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Einen Roboter steuern

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Sie brauchen

  • Bauklötze

Die Kinder probieren aus, wie die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine funktioniert. Mit einfachen Befehlen steuern sie ein zum Roboter ernanntes Kind und bauen mit dessen Hilfe gemeinsam einen Turm aus Bauklötzen.

Alltagsbezug

Damit Maschinen tun, was wir wollen, müssen wir ihnen Befehle geben. Sie können immer nur genau den Anweisungen folgen, die wir ihnen geben und die sie verstehen. Schon bei recht einfachen Handlungen, wie etwa dem Bau eines Bauklotzturms, entdecken die Kinder wie schwierig es ist, mit wenigen Worten eindeutige Anweisungen zu geben.

Der Versuch beginnt

Legen Sie einige Bauklötze bereit und ernennen Sie ein Kind zum Roboter. Die restlichen Mädchen und Jungen sollen dem Roboterkind nun nacheinander Anweisungen dafür geben, was es mit den Bauklötzen tun soll. Das Roboterkind muss dabei exakt den Befehlen der anderen Kinder folgen, am besten schließt es auch die Augen, um nicht aus Versehen selbständig zu handeln.

Funktioniert diese Zusammenarbeit? Diskutieren Sie gemeinsam mit den Kindern, was besonders schwierig ist. Sind sich beispielsweise immer alle einig, welche Richtung mit „links“ oder mit „rechts“ gemeint ist? Welche Worte haben die Mädchen und Jungen besonders häufig benutzt, vielleicht „Noch weiter“ oder „Stopp“?

So geht es weiter

Wenn man eine Maschine programmieren möchte, dann muss man dafür solche Befehle verwenden, die die Maschine versteht und ausführen kann. Auch für diese Praxisidee sollten sich die Mädchen und Jungen auf eine gemeinsame Sprache einigen. Lassen Sie die Kinder zunächst sammeln, welche Handlungen der Roboter für den Bau eines Turmes durchführen muss, z. B. für das Ergänzen eines neuen Bauklotzes. Wie könnten die Befehle für diese Handlung lauten? Oft reichen schon sehr wenige Worte aus, etwa „Arm heben, Bauklotz greifen, Arm nach rechts, Stopp, Bauklotz loslassen“.

Der Hintergrund

Wenn man ein Gerät steuern möchte, muss dieses Gerät vorher programmiert werden, man muss also eine Aktion einem bestimmten Befehl zuordnen. Bei einem Radio z. B. ist der Einschaltknopf schon voreingestellt aber die einzelnen Sender lassen sich mit den verschiedenen Knöpfen selbst zuordnen. Wichtig ist, dass die Befehle eindeutig sind: Will man mit der „Eins-Taste“ auf den Lieblingssender gelangen, muss klar sein, welcher Sender gemeint ist. Genauso müssen die Kinder den Roboter „programmieren“ in dem sie zuordnen: Welche Befehle sollen zu welchen Bewegungen führen? Die Befehle dürfen nicht missverständlich sein und sollten sich auf das Wesentliche beschränken, beispielsweise soll „Bauklotz greifen“ bedeuten: „deine Hand, die gerade einen Bauklotz berührt, soll ihn jetzt in die Hand nehmen und festhalten“. Je kürzer und eindeutiger die Zuordnung, umso einfacher ist die Steuerung.

Ideen zu Fortsetzung

Gehen Sie mit den Mädchen und Jungen auf eine Entdeckungstour in Ihrer Einrichtung: Welche elektronischen Geräte finden sie, die Knöpfe oder Rädchen haben an denen man drehen, drücken und ziehen kann? Welche Funktionen haben die Knöpfe und Rädchen? Können sie die Geräte dazu bringen, das zu tun, was sie wollen? Können sie einige der Geräte sogar programmieren, das heißt bestimmten Knöpfen Befehle zuordnen? Lassen Sie die Kinder besprechen, wann sie ein Gerät bedienen und wann sie es programmieren.

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Kommentare 1 Einträge

Olaf Weber | 11.03.2014 00:04 Uhr

Roboter - Verständnis für zeitliche Abfolgen und viel mehr :-)

Sehr gut kommt es auch bei den Kindern an, wenn sie selber Roboter spielen. Hierzu werden zweier Teams gebildet. Ein Kind ist der Programmierer, das andere der Roboter. Programmiert wird durch berühren des Roboters: Brust - einen Schritt vorwärts, rechte Schulter - eine Drehung (90°) nach rechts, linke Schulter - eine Drehung (90°) nach links, Rücken - einen Schritt zurück. Kopf ist der Start und der "Not-Stopp". Jetzt geht es los das Programmierkind tippt eine Abfolge von Befehlen und am Ende den "Start-Kopf-Knopf".
Beispiel: Brust - rechte Schulter - Brust - rechte Schulter - Brust - rechte Schulter -Brust - rechte Schulter - Start. Je nach Alter und Übung kann man die Übungen variieren. Auch ein Hindernissparkur kann durchlaufen werden, oder ein Kuscheltier ins Bett gebracht werden. Mit verschlossenen Augen des Roboters besonders wertvoll für die Sozialkompetenzen.
Mit diesem sehr beliebten Spiel lassen sich noch viele weitere Kompetenzen (z.B. Perspektiven, mathematisches Verständnis, logische Denkstrukturen,... ) vermitteln und vor allem verinnerlichen!

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