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Kind vor Adventsdeko, Weihnachten, Kerze, Fenster, Beleuchtung

Ein Lichtlein brennt

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Sie brauchen

  • abdunkelbarer Raum
  • Taschenlampen und Teelichter
  • Kleine Spiegel, z. B. Handspiegel
  • Pappe, Papier
  • Farbige Transparentfolien, z. B. bunte Klarsichthüllen
  • Buntes Seiden- oder Transparentpapier
  • Marmeladengläser

Gehen Sie auf die Suche nach Lichtern und Leuchtsignalen, die uns etwas mitteilen sollen – ob im Straßenverkehr, im Haus oder auf dem Weihnachtsmarkt. Welche Botschaften senden diese Lichter?

Alltagsbezug

Gerade in der dunklen Jahreszeit fallen uns die vielen Lichter um uns herum auf, vor allem wenn sie farbig sind oder blinken. Viele davon sind nicht nur dekorativ, sondern übermitteln uns wichtige Botschaften.

Der Versuch beginnt

Machen Sie sich gemeinsam mit den Kindern auf die Suche nach Lichtern und Leuchtsignalen, die uns etwas mitteilen. In der Kita oder im Hort finden sich z. B. viele rote, grüne oder blinkende Lampen am Telefon, CD-Spieler, Drucker, am Feueralarmknopf und im Fahrstuhl, oder an Herd und Wasserkocher in der Küche. Im Straßenverkehr sieht man Ampeln, Blinker an Fahrzeugen, das Blaulicht eines Krankenwagens, rote Rücklichter an Fahrrädern und blinkende Lichter an Baustellenabsperrungen und sogar an Halsbändern von Hunden.

Fragen Sie die Mädchen und Jungen, welche Botschaften uns diese Lichter senden. Welche Lampen mahnen uns zur Vorsicht? Und welche sagen uns, dass alles in Ordnung ist? Und bei welchen Lichtern weiß man sofort „Hier droht Gefahr!“. Welche Bedeutungen für Lichtsignale finden die Kinder noch?

So geht es weiter

Die Mädchen und Jungen erfinden ihre eigenen Lichtsignale. Verteilen Sie Taschenlampen, außerdem Pappreste oder Tücher, kleine Spiegel, farbige Folien oder Transparentpapier und anderes Material zum Experimentieren. Fordern Sie die Mädchen und Jungen auf, damit Lichteffekte mit ganz bestimmter Bedeutung zu kreieren, z. B. „Achtung – Gefahr“, „Alles in Ordnung“ oder „Vorsicht – bitte aufmerksam sein“. Lassen Sie die Kinder ihre Ideen ausprobieren, am besten in einem leicht abgedunkelten Raum. Wie wirkt es z. B. wenn im schnellen Wechsel eine rote und eine grüne Folie vor die Taschenlampe gehalten werden? Und wie, wenn ein Stück Pappe langsam im Lichtstrahl hin und her geschwenkt wird, oder wenn der Lichtstrahl einfach nur eine kleine Kreisbewegung an der Wand vollführt?

Anschließend gibt es eine gemeinsame Licht-Show: Erzählen Sie eine kurze Geschichte mit dramatischen und entspannenden Momenten, z. B. über einen kleinen Hund, der sich vor dem Blaulicht eines Polizeiwagens erschrickt und davon läuft, durch den Straßenverkehr irrt und dann glücklich wieder zu seinem Herrchen findet. Während Sie erzählen, untermalen die Mädchen und Jungen die Geschichte mit den entsprechenden Leuchtsignalen, dabei kommt jedes Kind abwechselnd an die Reihe.

Der Hintergrund

Ungewöhnliche Lichter erregen unsere Aufmerksamkeit, daher ist farbiges oder veränderliches Licht gut als Signalgeber geeignet. Die Signalwirkung vieler Farben, z. B. Rot und Grün, ist für alle Menschen ähnlich, so erinnert uns Rot an Blut und Feuer und hat eine bedrohliche Wirkung. Rot steht daher häufig für „Stopp“ oder „Gefahr“. Grünes Licht dagegen können die meisten Menschen besonders gut von rotem unterscheiden. Damit es also zu keiner Verwechslung kommt, ist Grün gut als Gegenteil von Rot geeignet: „Weiterfahren“.

Farbiges Licht kann durch verschiedene Maßnahmen erzielt werden. Die einfachste Möglichkeit ist, aus dem weißen Licht, beispielsweise von einer Taschenlampe, bestimmte Farben herauszufiltern. Das kann durch farbige Folien geschehen oder indem das Glas der Glühlampe farbig bemalt wird, wie es z. B. häufig bei bunten Lichterketten gemacht wird. Weißes Licht besteht nämlich eigentlich aus allen Farben des Regenbogens, die gemeinsam den Eindruck „weiß“ bei uns erzeugen. Farbfilter, wie die Folien oder eine farbige Lackierung der Glühlampe, lassen dann nur einzelne Farben dieses „Lichtgemisches“ durch, und der Lichtstrahl wird farbig. Es gibt aber auch Lichtquellen, die nur einfarbiges Licht aussenden, z. B. blaue, rote oder grüne LEDs.

Blinkendes oder anderes veränderliches Licht kann man nicht nur durch Ein- und Ausschalten der Lichtquelle erreichen, sondern auch indem man es von außen in einem bestimmten Rhythmus verdeckt oder abdunkelt, den Lichtstrahl rotieren lässt oder ein bewegliches Spiegelsystem um die Lichtquelle herum anbringt. Beispiel dafür sind Stroboskoplampen oder das Blaulicht am Polizeiwagen.

Ideen zur Fortsetzung

Mit Seiden- und Transparentpapier können die Kinder bunte Windlichter herstellen. Dazu benötigen sie jeweils ein Marmeladenglas und Seiden- oder Transparentpapier. Das Papier wird in viele Stücke gerissen oder geschnitten und dann mit Tapetenkleister an das Glas geklebt. Dabei können ganz bunte Mosaikgläser entstehen oder einfarbige stimmungsvolle Windlichter. Das Teelicht wird dann in das Glas gestellt. Durch welche Farbe kommt das meiste Licht hindurch? Leuchtet es durch einen dunklen Lila-Ton genauso hell wie durch Gelb? Achtung! Experimentieren mit Feuer ist gefährlich. Lassen Sie die Kinder nicht alleine das Teelicht anzünden und lassen Sie die Teelichter nicht unbeaufsichtigt brennen!

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Kommentare 1 Einträge

Prof. Dr. Jörg Ramseger | 09.12.2014 12:35 Uhr

Küstenlichter

Für die Kinder an der Küste bietet es sich in diesem Kontext an, die Aufmerksamkeit auf Leuchtfeuer zu richten: Wozu dienen sie? Wie funktionieren sie? Wer schaltet sie ein und aus? Braucht man sie überhaupt noch?
Tatsache ist, dass Leuchtfeuer mehr und mehr zu Baudenkmälern einer aussterbenden Navigationstechnologie werden - und natürlich Touristenattraktion und beliebtes Fotomotiv bleiben. In der Navigationspraxis wurden sie fast vollständig durch moderne GPS-Systeme ersetzt. Auch Fragen von Kindern im Grundschulalter: "Was ist denn GPS und wie funktioniert das?" Und: "Woher weiß das Navi im Auto, woher weiß mein Smartphone, wo ich gerade bin?"

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