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Geräusche auf Entfernung erforschen

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Sie brauchen

  • geräuscherzeugende Materialien, z. B. Papier
  • Klebepunkte (Grün, Gelb, Rot)

Die Kinder erforschen den Einfluss des Abstands zur Schallquelle auf die empfundene Lautstärke.

Frage an die Natur stellen

Ständig hören wir unterschiedlich laute und leise Geräusche. Hängt die Lautstärke davon ab, wie weit wir von der Geräuschquelle entfernt sind?

Ideen und Vermutungen sammeln

Überlegen Sie mit den Kindern, was passiert, wenn sich Schallquellen entfernen: Ein zwitschernder Vogel fliegt fort, ein brummendes Motorrad biegt um die Ecke, ein Flugzeug, dessen Motor gerade noch zu hören war, ist am Himmel nicht mehr zu sehen. Wie verändern sich die Geräusche, wenn die Geräuschquellen (Vogel, Motorrad, Flugzeug) ihre Entfernung zu uns vergrößern? Hören sie sich lauter oder leiser an?

Funktioniert das auch andersherum? Was passiert, wenn sich nicht die Geräuschquellen entfernen, sondern wir uns von ihnen? Sammeln Sie Beispiele mit den Kindern: Wie hört sich der Presslufthammer auf einer Baustelle im Vergleich an, wenn wir gerade an ihr vorübergehen bzw. wenn wir ein Stück weitergelaufen sind? Wie klingt die Musik aus dem Lautsprecher, wenn wir uns direkt daneben oder weiter entfernt aufhalten?

Wie könnte man überprüfen, wie sich die Lautstärke eines Geräuschs für uns mit zunehmender Entfernung verändert? Überlegen Sie gemeinsam, wie man herausfinden könnte, wie weit sich ein bestimmtes Geräusch noch hören lässt. Welche Schallquellen möchten die Kinder daraufhin untersuchen?

Ausprobieren und Versuch durchführen

Suchen Sie mit den Kindern Schallquellen heraus, mit denen sich ein Geräusch mit sehr regelmäßiger Lautstärke erzeugen lässt, z. B. mit Papier rascheln, in die Hände klatschen oder in eine Tröte blasen.
In gleichbleibender Lautstärke wird nun eines der Geräusche von einem der Kinder erzeugt – beginnen Sie am besten mit dem Papierrascheln (vielleicht muss die gleichbleibende Lautstärke in einer „Trockenübung“ zunächst ausprobiert werden) –, während alle anderen sich stetig von der Schallquelle entfernen. Machen Sie mit den Kindern ganz gleichmäßig große Schritte. Lauschen Sie dem Papierrascheln gemeinsam aus verschiedenen Entfernungen, z. B. mit fünf Schritten Abstand, mit zehn, 20 oder mehr.

Beobachten und Beschreiben

Wie laut hört sich das Rascheln an, wenn man direkt daneben steht? Wie verändert es sich, wenn die Kinder fünf große Schritte davon entfernt sind? Ab welcher Entfernung hört sich das Rascheln merklich leiser an? Bei zehn Schritten Abstand oder erst bei 20 oder 30? Unterscheiden sich die Kinder in ihrer Wahrnehmung voneinander? Ist für ein Kind das Rascheln noch gut zu hören, für ein anderes schon nicht mehr? Falls Sie den Versuch draußen durchführen: Hat der Wind einen Einfluss darauf, wie gut das Rascheln bei großem Abstand zu hören ist? Was beobachten die Kinder?

Jedes Kind kann für sich dokumentieren, ab wann das Rascheln leiser wird, indem es Punkte auf den Boden klebt. Wie bei einer Ampel können die Kinder dafür drei Farben benutzen, z. B. Grün: „Das Geräusch ist gut zu hören“; Gelb: „Das Geräusch ist leiser geworden“; Rot: „Ich höre das Geräusch nicht mehr“. (Bei jüngeren Kindern können Sie die Beobachtung auch auf die zwei Möglichkeiten begrenzen: „Ich höre noch etwas“ versus „Ich höre nichts mehr“.)

Wiederholen Sie den Versuch mit den anderen Schallquellen wie in die Hände klatschen oder in eine Tröte blasen. Gibt es Unterschiede, je nachdem, welche der Schallquellen gerade untersucht wird?

Ergebnisse dokumentieren

Mit einem Maßband können die Kinder gemeinsam anhand der aufgeklebten Punkte abmessen, aus welcher Entfernung das Rascheln, Händeklatschen und Tröten noch gut und aus welcher es nicht mehr zu hören war. Oder benutzen Sie eine Paketschnur, die von den Kindern jeweils auf die Länge der entsprechenden Abstände zugeschnitten werden kann.

Abschließend wird auf einem Plakat dokumentiert, aus welcher Entfernung das jeweilige Geräusch nicht mehr zu hören war. Neben einem (selbst gezeichneten) Bild oder Foto der Schallquelle können die verschiedenen Schnüre als Knäuel aufgeklebt werden. Oder lassen Sie die Kinder so viele Fußabdrücke daneben zeichnen, wie sie Schritte gezählt haben. Wer hat mit dem Maßband gemessen? Wie viele Meter waren es?

Ergebnisse erörtern

Was sagen die Kinder?: Hat sich die wahrgenommene Lautstärke des Geräuschs mit der Entfernung verändert? Wenn ja, wie? Welche Bedeutung hat die Entfernung, die zwischen uns und der Schallquelle besteht? Wie beeinflusst der Abstand zur Schallquelle unser Hören? Funktioniert das Experiment auch andersherum? Hört sich das Geräusch immer lauter an, je näher wir der Schallquelle kommen?

Weitergehend könnten Sie zusammen überlegen, ob alle untersuchten Geräuschquellen gleich oder unterschiedlich laut waren. Welches der Geräusche konnte man noch aus großer Entfernung gut hören, welches war schon bei geringem Abstand nicht mehr wahrnehmbar? Konnten die Kinder alle Geräusche weniger gut hören, je mehr Schritte sie von der Schallquelle weggingen? (siehe auch Forschungskarte: Lautstärke - Weniger Kraft erzeugt ein leiseres Geräusch)

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