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Junge versucht anhand von Kuchenstücken die Uhr zu verstehen. (Foto: Thinkstock)

Die Kuchenuhr

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Sie brauchen

  • Kuchen, der vorab gemeinsam mit den Kindern gebacken wurde
  • Zuckerguss oder Zuckerschrift
  • Großes Messer, Teller, Kuchengabeln und jede Menge Appetit
  • Stoppuhr oder Wecker

FÜR DIE WEITERFÜHRUNG

  • Stabile Pappe, Schere, bunte Stifte
  • eine Flachkopfklammer (Verschlussklammer bei Büchersendungen)

Wie lang ist eine Stunde, wenn man sie in viele fünf Minuten teilt?

Alltagsbezug

Fünf Minuten sind eine Zeit, die die Kinder meist noch einschätzen können: Ein bisschen warten und noch ein bisschen und fünf Minuten sind vorbei. Bei einer Stunde ist es schon schwieriger. Teilen Sie gemeinsam mit den Mädchen und Jungen eine Stunde in ihrer Einzelteile auf und lassen Sie es sich schmecken!

Der Versuch beginnt

Betrachten Sie mit den Mädchen und Jungen verschiedene Uhren in Ihrer Einrichtung: Wie sehen die Zifferblätter aus? Welche Zahlen erkennen die Kinder darauf? Sind es immer die gleichen? Und immer zwölf? Wie ist die Reihenfolge der Ziffern?
Wie bei einer Uhr, wird nun auch der Kuchen in zwölf gleichmäßige Abschnitte aufgeteilt. Mit der Zuckerschrift wird dafür zunächst eine Linie längs und eine quer über den Kuchen gezogen – so dass vier gleiche Viertel entstehen. Jedes der Viertel wird dann noch einmal per Zuckerschrift in drei Teile aufgeteilt. Zum Schluss werden gemeinsam die Zahlen von eins bis zwölf auf die Kuchenuhr übertragen.

So geht es weiter

Nehmen Sie sich eine Stunde lang nichts vor. Die Zeit sollte nicht durch z. B. Mittagessen oder eine andere feste Aktivität unterbrochen werden.
Legen Sie mit den Kindern fest, was Sie in der nächsten Stunde tun möchten. Sie könnten  gemeinsam ein Spiel spielen, etwas basteln, eine Geschichte vorlesen, etc.  Alle fünf Minuten klingelt dabei ein Wecker oder piept die Stoppuhr. Das ist das Zeichen dafür, dass ein Stück vom Kuchen abgeschnitten und aufgegessen werden darf!  Fünf Minuten sind vergangen!
Der Kuchen macht die vergehende Zeit sichtbar. Betrachten Sie immer wieder zwischendurch gemeinsam mit den Mädchen und Jungen den Kuchen: Wie viel Zeit oder wie viele fünf Minuten-Kuchenstücke der Stunde sind bereits vergangen und wie viele werden noch kommen?

Der Hintergrund

Das Verständnis für die Zeit entwickelt sich bei Kindern im Kita-Alter erst nach und nach. Der erste Schritt besteht darin, persönlich bedeutsame oder besonders einprägsame Erlebnisse des Tages  in die richtige Reihenfolge zu bringen, z. B. wird erst aufgestanden und dann gefrühstückt. Ab dem Vorschulalter beginnen die Mädchen und Jungen die Rituale des Tages mit abstrakten Zahlen zu verbinden. Sie erkennen dann z. B., dass die Zahl zwölf für das Mittagessen und die Zahl Sieben für das Sandmännchen und das zu Bett gehen steht.

Ideen zur Fortsetzung

Basteln Sie  gemeinsam mit den Kindern eine große Uhr mit rundem Ziffernblatt. Dafür wird eine stabile Pappe kreisrund ausgeschnitten, der Durchmesser sollte mindestens 30 Zentimeter betragen.  
Teilen Sie die runde Pappe wie bei einer Uhr in zwölf gleichmäßige Abschnitte auf. Die Kinder dürfen jeden dieser Abschnitte in einer anderen Farbe bemalen. Danach werden gemeinsam die Zahlen von eins bis zwölf auf die Papp-Uhr übertragen.  Die Zeiger werden ebenfalls aus Pappe ausgeschnitten. Achten Sie darauf, dass Minuten- und Stundenzeiger deutlich unterscheidbare Größen haben. Beide werden angemalt und mit einer Flachkopfklammer in der Mitte der Papp-Uhr angebracht.
Die Mädchen und Jungen können nun überlegen, welche wichtigen Tagesrituale in der Einrichtung stattfinden, suchen passende Bilder dazu aus Zeitschriften und schneiden diese aus. Z. B. könnte ein Stuhl oder eine Gitarre für den Morgenkreis stehen, Bilder von Nahrungsmitteln für das Frühstück oder Mittagessen. Und zu welcher Uhrzeit finden diese Ereignisse statt? Kleben Sie zusammen die Bilder entsprechend auf der Papp-Uhr auf.
In den folgenden Tagen werden zu jedem der Tagesrituale dann auch immer die Zeiger der Papp-Uhr auf die jeweilige Uhrzeit gestellt.

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