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Die Kinder gewöhnen sich zunächst ans Wasser.
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Ein Tag im Schwimmbad

Lässt sich der leere Eimer ins Wasser drücken?
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Ein Tag im Schwimmbad

Im Wasser lassen sich andere ganz leicht hochheben.
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Ein Tag im Schwimmbad

Durchs Wasser laufen ist gar nicht so leicht!
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Ein Tag im Schwimmbad

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Sie brauchen

  • Schwimmbecken mit Nichtschwimmerbereich
  • Tischtennisbälle oder Korken
  • Eimer, Töpfe, Bottiche
  • Schwerer Gegenstand, z. B. Backstein, 2-Liter-Tetrapack Saft
    Schwimmbretter
  • Regenschirm
  • Ball
  • Plastiktüten
  • Taucherflossen

Die Kinder erfahren, dass eine Kraft im Wasser nach oben drückt und sich mit ihrer Hilfe im Wasser alles leichter anfühlt. Sie erkunden den Wasserwiderstand und probieren Schwimmhilfen aus, die sich der Mensch von den Tieren abgeschaut hat.

Alltagsbezug

Die meisten Kinder lieben es, ins Schwimmbad zu gehen. Im Wasser lassen sich nicht nur vielfältige Körper-, Sinnes und Bewegungserfahrungen sammeln, die Mädchen und Jungen können auch viele naturwissenschaftliche Phänomene direkt mit oder an ihrem eigenen Körper erleben. Zudem bereitet das Baden in der Gruppe natürlich viel Spaß und motiviert die Kinder, sich mit dem Element „Wasser“ vertraut zu machen.

Regeln und Wassergewöhnung

Klären Sie mit den Kindern vorab die Regeln im Schwimmbad. Jüngere Mädchen und Jungen sollten sich zunächst ans Wasser gewöhnen. Nehmen Sie die Kinder an die Hand und lassen Sie sie verschiedene Formen des Gehens ausprobieren: Stampfen, Beineheben, vorwärts, rückwärts, schnell und langsam. Waschen Sie sich gemeinsam das Gesicht, oder lassen Sie es über die Kinder regnen, indem Sie sie mit etwas Wasser bespritzen. Die Mädchen und Jungen können auch kurz über der Wasseroberfläche ausatmen, so dass kleine Wellen entstehen. Pusten Sie auf diese Weise gemeinsam Tischtennisbälle oder Korken über das Wasser.

Die Kraft im Wasser

Besprechen Sie mit den Kindern, dass es im Wasser eine Kraft gibt, die alles ins Wasser Eingetauchte nach oben drückt. Diese Kraft spüren die Mädchen und Jungen, wenn sie versuchen, leere Eimer, Töpfe oder Bottiche gerade von oben ins Wasser hineinzudrücken. Lassen Sie die Kinder ausprobieren, wie schwer das Eintauchen der Gefäße ist. Beim größeren Bottich können sogar mehrere Mädchen und Jungen gemeinsam einen Versuch unternehmen – gelingt das Untertauchen?

Seht her:

Es ist richtig anstrengend, die leeren Gefäße in das Wasser zu drücken. Das Wasser drückt von unten stark dagegen.

Im Wasser wird alles ganz leicht

Die Kraft im Wasser sorgt auch dafür, dass sich schwere Gegenstände im Wasser viel leichter heben lassen. Lassen Sie die Kinder vergleichen: Wie schwer ist die große Saftpackung außerhalb des Wassers, und wie viel Kraft braucht man, wenn man sie unter Wasser hochhebt? Die Mädchen und Jungen können sich auch gegenseitig hochheben, um den Unterschied zu spüren.

Seht her:

Im Wasser wird alles viel leichter. Nicht nur die schwere Saftpackung, sondern auch ein anderes Kind lassen sich – anders als an Land – unter Wasser fast mühelos anheben.

Widerständiges Wasser

Lassen Sie die Kinder eine längere Strecke in knietiefem Wasser laufen. Wie fühlt sich das Laufen im Wasser im Vergleich zum Laufen an Land an? Wiederholen Sie den Versuch in hüft hohem und anschließend in schulterhohem Wasser (Nichtschwimmer tragen dabei Schwimmhilfen!). Was stellen die Mädchen und Jungen fest?
Dann laufen die Kinder mit aufrecht gestellten Schwimmbrettern oder einem geöffneten Regenschirm durch das Wasser. Macht es einen Unterschied, wenn die Bretter gedreht und flach vor den Bauch gehalten werden bzw. der Schirm geschlossen wird?
Überlegen Sie anschließend gemeinsam, warum Fische oder Schiffe von vorn so schmal aussehen. Und warum tragen Profischwimmer bei Wettbewerben einen engen Schwimmanzug und Badekappen?

Seht her:

Durch Wasser zu laufen ist richtig schwer. Das Wasser bietet dabei Widerstand.
Läuft man mit schmalen Dingen durchs Wasser, ist der Widerstand leichter zu überwinden als mit großflächigen Gegenständen.

Wie ein Fisch im Wasser

Die Kinder drücken in flachem Wasser einen Ball auf den Beckenboden. Was passiert, wenn sie ihn loslassen? Wissen die Mädchen und Jungen, was in den Bällen ist? Vergleichen Sie gemeinsam: Gelingt es, eine mit Luft gefüllte Plastiktüte unter Wasser zu drücken? Besprechen Sie mit den Kindern, dass auch die Fische so einen luftgefüllten „Ball“ in sich tragen, der ihnen beim Schwimmen hilft – die Schwimmblase. Welche Schwimmhilfen haben Tiere noch? Wie sehen z. B. Enten- oder Froschfüße aus?
Vergleichen Sie die Füße der Tiere mit den Taucherflossen für Menschen. Welche Gemeinsamkeiten stellen die Kinder fest? Und wozu dienen sie? Probieren Sie zusammen aus, wie viel Wasser sich mit einem menschlichen und wie viel sich mit dem „künstlichen“ Entenfuß wegschieben lässt.

Seht her:

Viele Tiere haben sich gut an das Leben im Wasser angepasst: Den Fischen hilft eine luftgefüllte Schwimmblase, den Fröschen und Enten helfen Schwimmhäute zwischen den Zehen. Der Mensch hat sich einiges von den Tieren abgeschaut. Schwimmflügel und Schwimmreifen sind ebenfalls luftgefüllt, und Taucherflossen helfen, im Wasser schneller voranzukommen.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Das Gewicht eines Gegenstands wird durch die Erdanziehung „erzeugt“. Im Wasser wird die Erdanziehung jedoch durch den Auftrieb (etwas) ausgeglichen. Der Auftrieb ist also eine Kraft , die entgegen der Schwerkraft wirkt. Die Dinge werden um den Betrag „leichter“, den sie an Wasser  verdrängen. Verdrängt ein Körper z. B. zehn Liter Wasser, wird er gefühlt zehn Kilogramm leichter. Das spürt man auch: Wassergymnastik wird besonders empfohlen, da weniger Gewichtskraft auf den Körper wirkt und dies deutlich schonender für die Gelenke ist.


So sehr wir Menschen uns auch bemühen, an gute Schwimmer aus dem Tierreich kommen wir nicht heran: Profischwimmer erreichen knapp 8 km/h, ein Delfin schwimmt mit bis zu 55 km/h. Panzerkrebse und Hummer schwimmen mit 28 km/h sogar rückwärts schneller als wir! Viele Tiere sind perfekt an die Fortbewegung im Wasser angepasst. Ihre Körper haben eine spezielle Form, die einen besonders geringen Wasserwiderstand hat: Sie sind tropfenförmig. Durch diese so genannte Stromlinienform strömt Wasser besonders gut um sie herum.

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