Direkt zur Hauptnavigation, zur Unternavigation dem Inhalt oder zum Seitenfuß

Zwei Kinder sortieren Nüsse

Arbeitsteilung: Alle machen mit

Ein Mädchen deckt einen Tisch

Arbeitsteilung: Alle machen mit

Suche nach Forscherideen

Noch mehr Praxisideen?

Jetzt Fortbildungen besuchen!

Sie brauchen

  • Tisch, Geschirr, Besteck
  • Brottütchen
  • Verschiedene Zutaten wie Rosinen, Mandeln, Nüsse, Apfelringe, Bananenchips oder Obst

Gemeinsam sind wir stark! Wie kann man einen Arbeitsprozess in verschiedene Schritte unterteilen? Wer übernimmt welche Aufgaben? Entdecken Sie mit den Kindern, warum es oftmals leichter ist, etwas in der Gruppe zu erledigen, als allein.

Alltagsbezug

Je mehr Menschen anpacken und mithelfen, desto leichter und schneller lassen sich Aufgaben erledigen. Oft macht es aber auch einfach mehr Spaß, wenn die Arbeit gemeinsam durchgeführt wird. Arbeitsteilung ist etwas, das die Mädchen und Jungen vom Tischdecken, Aufräumen oder Einkaufen kennen. Nicht selten gibt es Diskussionen darüber, wer welche Teilaufgabe übernimmt.

Darum geht's

Die Kinder produzieren mehrere identische Studentenfuttertüten. Dazu müssen sie zunächst zum Beispiel eine gekaufte Mischung genau begutachten und den Herstellungsprozess planen. Sie erleben dabei, dass man Arbeitsabläufe in Schritte unterteilen und diese in eine Abfolge bringen kann. Anschließend übertragen sie dieses Prinzip auf die Aufgabe des Tischdeckens.

Einstimmung: Studentenfutter

Bringen Sie den Mädchen und Jungen eine Tüte Studentenfutter mit und schauen Sie sich diese gemeinsam ganz genau an: Was ist da drin? Kennen die Kinder die Namen der jeweiligen Nüsse und Trockenfrüchte? Nun wird der Inhalt der Studentenfuttertüte sortiert: ein Häufchen für Erdnüsse, eines für Rosinen etc. Sehen Sie sich dann zusammen an, wie viel von welcher Zutat in der Studentenfuttertüte enthalten war. Von welcher Sorte gibt es am meisten? Von welcher am wenigsten? Probieren Sie anschließend gemeinsam alle Nuss- und Trockenfruchtsorten durch. Was schmeckt den Mädchen und Jungen besonders gut, was nicht so? Schlagen Sie den Kindern nun vor, eigene Studentenfuttertüten herzustellen. Einzige Bedingung ist, dass alle Tüten identisch gefüllt werden sollen. Wie wollen die Mädchen und Jungen dies durchführen? Können sie einen Herstellungsplan aufstellen, den sie dann ausprobieren?

Achtung:
Wenn Sie Kinder mit Nussallergien in der Gruppe haben, können Sie anstatt Studentenfutter auch Obstspieße oder Obstsalat betrachten, auseinandernehmen und schließlich selbst Obstspieße oder -salate mit identischen Zutaten herstellen.

Produktion wie am Fließband

Eine Variante zur Herstellung von Studentenfuttertüten ist die Fließbandarbeit: Jedes Kind ist für eine Nuss- oder Trockenfruchtsorte zuständig. Die einzelnen Tütchen werden dann von Kind zu Kind weitergegeben und mit der jeweiligen Zutat befüllt. Vorher muss natürlich festgelegt werden, wie viel von jeder Zutat abgepackt wird. Testen Sie zum Vergleich andere Herstellungsmethoden: Jede bzw. jeder packt ein Tütchen allein, benutzt aber sämtliche Zutaten in der vorher festgelegten Menge. Oder: Alle Zutaten werden in einer großen Schüssel zusammengeworfen und jedes Kind packt 100 Gramm ab. Vergleichen Sie die verschiedenen Varianten, besprechen Sie ihre Vor- und Nachteile und lassen Sie die Mädchen und Jungen begründen, welche Vorgehensweise sie bevorzugen.

Lernerfahrung:
Wenn man viele identische Produkte herstellen möchte, muss man sich zunächst im Klaren sein, wie sie aussehen sollen. Anschließend gibt es verschiedene Möglichkeiten, sie zu produzieren. Einige Vorgehensweisen machen mehr Spaß, andere sind einfacher oder führen zu weniger Fehlern.

Tischdecken

Schlagen Sie eine neue Variante fürs Tischdecken vor: Die Kinder bilden eine Kette von der Küche bis zum Esstisch und geben sich alles, das sie auf den Tisch decken wollen, von Hand zu Hand weiter. Was meinen die Mädchen und Jungen, gibt es Stellen, an denen die Weitergabe stockt? Was klappt gut? Testen Sie in den folgenden Tagen weitere Tischdeckvarianten aus. Welche Ideen haben die Kinder? Zum Beispiel holen alle ihr eigenes Geschirr aus der Küche und bringen es zum Tisch. Oder es werden ein „Geschirr-Kind“, ein „Besteck-Kind“, ein „Trinkgläser- Kind“ etc. ernannt, die für diese Dinge zuständig sind. Besprechen Sie am Ende der Woche die Varianten mit den Mädchen und Jungen. Welche hat ihnen am besten gefallen? Welche war am lustigsten, einfachsten oder anstrengendsten?

Lernerfahrung:
Man kann auf unterschiedliche Weise den Tisch decken. Meistens gilt: Wenn man es mit vielen anderen macht, geht es besser als allein.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Wird eine Aufgabe gemeinsam erledigt, indem diese in Unteraufgaben unterteilt und verschiedenen Personen zugeordnet wird, spricht man von Arbeitsteilung. Oft entstehen daraus individuelle Spezialisierungen, wie zum Beispiel der Bäcker, der weiß, wie man gute Brötchen backt, und der Maurer, der das Haus des Bäckers gebaut hat. Ähnlich ist es, wenn viele identische Produkte hergestellt werden sollen. In großen Fließbandfertigungen werden einzelne Arbeitsschritte von spezialisierten Personen oder gar Maschinen durchgeführt. Je nachdem, was und in welcher Stückzahl produziert wird, ist abzuwägen, ob eine Fließbandfertigung oder individuelle Herstellungsmethoden geeignet sind. Dabei sind neben den Kosten und der Effizienz auch die Auswirkungen auf die Arbeiterinnen und Arbeiter sowie auf die Gesellschaft zu berücksichtigen.

Kommentar schreiben

*Pflichtfelder

Kommentar schreiben
Haus der kleinen Forscher auf Facebook Haus der kleinen Forscher auf Twitter Haus der kleinen Forscher auf Youtube