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Junge spannt Bizeps an

Gelenke und Muskeln

In Bewegung: Kinder springen in die Luft

Gelenke und Muskeln

Kinder ahmen die Haltung einer Gliederpuppe nach

Gelenke und Muskeln

Gliederpuppe

Gelenke und Muskeln

Kind verändert die Haltung einer Gliederpuppe

Gelenke und Muskeln

Kinder imitieren eine Gliederpuppe

Gelenke und Muskeln

Handmuskulatur, Kinder drücken mit viel Kraft einen Ball in der Hand zusammen

Gelenke und Muskeln

Junge erforscht an Pappmodell Armmuskulatur Beuger und Strecker

Gelenke und Muskeln

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Sie brauchen

  • Eventuell Material, um Gelenke zu versteifen: Klopapierrolle, Verbandsmaterial, Stöcke, Klebeband etc.
  • Gliederpuppe (auch Zeichenpuppe genannt)
  • Kleine, weiche Bälle oder Küchenschwämme
  • Stoppuhr
  • Papprollen, Musterbeutelklammern, Schnüre, Scheren

Anhand von Körpererfahrungen und mit Hilfe von Modellen erkunden die Kinder ihre Gelenke und Muskeln. Sie entdecken unterschiedliche Gelenktypen und erfahren die Notwendigkeit von Gelenken für den Bewegungsapparat. Weiterhin erleben sie, dass Muskeln ermüden können, und untersuchen ein Modell zu Beuge- und Streckmuskeln.

Alltagsbezug

Wenn wir z. B. wegen eines Gipsverbands ein Gelenk nicht bewegen können, merken wir, dass es schwierig ist, sich fortzubewegen, zu malen, zu schreiben oder zu springen. Manche von uns sind gelenkiger, sie können sich ganz klein machen oder einen Finger weiter beugen als die anderen. Wenn wir uns viel bewegen, ermüden unsere Muskeln irgendwann. Manchmal so sehr, dass wir uns nicht mehr rühren können oder es wehtut (Muskelkater).

In Bewegung

Sammeln Sie die Kinder im Kreis, und motivieren Sie sie, sich einmal richtig auszuzappeln. Der ganze Körper darf in Bewegung kommen: Kopf, Arme und Beine werden geschüttelt oder gedreht, Finger und Zehen gebeugt, es wird gestampft­ und gehüpft. Nach einer Weile kommen alle wieder zur Ruhe und tragen zusammen, was sie alles bewegen konnten. Überlegen Sie dann gemeinsam, was ein Körper braucht, damit er sich bewegen kann. Was fällt den Mädchen und Jungen ein? Muskeln, Knochen, Gelenke?

Nachgemacht

Lassen Sie immer zwei Kinder gemeinsam ihren Körper auf Gelenke erforschen. Welche Körperteile lassen sich knicken, welche lassen sich hin- und her-, welche im Kreis bewegen? Bitten Sie anschließend ein Kind von einer Seite des Raums zur anderen zu laufen, ohne z. B. die Beine zu knicken, also ohne bewegliche Knie- und Fußgelenke. Die anderen Mädchen und Jungen beobachten den Gang und vergleichen, wie es aussieht, wenn das Kind wieder normal läuft. Wer möchte als Nächstes ein Gelenk steifhalten? Untersuchen Sie mit den Mädchen und Jungen eine Gliederpuppe und vergleichen Sie die Gelenke der Puppe mit denen im menschlichen Körper. Dazu kann ein Kind sich eine Stellung für die Puppe ausdenken und sie entsprechend formen. Die anderen Mädchen und Jungen versuchen dann die Stellung der Puppe nachzumachen. Können die Kinder mit ihrem eigenen Körper alle Bewegungen nachahmen, die die Gliederpuppe vormacht?

Seht her:

Der menschliche Körper besitzt viele Gelenke unterschiedlicher Art. Einige davon lassen sich nur in eine Richtung bewegen, andere in zahlreiche Richtungen. Knie, Ellenbogen oder Finger funktionieren nur in eine Richtung, Schulter und Hü­fte lassen sich dagegen rundherum bewegen.

Muskelprotz

Sprechen Sie mit den Kindern über Muskeln. An welchen Stellen in ihrem Körper vermuten sie welche? Vielleicht in den Beinen oder Armen? Bitten Sie die Mädchen und Jungen im Sitzen mit ausgestreckten Beinen ihre Zehen anzuziehen oder einen Arm anzuspannen. Lassen Sie die Kinder mit einer Hand nachfühlen, was sich beim An- und Entspannen eines Muskels verändert. Was ist mit dem Bauch? Sind dort auch Muskeln, die sie bewusst an- und entspannen können? Haben wir auch im Gesicht Muskeln? Wenn ja, wo und wer kann sie anspannen? Nun legen sich die Mädchen und Jungen flach auf den Rücken, atmen tief durch, kommen zur Ruhe und spüren in ihren Körper hinein. Überlegen Sie gemeinsam, ob es Muskeln gibt, die sich von allein an- und entspannen.

Seht her:

Neben den Gelenken besitzt der menschliche Körper Muskeln, die an der Bewegung beteiligt sind. Spannt man die Muskeln an, so fühlen sie sich fest an.

Müde Muskeln

Können unsere Muskeln auch irgendwann ermüden? Verteilen Sie kleine, weiche Bälle oder Küchenschwämme und starten Sie einen Muskeltest: Wie oft­ können die Kinder den Ball in 30 Sekunden zusammendrücken? Machen Sie eine kurze Pause und wiederholen Sie den Versuch. Geht es immer noch so häufig?

Seht her:

Wenn wir unsere Muskeln o­ft hintereinander anspannen, ermüden sie.

Beuger und Strecker

Muskeln funktionieren immer im Zweierteam. Um einen Muskel anzuspannen, muss ein anderer locker lassen. Der Bizeps spannt sich an, wenn wir den Arm beugen, der Trizeps dagegen wird angespannt, wenn wir unseren Arm gerade ausstrecken – der jeweils andere Muskel lockert sich dabei. Probieren Sie es gemeinsam aus. Spüren die Kinder den Unterschied? Bauen Sie mit den Mädchen und Jungen ein Muskelmodell aus Papprollen, Musterbeutelklammern und Schnüren. Die Schnüre stellen die Muskeln dar. Helfen Sie den Kindern Löcher in die Papprollen zu piken, und überlegen Sie gemeinsam, wo die Schnüre eingefädelt werden müssen. Können die Mädchen und Jungen ihr Modell beugen und strecken? Besprechen Sie auch, wo hier die Grenzen des Modells liegen. Was ist anders an einem Arm oder Bein?

Sehr her:

Wird der eine Muskel angespannt, dann entspannt sich der Gegenmuskel auf der anderen Seite.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Gelenke verbinden Knochen miteinander und machen das Skelett beweglich, ähnlich wie ein Scharnier einer Tür. Dabei passen die Knochenenden, wie z. B. Puzzlestücke, perfekt  zusammen. Typische Gelenkformen sind: Kugelgelenk: lässt sich in alle drei Raumrichtungen bewegen; Beispiel: Schulter, Hü­fte Scharniergelenk: lässt sich nur in eine Richtung beugen und strecken; Beispiel: Ellenbogen Eigelenk: erlaubt Beuge-, Streck- und seitliche Bewegungen; Beispiel: Hand Knochen und Gelenke werden von Sehnen zusammengehalten, die auch die Muskeln an den Knochen befestigen. Muskeln befinden sich im ganzen Körper. Beim Grimassenziehen wird deutlich, wie viele Muskeln allein das Gesicht aufweist. Weil Muskeln nur ziehen, aber nicht drücken können, müssen immer zwei Muskeln zusammenarbeiten. Einer zieht (der Beuger), der andere lässt locker (der Strecker).

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