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In eine rohe Möhre beißen

Forschen in der Gemüseküche

Ein Teller mit Obst und Gemüse

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Kinder beim Kosten und Probieren

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Sie brauchen

  • saisonales Gemüse
  • Salz und evtl. andere Gewürze
  • Kindermesser
  • Brettchen und Schüsseln
  • ggf. Raspel, Mörser o.Ä.
  • Töpfe und Pfannen
  • Kochstelle und Backofen
  • ggf. Grill oder Fritteuse

Sommer ist Erntezeit. Auch wenn in unseren Breitengraden das meiste Obst und Gemüse erst zum Herbstanfang reif wird, gibt es schon in den Wochen davor viel mehr regionales Gemüse als sonst. Warum wird Gemüse beim Kochen weich? Und warum kochen wir es überhaupt?

Alltagsbezug

Einige Eltern fragen nach, ob die Kita nicht Paprika, Kürbis oder Zucchini gebrauchen könnte, da die Ernte in ihrem Schrebergarten sehr gut gewesen ist und sie das viele frische Gemüse kaum selbst verbrauchen können.

Der Versuch beginnt

Sprechen Sie über einzelne Sorten: Was für Gemüse kennen die Kinder? Was wissen sie darüber und wie schmeckt es ihnen? Kennen sie das Gemüse unzubereitet, vom Feld, Beet oder aus der Tiefkühltruhe? Wie werden zuhause Gurken, Zucchini oder Kürbis zubereitet und gegessen? Ist das bei allen Kindern zuhause gleich?

So geht es weiter

Führen Sie die Kinder kurz in die Küchenarbeit ein. Zuerst heißt es zum Beispiel Händewaschen. Besprechen Sie mit den Kindern, wie sie mit Messern und heißen Töpfen umgehen können und stellen Sie gemeinsam Regeln auf. Legen Sie das verschiedene Gemüse auf dem Tisch bereit und überlegen Sie zusammen, wie sie das Gemüse vorbereiten können. Was davon sollte geschält oder nur geputzt werden? Stellen Sie Brettchen, Kindermesser, Töpfe, Schüsseln und Pfannen bereit. Probieren Sie die besprochenen Varianten aus: Wie schmeckt das Gemüse roh und ungesalzen, gesalzen oder gekocht oder gebraten? Verändert es seinen Geschmack oder seine Farbe? Welche Variante schmeckt den Mädchen und Jungen am besten? Ist das für alle gleich? Wie schmeckt das Gemüse, wenn man eine Minute darauf herumkaut? Wie ist die Konsistenz des Gemüses roh oder gegrillt? Wird es beim Kochen weich? Ist es nach dem Braten angenehm zu beißen? Was sonst bemerken die Kinder? Was glauben sie, warum sich das Gemüse durch das Kochen verändert?  Lassen Sie die Kinder mit der Zubereitung experimentieren: z.B. rohes Gemüse im Ganzen oder klein geschnitten garen, evtl. auch gemörsert. Das Gemüse in kaltem Wasser zum Kochen bringen oder in kochendes Wasser legen. Unterschiedlichen Kochzeiten vergleichen. Salz später zuführen oder weglassen. Im Sieb dämpfen oder mit wenig Wasser und Fett dünsten. Braten, frittieren, backen oder grillen.

ACHTUNG! Manche Gemüsearten dürfen nicht roh gegessen werden, da sie ungekocht ungenießbar bzw. giftig sind: z.B. Bohnen, Sojabohnen, Kichererbsen, Kartoffeln und Rhabarber.

Der Hintergrund

Warum wird das Gemüse durch das Garen weich? Eier werden schließlich hart, wenn sie gekocht werden. Prinzipiell geschehen aber in beiden ähnliche Prozesse. Das Garen durch Kochen, Braten oder Backen bewirkt sowohl eine Eiweißgerinnung als auch eine Lockerung und einen Aufschluss der Zellen. Die Lockerung der Pflanzenfasern und der Zellaufschluss sorgen für das Weichwerden des Gemüses. Zudem werden durch die hohen Temperaturen Keime reduziert oder vernichtet und Gifte zerstört. Außerdem werden die Verbindungen zwischen den Fasern gelockert und Aromen freigesetzt. Dadurch verändert sich der Geschmack. Die veränderte Struktur und der veränderte Geschmack, mitunter auch eine veränderte Farbe, sorgen dafür, dass Menschen das eine oder das andere mögen oder eben nicht mögen. Durch die Zugabe von Salz wird der Geschmack verstärkt. Übrigens bereitet etwa jede dritte Kita ihre Speisen selbst zu (nach einer Studie der Techniker Krankenkasse von 2012).

Ideen zur Fortsetzung

Sie können, auch zusammen mit den Eltern, ein Erntedankfest mit unterschiedlich zubereiteten Salaten und Gemüsen feiern oder verschiedene Gewürze testen.

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