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Junge schaut hinter einem Weihnachtsbaum hervor. (Foto: Marius Gheorghe Barzu/Thinkstock)

Adventszeit

Foto: Stiftung Haus der kleinen Forscher

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Die Materialien. (Foto: Stiftung Haus der kleinen Forscher)

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Zuschneiden der "Flammen". (Foto: Stiftung Haus der kleinen Forscher)

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Die "Flammen" werden für das Zusammenstecken einmal von oben und einmal von unten zur Hälfte eingeschnitten. (Foto: Stiftung Haus der kleinen Forscher)

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Die 24 Kerzenflammen werden zusammengesteckt. (Foto: Stiftung Haus der kleinen Forscher)

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Die fertigen "Kerzen" (Stiftung Haus der kleinen Forscher)

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Sie brauchen

  • 24 Pappröhren (z. B. von der Toilettenpapierrolle)
  • Buntes Krepppapier
  • Gelbes und rotes Tonpapier für die Kerzenflammen
  • Kleber
  • 24 kleine Geschenke oder Süßigkeiten
  • Zeitungspapier

FÜR DIE WEITERFÜHRUNG:

  • Kreide
  • Kerze

Ein Adventskalender begleitet uns durch die Vorweihnachtszeit und erleichtert den Kindern das Warten.

Alltagsbezug

Die Adventszeit ist eine ganz besondere Zeit, voller Heimlichkeiten, überall duftet es nach süßen Plätzchen oder frisch gebrannten Mandeln. Wir machen uns die vergehende Zeit im Advent immer besonders bewusst: Zünden jeden Adventssonntag eine Kerze mehr an und öffnen täglich ein Türchen des Adventskalenders.

Der Versuch beginnt

„Wie lange noch?“, „Das hat ja ewig gedauert!“, „Warum muss ich denn jetzt schon nach Hause?“ Solche Aussprüche zeigen, dass die Wahrnehmung einer Zeitspanne häufig von der tatsächlich verstrichenen Zeit abweicht. Philosophieren Sie gemeinsam mit den Kindern: Warum hat man angefangen, Zeit überhaupt zu messen? Wozu ist das gut? Was haben die Menschen vor der Erfindung des Kalenders gemacht? Überlegen Sie zusammen, wie Zeitmessung auch ohne Kalender möglich wäre: z. B. möchte sich Mathias mit Jule verabreden. Beide haben aber keinen Kalender. Wie können sie sich trotzdem an einem bestimmten Tag treffen? Oder wie könnte man ohne Kalender herausfinden, welcher Monat gerade ist? Was macht beispielsweise den Dezember so besonders?
Verdeutlichen Sie den Mädchen und Jungen, dass Zeit messen immer bedeutet, Vergleichswerte zu finden. Man kann äußere, stetig wiederkehrende Vorgänge wie zum Beispiel den Sonnenaufgang, die läutenden Kirchenglocken oder den täglichen Morgenkreis in der Kita als Orientierungspunkte dafür nutzen, dass wieder ein neuer Tag angebrochen ist.

So geht es weiter

Messen Sie gemeinsam mit den Kinder die Zeit im Advent mit 24 Überraschungskerzen! Dafür bekleben die Mädchen und Jungen 24 Pappröhren mit Buntpapier und nummerieren sie von 1 bis 24. 48 „Kerzenflammen“  werden ausgeschnitten, je zwei Flammen bis zur Mitte eingeschnitten und ineinander gesteckt (s. Foto). Nun werden die Röhren mit Überraschungen gefüllt und oben und unten mit einem Knöllchen Zeitungspapier verstopft. Jedem Röhrchen setzen die Kinder schließlich eine Kerzenflamme auf und stellen sie alle auf ein Tablett.
Vom 1. bis zum 24. Dezember darf täglich von einem der Kinder eine Kerze ausgepackt werden. Betrachten Sie gemeinsam, wie die Kerzen von Tag zu Tag immer weniger werden. Zählen Sie immer wieder neu: wie viele Tage sind es noch bis Weihnachten?

Der Hintergrund

Das Wort Advent leitet sich von dem lateinischen „adventus“ ab, was „Ankunft“ bedeutet und auf die christliche Bedeutung von Weihnachten, als die Ankunft des Herrn, zurückgeht. Adventskalender gibt es schon sehr lange. Die ersten Ursprünge lassen sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. So hängten z. B.  religiöse Familien nach und nach 24 Bilder an die Wand, die auf die Weihnachtsgeschichte vorbereiteten. Einfacher war eine Variante mit 24 an die Tür gemalten Kreidestrichen, bei der die Kinder täglich einen Strich wegwischen durften. Bei anderen Familien wurde jeden Tag ein Strohhalm in eine Krippe gelegt, bis sie am Heiligen Abend dann für das Jesuskind gefüllt war. Bekannt ist auch die Adventskerze, die jeden Tag bis zur nächsten Markierung abgebrannt wurde.

Ideen zur Fortsetzung

Versetzen Sie sich mit den Kindern noch einmal zurück ins 19. Jahrhundert und zählen Sie die Tage bis Weihnachten auf die gleiche Weise wie damals. Lassen Sie die Mädchen und Jungen 24 Kreidestriche auf die Wand oder an eine Tür malen. Jeden Tag darf einer der Striche weggewischt werden. Oder schnitzen Sie gemeinsam 24 Kerben in eine Kerze und lassen Sie sie jeden Tag bis zur nächsten Kerbe herunterbrennen. Welche Ideen haben die Kinder außerdem, wie man die Tage bis Weihnachten zählen könnte?

Besprechen Sie mit den Mädchen und Jungen, dass es auch in anderen Religionen Bräuche gibt, bei denen die vergehende Zeit besonders deutlich gemacht wird. So zünden zum Beispiel die Menschen jüdischen Glaubens während des Channuka-Festes jeden Abend eine weitere Kerze an.

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