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Kinder stellen mit Spielzeugautos Verkehrssituationen nach

Alles bleibt, wie es ist

Auch wenn wir mit dem Rühren aufhören, bewegt sich die Flüssigkeit noch eine Weile

Alles bleibt, wie es ist

Ein Gurt schützt uns im Auto

Alles bleibt, wie es ist

Wenn man eine Tischdecke schnell wegzieht, bleibt das besteck dort wo es war

Alles bleibt, wie es ist

Ein Person zu verschieben ist ganz schön schwer

Alles bleibt, wie es ist

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Sie brauchen

• Kissen
• Schweres Buch
• Spielzeugautos, Rollbretter
• Unterschiedlich schwere Gegenstände, z. B. Nüsse, SpielŠ guren, Plüschtiere
• Tücher, Papier, Plastikfolie
• Papp- oder Plastikbecher
• Murmeln
• Trinkgläser und Eimer
• Wasser
• KaŽ eepulver oder ein farbiges, pulveriges Gewürz

Die Kinder erfahren die Trägheit ihres eigenen Körpers und dass das Gewicht erheblichen Einfluss auf die Trägheit hat. In einem Modell analysieren sie, was mit einem nicht gesicherten Gegenstand in einem Fahrzeug passiert, wenn dieses gegen ein Hindernis prallt. Sie erleben, dass bewegte Dinge sich weiterbewegen und Ruhendes liegen bleibt, solange nichts darauf einwirkt.

Alltagsbezug

Wenn der Bus rasant startet, wird man in den Sitz gedrückt, bremst der Bus an der nächsten Station, bewegt sich der eigene Körper zunächst weiter in Fahrtrichtung. Deshalb ist es auch wichtig, dass wir uns im Auto anschnallen. Denn wenn ein Fahrzeug plötzlich bremst oder gegen ein Hindernis prallt, bewegt sich alles, was nicht gesichert ist, einfach weiter geradeaus – bis es von etwas anderem, z. B. der Windschutzscheibe, abrupt gestoppt wird.

Alles bleibt, wo es ist

Die Mädchen und Jungen erfahren die Trägheit ihrer eigenen Körper, indem sie versuchen, sich gegenseitig anzuschieben. Dazu setzt sich ein Kind auf ein Kissen auf dem Boden und ein anderes schiebt es von hinten an. Wichtig hierbei ist, dass das Kind, das angeschoben wird, nicht mithelfen darf! Nach einer Weile tauschen die Mädchen und Jungen ihre Rollen. Besprechen Sie dann gemeinsam: Haben alle es gescha“ft, das jeweilige Kind auf dem Kissen ein Stück nach vorne zu schieben? Bei wem hat es nicht so gut geklappt? Machen Sie die Mädchen und Jungen darauf aufmerksam, dass sie unterschiedlich groß und schwer sind, und besprechen Sie, wer wen geschoben hat. Sicherlich ist es für ein kleines Kind viel schwieriger, ein größeres anzuschieben, als andersherum. Setzen Sie sich selbst auf ein Kissen, und lassen Sie die Kinder versuchen, Sie anzuschieben. Wie viele Mädchen und Jungen müssen anpacken?

Seht her:

Leichte Dinge sind einfach in Bewegung zu setzen, für schwere Dinge braucht man mehr Kraft.

Von Null auf Hundert

Haben die Kinder schon mal gesehen, wie eine Zauberkünstlerin oder ein Zauberkünstler eine Tischdecke von einem gedeckten Tisch zieht und alle Teller, Tassen, Messer und Gabeln bleiben brav auf dem Tisch liegen? Besprechen Sie gemeinsam, wie das geht. Muss man die Tischdecke schnell oder langsam wegziehen? Lassen Sie die Kinder das mit einem Blatt Papier und einem Pappbecher ausprobieren. Das Papier wird so auf den Tisch gelegt, dass es ein Stück über die Tischkante ragt. Die Mädchen und Jungen stellen den Pappbecher auf das Papier und beschweren ihn z. B. mit ein paar Murmeln. Jetzt zieht ein Kind das Blatt Papier vom Tisch. Was passiert mit dem Becher? Bewegt er sich mit? Tipp: Wenn das Papier leicht nach unten gezogen wird, geht es besonders gut. Die Mädchen und Jungen erkunden dann, was sich ändert, wenn sie langsamer oder schneller am Papier ziehen und wenn sie schwerere oder leichtere Gegenstände auf das Papier stellen. Dazu können sie z. B. die Anzahl der Murmeln in dem Becher verändern.

Seht her:

Je schneller das Blatt gezogen wird und je schwerer der Becher ist, desto weniger bewegt sich der Becher beim Wegziehen des Papiers.

Bitte anschnallen

Sprechen Sie mit den Mädchen und Jungen darüber, warum man sich im Auto anschnallen muss. Was, glauben die Kinder, passiert bei einer Vollbremsung, wenn man nicht angeschnallt ist? Was ist daran so gefährlich? Die Mädchen und Jungen untersuchen mit kleinen Spielzeugautos oder Rollbrettern, was bei einer Vollbremsung geschieht. Dabei können SpielŠ guren oder Nüsse als Passagiere und Ladung dienen. Die Fahrzeuge werden beladen und mit hoher Geschwindigkeit gegen ein Hindernis gefahren, z. B. gegen ein dickes Buch. Was geschieht mit den Fahrgästen und der Ladung, wenn das Fahrzeug plötzlich stoppt? Die Kinder können auch erkunden, welchen Einfluss die Geschwindigkeit des Fahrzeugs und das Gewicht der Ladung auf das Versuchsergebnis haben.

Seht her:

Alles, was in Bewegung ist, bleibt in Bewegung — und zwar so lange, bis es aktiv gestoppt wird. Je leichter und langsamer etwas ist, desto weniger Kraft wird zum Stoppen benötigt, je schwerer und schneller etwas ist, desto mehr Kraft brauchen wir.

Grundschulkinder entdecken noch mehr auf der Entdeckungskarte für Kinder „Vollbremsung“.

Wasserkarussell

Um eine heiße Schokolade zu trinken, muss man den Kakao in die Milch einrühren. Dabei entsteht ein sich drehender Milchstrudel in der Mitte des Bechers. Für diesen Versuch füllen die Mädchen und Jungen Trinkgläser mit Wasser. Sie geben ein wenig KaŽffeepulver oder ein farbiges, pulveriges Gewürz auf die Wasseroberfläche, damit die Bewegung des Wassers besser sichtbar wird. Nun versetzen die Kinder das Wasser mit einem LöŽffel in eine schnelle Drehbewegung und beobachten, wie lange es sich weiterdreht, wenn sie mit dem Rühren aufhören. Stellen Sie auch Gefäße in anderen Größen bereit und lassen Sie die Mädchen und Jungen verschiedene Wassermengen umrühren. Haben die Kinder vielleicht auch Ideen, wie sie die
Wasserdrehung selbst zum Stoppen bringen?

Seht her:

Je mehr Wasser verwendet und je schneller es gerührt wird, desto länger dauert es, bis das Wasser wieder zur Ruhe kommt.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Die Trägheit ist eine Kra†ft, die auf alle Gegenstände und Körper wirkt. Sie sorgt dafür, dass etwas, das sich nicht bewegt, stehen bleibt und etwas, das sich bewegt, sich weiter bewegt. So lange, bis eine andere Kraft† dies ändert. Je schwerer die Autos, Menschen oder Dinge sind, desto „träger“ sind sie. Das bedeutet, dass sich schwere Gegenstände nur schwer in Bewegung setzen lassen, leichte dagegen mit wenig Kraft. Wenn wir
ein Auto anschieben müssen, weil z. B. der Motor ausgefallen ist, sind sehr viel Kra†ft und mehrere Helferinnen und Helfer nötig, um es in Bewegung zu versetzen. Ein Spielzeugauto dagegen lässt sich durch einen kleinen Stups mit dem Finger in Fahrt bringen. Rollt das Auto, das man anschieben muss, aber erstmal, dann ist es gar nicht so einfach, es wieder zum Stehen zu bringen. Und dabei verstärkt die Geschwindigkeit die Trägheit sogar noch mehr: Je schneller das Auto rollt, desto schwerer wird es, es anzuhalten.

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