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Foto: Steffi Pelz/Pixelio

Die Geschmacks-Bar

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Sie brauchen

  • 10 Handspiegel
  • pro Kind mind. ein Stück Obst
  • etwas getrocknetes Brot, Zwieback o.ä.
  • Kostproben von stark salzigen Lebensmitteln (z.B. Salz, salziges Gebäck)
  • Kostproben von stark süßen Lebensmitteln (z.B. Zucker, süße Früchte, Honig, Sirup)
  • Kostproben von sauren Lebensmitteln (z.B. saure Früchte)
  • Kostproben von bitteren Lebensmitteln (z.B. Grapefruit, Kakao)
  • Teller
  • pro Kind ein Glas mit klarem Wasser

Süß, sauer, bitter oder salzig. Unser Geschmackssinn verrät uns viel über die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen. Unternehmen Sie mit den Kindern eine spannende Entdeckungsfahrt durch die Welt der Lebensmittel!

Alltagsbezug

Jeden Tag essen und trinken wir. Die Verdauung von Dingen, die wir zu uns nehmen, beginnt im Mund. Wie geschieht das? Im Mund befinden sich Geschmackszellen, die uns - im Zusammenspiel mit der Nase - das Wahrnehmen unterschiedlicher Geschmacksrichtungen erlauben. Unser Essen enthält meist Kombinationen aus sehr unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Versuchen wir einmal, uns auf die grundlegenden Geschmacksempfindungen zu konzentrieren.

Der Versuch beginnt

Die Kinder zeigen sich gegenseitig ihre Zunge und erforschen dann mit deren Hilfe ihren Mund. Dies bedarf manchmal etwas Ausprobieren. Bitten Sie die Kinder, zu versuchen mit Hilfe ihrer Zunge zu ertasten, was sich im Mund befindet. Gelingt es den Kindern, mit der Zunge alle Zahnreihen entlang „zu wandern“?
Lassen Sie die Kinder ihre Zähne mit den kleinen Handspiegeln genauer betrachten: Wie viele Zähne sehen sie? Sind diese unterschiedlich geformt? Die Kinder können vom Obst abbeißen und dabei darauf achten, welche Zähne sie beim Beißen und Kauen nutzen.
Was meinen die Kinder, welche Aufgabe Speichel und Zunge erfüllen? Die Kinder legen sich ein kleines Stück hartes Brot in den Mund, ohne es zu kauen. Verändert es sich? Dann beginnen sie, das Brot zu kauen und betrachten es immer wieder im Handspiegel. Was geschieht mit dem Brot, wie sieht es nun aus?

So geht es weiter

Jetzt werden die Geschmackszellen im Mund getestet. Fragen Sie die Kinder zuvor, welche Geschmacksrichtungen sie kennen. Sicher fallen Begriffe wie „süß“ oder „salzig“. Nehmen Sie das zum Anlass, die dieser Geschmacksrichtung entsprechenden Proben von den Kindern verkosten zu lassen. So können sie ein Geschmackserlebnis direkt und bewusst mit dem Begriff verbinden.

Vor dem Wechsel von einer zur nächsten Geschmacksrichtung sollten die Kinder etwas Wasser trinken, damit der vorherige Geschmack neutralisiert wird. Probieren Sie gemeinsam mit den Kindern Folgendes aus: Die Kinder kosten etwas Saures, danach etwas Süßes und dann wieder das Saure – ohne dazwischen Wasser zu trinken. Verändert sich die Wahrnehmung der Säure? Oft schmecken saure Dinge noch saurer, wenn man zuvor etwas Süßes zu sich genommen hat.

Ideen zur Fortsetzung

Ermuntern Sie die Kinder, mit dem Mund vielfältige Geräusche zu erzeugen. Können die Kinder schon pfeifen, gelingt das Schnalzen mit der Zunge?

An dieser Stelle kann auch die tägliche Zahnpflege thematisiert werden.

Schlagen Sie den Kindern vor, selbst Lebensmittel mitzubringen (Früchte, Säfte, Brot usw.) und die „Schmeck-Bar“ weiter zu bestücken. Gemeinsam können sie überlegen, welche der Lebensmittel wohl eher salzig, süß, bitter oder sauer schmecken. Mit einer Kostprobe von diesen Lebensmitteln können die Kinder dies überprüfen und die Lebensmittel anschließend sortieren.

Der Hintergrund

Das Milchzahngebiss umfasst 20 Zähne: die vorderen und mittleren Schneidezähne sowie je zwei Mahlzähne (Backenzähne). Letztere dienen dem Kauen und Zerkleinern der Nahrung. Die Schneidezähne schneiden und zerkleinern die Nahrung. Meist ab dem 6. Lebensjahr verlieren die Kinder die Milchzähne, das bleibende Gebiss mit 28-32 Zähnen bildet sich. Die Zunge nimmt am Kauen, Saugen und Schlucken teil, ist mit Sinnesorganen für das Schmecken und Tasten ausgestattet und ein wichtiger Bestandteil der Sprachbildung.

Der Mundspeichel befeuchtet zunächst die Mundhöhle, was das Schlucken, Sprechen und Schmecken erst möglich macht und auch das Riechen beeinflusst. Erst wenn sich lösliche Substanzen der Nahrung im Speichel lösen, haben wir eine Geschmacksempfindung. Trockene Nahrung wird durch den Speichel zu einem feuchten Brei, so dass sie geschluckt und im Magen verdaut werden kann.

Wir nehmen Geschmacksrichtungen mit Hilfe von Sinneszellen, den sogenannten Geschmacksknospen, wahr. Diese befinden sich auf der Zunge und in der gesamten Mundhöhle. Wir können damit fünf grundlegende Geschmacksrichtungen wahrnehmen: süß, salzig, sauer, bitter und umami (fleischig, herzhaft). Die meisten Geschmacksreize sind jedoch Mischempfindungen, eine Orange schmeckt süß und sauer. Unser Geschmackssinn reagiert besonders sensibel auf Bitterstoffe, da diese oft giftig und daher eine Gefahr für uns sind. Geruchs- und Geschmackssinn sind eng miteinander verbunden. Ist z.B. aufgrund einer Erkältung die Nase zugeschwollen, schmeckt wir oft nicht mehr richtig.

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Kommentare 2 Einträge

Nicolai Heymann | 12.08.2011 22:51 Uhr

Mein Kind war begeistert!

Ich hab mich der Beschreibung angenommen, es war wirklich einfach zu verstehen. Und mein Sohn war beeindruckt!

Jürgen Temming | 11.08.2011 14:23 Uhr

riecht gut....

.... und schmeckt gut

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