Direkt zur Hauptnavigation, zur Unternavigation dem Inhalt oder zum Seitenfuß

Die Materialien

Der Wasser-Geschmackstest

Verschieden Wasserflaschen für den Geschmackstest vorbereiten...

Der Wasser-Geschmackstest

...Wasser mit Sprudel versetzt oder reines Leitungswasser

Der Wasser-Geschmackstest

Mir verbundenen Augen probieren und beschreiben, wie es schmeckt

Der Wasser-Geschmackstest

Suche nach Forscherideen

Noch mehr Praxisideen?

Jetzt Fortbildungen besuchen!

Sie brauchen

  • Mineralwasser mit und ohne Kohlensäure
  • Trinkwasser aus dem Hahn
  • mit Kohlensäure versetztes Trinkwasser (aus dem Wassersprudler)
  • Schals oder Tücher
  • Vier leere Flaschen
  • Edding-Stift
  • Trinkbecher und Strohhalme

Wasser Marsch! Das kühle Nass löscht nicht nur den Durst, sondern ist auch sehr gesund. Aber schmeckt Wasser immer gleich? In einer gemeinsamen Probierrunde können die Kinder Geschmacksproben von Trink- und Mineralwasser jeweils mit und ohne Kohlensäure nehmen. Dabei wissen die Kinder nicht, welches Wasser sich in welcher der Flaschen befindet.

Alltagsbezug

Nichts löscht den Durst so gut wie Wasser. Wenn wir es direkt aus dem Hahn trinken, tun wir auch der Umwelt etwas Gutes. Außerdem ist Trinkwasser das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland.

Der Versuch beginnt:

Füllen Sie vorab die vier leeren, gut gereinigten Flaschen mit dem unterschiedlichen Wasser auf. Markieren Sie für sich darauf, was sich in welcher Flasche befindet. Fragen Sie die Kinder nach ihrem Trinkverhalten: Trinken sie regelmäßig und ausreichend Wasser? Trinken die Kinder auch Trinkwasser (also das Wasser aus der Leitung), falls nein – warum nicht? Erläutern Sie den Kindern, dass Trinkwasser in Deutschland von sehr guter Qualität ist und viel preiswerter als zum Beispiel Mineralwasser (siehe: Hintergrund). Besprechen Sie mit den Kindern, dass Sie verschiedene Wasserflaschen  für einen gemeinsamen Geschmackstest vorbereitet haben. Erklären Sie den Kindern, dass sie nun jede einzelne Flüssigkeit probieren können und dabei einschätzen sollen, welches Wasser sie gerade getrunken haben.

So geht es weiter:

Bitten Sie die Kinder, sich die Augenbinden umzulegen und verteilen Sie die Strohhalme. Füllen Sie Wasser aus einer der Flaschen in einen Trinkbecher und lassen Sie die Kinder nacheinander probieren und beschreiben, wie es ihnen schmeckt. Halten Sie auf einem Notizzettel fest, was die Kinder meinen, welches Wasser sich im Glas befindet. Nachdem jedes Kind aus jeder Flasche probiert hat, können die Kinder überlegen, welches Wasser  ihnen am besten schmeckt. Notieren Sie die jeweiligen Vorlieben der Kinder.

Und das passiert:

Die Kinder können Wasser mit und ohne Kohlensäure schnell identifizieren.Geschmacklich werden sie das Mineralwasser vom Trinkwasser jedoch nicht unterscheiden können. Welches Wasser den Kindern am besten schmeckt, hängt sehr von individuellen Erfahrungen und Vorlieben ab und ist ganz unterschiedlich.

Ideen zur Fortsetzung

Lassen Sie die Kinder noch einmal ein Wasser mit Kohlensäure probieren. Spüren die Kinder die Sprudelblasen im Mund? Geben Sie jedem Kind eine Gabel und bitten Sie die Kinder, das Wasser mit Kohlensäure in dem Trinkbechern ordentlich durchzurühren. Probieren Sie erneut gemeinsam: Was ist anders? Beim Wassersprudler oder in der Fabrik wird dem Wasser das Gas Kohlendioxid mit Druck zugeführt. Dieses reagiert mit dem Wasser zu Kohlensäure. Das ist jedoch eine ganz schwache Bindung, so dass das Kohlenstoffdioxid größtenteils durch das Rühren aus dem Wasser entweicht. Wenn man Wasser, das mit Sprudelgas versetzt ist erwärmt,  entweicht das Gas auch sehr schnell aus dem Wasser.

Der Hintergrund

Jedes Lebewesen – ob Mensch, Tier oder Pflanze – braucht Wasser zum Leben. Ohne feste Nahrung kann ein Mensch drei Wochen und länger überleben, ohne Wasser- nachschub nur wenige Tage. Unser Körper besteht zu 65 Prozent aus Wasser. Auch nahezu jeder Vorgang in unserem Körper ist abhängig von Wasser. Welches Wasser im Vergleich am besten schmeckt, hängt vor allem von unseren Gewohnheiten und Vorlieben ab. Geschmacklich auffälliger, kräftiger sind Wässer mit einem hohen Mineralien- gehalt. Das trifft auch für Trinkwasser zu, welches einen hohen Kalkgehalt hat (Kalk = Calcium!). Trinkwasser enthält keine Kalorien, ist überall frisch verfügbar und in Deutschland ein Lebensmittel von hoher Güte. Die Trinkwasserverordnung schreibt vor, dass Trinkwasser höchsten Ansprüchen genügen muss. Gesundheitsbehörden überprüfen das durch strenge und regelmäßige Kontrollen. Bei der  Zusammensetzung unseres Trinkwassers gibt es regionale Unterschiede, die sich z.B. im Mineralstoffgehalt zeigen. Nutzt ein Wasserversorgungsunternehmen zur Wassergewinnung Grund- oder Quellwasser, hat die Gesteinszusammensetzung im Untergrund einen entscheidenden Einfluss auf den Gehalt an verschiedenen Mineralstoffen. Unterschiedliche Mengen an Calcium und Magnesium beeinflussen beispielsweise den Härtegrad, also Kalkgehalt des Wassers. Je mehr Calcium- und Magnesiumverbindungen im Wasser gelöst sind, desto härter ist das Wasser. Auf unseren Körper wirken sich Calcium und Magnesium generell positiv aus: Calcium ist ein wichtiges Bauelement für gesunde Knochen und Zähne, Magnesium ist für jegliche Form von Muskelarbeit unersetzlich. Viele Mineralwässer weisen Calcium- und Magnesiumgehalte auf, wie sie auch bei Trinkwässern zu beobachten sind. Mineralwasser hat also nicht zwangsläufig mehr Mineralien als das regionale Trinkwasser. Abgesehen von unserer Gesundheit hat die Nutzung von Trinkwasser auch positive Auswirkungen auf die Umwelt. Als regionales Produkt, das direkt aus dem Wasserhahn kommt, muss Trinkwasser weder transportiert noch gelagert werden. Außerdem benötigt es keine Verpackung, deren Herstellung, Transport oder Entsorgung die Umwelt belasten könnten.

Kommentar schreiben

*Pflichtfelder

Kommentar schreiben
Haus der kleinen Forscher auf Facebook Haus der kleinen Forscher auf Twitter Haus der kleinen Forscher auf Youtube