wann die Grenze für das Duften erreicht ist.

5 Zählen durch Tasten und Bewegung

Zählen lässt sich auch durch Tasten und Bewegung fühlen. Beginnen Sie mit einer kurzen Aktivität zum Tastsinn. Die Mädchen und Jungen sitzen dazu in Paaren hintereinander und ein Kind streicht seinem Vorderkind mehrmals über den Rücken. Das Kind, das gestreichelt wird, zählt dabei mit.
Weitere Entdeckungen machen die Kinder mit Fühlbeuteln. Dazu bereiten Sie mehrere kleine Beutel mit jeweils einer unterschiedlichen Anzahl von Murmeln vor. Die Kinder ertasten, wie viele Murmeln in den Beuteln sind, und ordnen die Beutel den Zahlen von Eins bis Zehn zu. Anschließend wird in einen großen Jutebeutel nacheinander immer ein Apfel mehr gelegt. Die Mädchen und Jungen erleben, dass der Beutel gleichmäßig immer schwerer wird, je mehr Früchte hineingelegt werden. Hüpfen Sie nun gemeinsam mit den Kindern. Erst einmal, dann zweimal, dann dreimal – bis zur Zehn. Dabei machen die Mädchen und Jungen die Erfahrung: Einmal hüpfen, zweimal hüpfen, das schaffe ich locker. Nach zehnmal hüpfen, bin ich schlapp!

 

6 Wissenswertes für Erwachsene

Kennen Sie die Zählprinzipien? Zum richtigen Zählen gehören viele verschiedene Einsichten. Theoretisch lässt sich z. B. alles zählen (Abstraktionsprinzip). Es spielt dabei auch keine Rolle, in welcher Reihenfolge ich die Dinge abzähle, die ich zählen will (Prinzip der beliebigen Reihenfolge). Die Zahlwortreihe hat dagegen eine feste Reihenfolge, die ich beim Zählen einhalten muss (Prinzip der stabilen Ordnung), und jedem zu zählenden Objekt wird jeweils genau ein Zahlwort zugeordnet (Eins-zu-Eins-Zuordnung). Das zuletzt genannte Zahlwort gibt dann die Anzahl der Objekte der Menge an (Kardinalprinzip).

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