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Alles zu seiner Zeit - Verschiedene Tagesabläufe und die Zeit

Alles hat seine Zeit!

Mädchen mit Armband- und Eieruhr

Alles hat seine Zeit!

Junge hält Sanduhr in der Hand (Foto: © Fotolia)

Alles hat seine Zeit!

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Sie brauchen

  • Stoppuhr
  • Papier, Pappe und bunte Stifte

Wie viel Zeit unseres Tages macht z.B. das Schlafen aus, wie viel das Zähneputzen, wie viel Zeit verbringen wir mit Essen und wie viel mit Fernsehen?

Alltagsbezug

Im Verlauf eines Tages gehen wir vielen unterschiedlichen Tätigkeiten nach. Doch was dauert eigentlich wie lange?

Der Versuch beginnt

Überlegen Sie mit den Kindern, was im Verlauf eines Tages alles passiert. Womit verbringen die Kinder ihre Zeit? Schreiben Sie eine Liste mit den Ideen der Mädchen und Jungen, und suchen Sie später die Tätigkeiten heraus, die gemeinsam betrachtet werden könnten. Darunter sollten sowohl Aktivitäten sein, die relativ viel Zeit  beanspruchen, wie das Spazieren gehen, Spielen oder Essen, aber auch kürzere Dinge, wie z. B. Nase putzen, Lieder singen, auf Toilette gehen usw. Im Verlauf einer Woche steht dann jeden Tag eine andere Aktivität im Mittelpunkt. Legen Sie mit den Kindern zu Beginn des Tages zunächst fest, welche Tätigkeit sie heute gemeinsam näher betrachten möchten. Mit einer Stoppuhr wird diese bestimmte Aktivität den ganzen Tag über gemessen. Die Mädchen und Jungen müssen dafür sehr aufmerksame Beobachter sein und immer melden, wenn die gesuchte Tätigkeit verübt wird. Dann wird mit der Stoppuhr die Dauer gemessen und auf ein Blatt Papier aufgeschrieben. Am Ende des Tages wird zusammengerechnet: Wie viel Zeit haben die Kinder mit der beobachteten Aktivität insgesamt verbracht? Die Mädchen und Jungen können zudem noch Aufträge für zu Hause bekommen: Wie viele Stunden haben sie dort z. B. geschlafen? Das könnte später mit dem Mittagsschlaf in der Einrichtung zusammengefasst werden.

So geht es weiter

Ziehen Sie am Ende der Woche gemeinsam mit den Kindern Resümee. Dafür werden alle beobachteten Aktivitäten und Tätigkeiten der Woche einander gegenüber gestellt und grafisch veranschaulicht. Eine Möglichkeit ist die Darstellung als Kreis oder Uhr. Da ein Tag 24 Stunden hat, wird der Kreis zunächst in 24 gleich große Teile (wie Tortenstücke) aufgeteilt. Jeder Teil entspricht nun einer Stunde des Tages.  Wie viele Stunden haben die Mädchen und Jungen z. B. mit dem Schlafen verbracht? Entsprechend werden z. B. 8 oder 10 Teile am Kreis abgetragen und mit der gleichen Farbe ausgemalt. Daneben kann noch ein Bett gemalt oder „Schlafen“ dazu geschrieben werden. Wie viele Teile des Kreises müssen für das Essen ausgemalt werden? Wie viele für das Schuhe anziehen und Schnürsenkel binden?

Der Hintergrund

Die Zeiteinheiten Sekunde, Minute, Stunde oder Woche scheinen uns so selbstverständlich, dass wir uns ein Leben ohne sie schwer vorstellen können. Dabei sind sie willkürlich: Nur Tag, Monat und Jahr werden durch die Bewegung der Erde und des Monds bestimmt.
Zurückzuführen ist unsere Zeiteinteilung wahrscheinlich auf die Babylonier, für die die Zahlen 12 und 60 wichtige Größen in der Astronomie und Mathematik waren. Beide lassen sich durch viele Zahlen glatt teilen und waren somit im täglichen Handel eine praktische Größe. Die Zahl 60 findet sich in unserer Definition von einer Stunde als 60 Minuten und einer Minute als 60 Sekunden wieder, die 12 prägt das Ziffernblatt unserer Uhren bis heute und zwei Mal 12 Stunden dauert ein Tag.

Ideen zur Fortsetzung

Philosophieren Sie mit den Kindern, wie häufig es vorkommt, dass man nicht nur einer, sondern zwei oder sogar drei Aktivitäten gleichzeitig nachgeht: Malen und reden, einer vorgelesenen Geschichte zuhören und gleichzeitig nachdenken oder träumen. Finden die Mädchen und Jungen, dass man zwei oder drei Tätigkeiten gleichzeitig genauso gut machen kann, wie eine allein? Hören Sie sich zusammen das Lied „Ganz einfach“ von Gerhard Schöne an (auf der CD „Menschenskind“ oder hier). Was, meinen die Kinder, bedeutet der Text?

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