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Kinder schauen mit Erzieherin ihre Hände an

Fühlen und Haut

Kind malt mit Buntstift auf Papier

Fühlen und Haut

Mädchen sitzt auf dem Boden und wird am Rücken berührt

Fühlen und Haut

Zwei Kinder sitzen auf Stühlen und versuchen einen Gegenstand mit ihren Füßen zu ertasten, der unter einer Decke liegt

Fühlen und Haut

Junge schaut mit Lupe seine Hand an

Fühlen und Haut

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Sie brauchen

  • Lupen
  • Fotoapparat
  • Weiche, kratzige, harte, kalte, warme, feuchte Gegenstände, z. B. Schal, Metallsieb, Paket gefrorene Erbsen, Wärmflasche, feuchter Lappen
  • Blickdichtes Tuch
  • Kinderhandschuhe, z. B. aus Wolle, Ski- oder Gummihandschuhe
  • Kleine Gegenstände zum Erfühlen, z. B. Apfel, Tasse, Wäscheklammer, Münze o. Ä.

Die Kinder entdecken, wo an ihrem Körper sich Haut befindet, dass sie an unterschiedlichen Stellen anders aussieht und wir Menschen mit ihr fühlen können. Die Mädchen und Jungen sammeln Begriffe für die verschiedenen Empfindungen der Haut und lernen in einem Spiel, dass der Tastsinn an ihren Händen besonders sensibel ist.

Alltagsbezug

Über unsere Haut sind wir ständig in Kontakt mit der Umwelt. Mit ihr spüren wir Berührungen von anderen, unsere Kleidung, Wasser beim Waschen, die Wärme der Sonne und vieles mehr. Wenn wir uns verletzen und uns eine Wunde zuziehen, wir einen Sonnenbrand haben oder die Haut trocken ist, wird uns bewusst, wie empfndlich und empfindsam sie ist.

Eine Hauthülle

Die Mädchen und Jungen machen sich bewusst, dass ihr Körper von einer Hauthülle umgeben ist. Dazu streichen sie mit ihren Händen an den Armen entlang, über das Gesicht, durch die Achselhöhlen, über die Füße und schieben sie unter die Kopfhaare. Besprechen Sie gemeinsam, an welchen Körperstellen sich keine Haut befindet. Wo entdecken die Kinder Öffnungen? Am Mund, an den Augen, den Ohren, der Nase etc. Was ist mit den Finger- und Zehennägeln? Was unterscheidet sie von der Haut?

Hautsache

Besprechen Sie mit den Mädchen und Jungen, dass die Haut unseren Körper vor äußeren Einflüssen schützt: Kein Wasser, kein Dreck gelangt hindurch zu unseren Knochen, dem Blut, den Muskeln und dem restlichen Inneren unseres Körpers. Geben Sie jedem Kind eine Lupe und regen Sie die Mädchen und Jungen an sich ihre Haut ganz genau anzusehen: Hat sie Löcher? Winzige Härchen? Sieht sie an jeder Stelle gleich aus? Hat sie überall dieselbe Farbe? Hat sie Falten? An einigen Stellen ist die Haut auch viel dünner, z. B. an den Fingerkuppen oder am inneren Handgelenk, als etwa an den Fußsohlen. Und an anderen Stellen haben wir ganz viel Haut, z. B. am Ellenbogen. Lassen Sie die Kinder ihre Entdeckungen fotografieren. Ermuntern Sie die Mädchen und Jungen dazu sehr unterschiedliche Hautpartien zu fotografieren: helle und dunkle Haut, dicke und dünne Haut, Partien mit Haaren und ohne, glatte und faltige Haut, Sommersprossen oder auch Muttermale. Können die Kinder die Fotos später wieder den Körperteilen und Hautpartien zuordnen?

Seht her:

Der gesamte menschliche Körper ist von Haut umhüllt. Sie sieht nicht überall gleich aus. Sie ist unterschiedlich dick, kann verschiedene Farben haben und ist an manchen Stellen empfindlicher als an anderen.

Ein Hautgefühl

Was können die Kinder über ihre Haut wahrnehmen? Die Mädchen und Jungen berühren Materialien mit verschiedenen Eigenschaften: z. B. einen weichen Wollschal, ein kratziges Handtuch oder Metallsieb, ein Paket gefrorene Erbsen, eine Wärmflasche, einen feuchten Lappen etc. Welcher Gegenstand fühlt sich angenehm an, welcher nicht – und warum? Sammeln Sie mit den Kindern die Begriffe, die sie zum Beschreiben der Materialien brauchen. Beim Spiel „Pizza backen“ probieren die Mädchen und Jungen unterschiedliche Arten von Berührungen aus. Ein Kind massiert dabei den Rücken eines anderen, z. B. so: Zunächst knetet es den Teig (Rücken) und streicht ihn dann mit den Handflächen glatt, von oben bis unten. Dann klopft es ihn mit den Fäusten leicht platt, wischt kreuz und quer darüber, als ob es Tomatensoße verteilt, gibt mit den Fingerspitzen Käse drüber und schiebt dann die „Pizza“ in den Ofen, wo es richtig warm ist (z. B. mit beiden Händen langsam, aber kräftig über den Rücken streichen). Anschließend tauschen die Mädchen und Jungen ihre Rollen. Welche Berührungen empfinden die Kinder beim Spiel als angenehm und welche eher nicht?

Seht her:

Über die Haut können unterschiedliche Berührungen wahrgenommen werden. Manche fühlen sich gut an, andere unangenehm. Jeder Menschen empfindet das anders.

Unter der Decke

Legen Sie einen kleinen Gegenstand, z. B. einen Apfel, eine Tasse, eine Wäscheklammer oder eine Münze unter ein blickdichtes Tuch. Die Kinder versuchen nun mit ihren Füßen diesen Gegenstand unter der Decke zu ertasten. Können sie erraten, was dort liegt? Als Nächstes versuchen die Mädchen und Jungen die Gegenstände mit Handschuhen (z. B. Skihandschuhe, Wollhandschuhe oder dünne Gummihandschuhe) zu erfühlen. Zum Schluss betasten die Kinder die Gegenstände mit ihren bloßen Händen. Können sie erraten, was es war? Probieren Sie es mit mehreren Gegenständen aus.

Seht her:

Auch Füße können fühlen, aber nicht so gut wie Hände. Mit bloßen Händen lassen sich Gegenstände am besten ertasten.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und bedeckt ihn fast vollständig. Nur an wenigen Stellen gibt es Öffnungen. Die Funktionen der Haut sind vielfältig. Sie besitzt Kälte-, Wärme-, Tast-, Druck- und Vibrationsrezeptoren (Sinneszellen) sowie freie Nervenenden, um z. B. Temperatur, Berührungen und Schmerz wahrzunehmen. Einige Hautstellen sind sensibler, da sich dort mehr Sinneszellen befinden. So sind beispielsweise die Fingerspitzen besonders tast- und die Nase ist besonders kälteempfindlich. Außerdem dient die Haut der Temperaturregulierung des menschlichen Körpers und schützt ihn vor dem Austrocknen und vor äußeren Einflüssen, wie dem Eindringen von Krankheitserregern und Wasser. Vor Strahlenschäden, z. B. durch die Sonne, schützt die Haut nur bis zu einem gewissen Grad.

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