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Geräusche von Materialien erforschen

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Sie brauchen

  • Unterschiedliches Papier (z. B. Butterbrotpapier, Zeitung, Zeichenpapier und Karton)
  • Verschiedene Gläser, Gießkanne, Glas- und Plastikflaschen, Eimer
  • Dinge aus Holz und Metall, z.B. Holzbrettchen, Klanghölzer, Kochtöpfe, Löffel, etc.

Die Kinder probieren aus, wie viele unterschiedliche Geräusche sich mit bestimmten Materialien erzeugen lassen. Sie entdecken, wie sich Papier im Vergleich zu Glas und Metall oder Wasser anhören kann und ordnen Geräusche Materialien zu.

Alltagsbezug

Meist beschreiben wir Dinge anhand von Merkmalen, die wir sehen können – wie Größe, Form oder Farbe (z. B.: „Es ist groß, rund und grün.“). Dabei ist unsere Welt auch durch unser Hören erlebbar und lässt sich in Geräuschen beschreiben.

Ich höre was, was du nicht siehst!

Spielen Sie mit den Kindern das bekannte „Ich sehe was, was du nicht siehst“ einmal anders: Diesmal beschreibt ein Kind ein bestimmtes Geräusch, während alle anderen versuchen, den Gegenstand, der das Geräusch erzeugt, zu erraten.

Z. B.: „Es hört sich ganz laut an, man kann es schon von Weitem hören. Es klingt jeden Morgen und Abend, manchmal auch mittags. Es fängt immer laut an und wird dann leiser. Besonders sonntags morgens hören wir es ganz häufig. Alles klingt ein bisschen durcheinander, mal hoch, mal tief, aber trotzdem passt alles zusammen.“ Was könnte das sein?

Hörerfahrungen sammeln: Papier, Wasser, Glas, Holz, Metall

Überlegen Sie mit den Kindern, ob sich am Geräusch erkennen lässt, woraus ein Gegenstand gemacht ist oder was gerade bewegt wird? Wie hört sich beispielsweise Papier im Vergleich zu Wasser, Glas, Holz oder Metall an?

Welche Gelegenheiten hatten die Kinder bereits, Geräusche zu hören, die man mit Papier erzeugen kann? Wie klingt beispielsweise eine Zeitung, wenn man darin blättert, im Vergleich zu einem Buch? Welche Hörerfahrungen verbinden die Kinder mit Wasser? Erinnern sie sich an das Rauschen eines Bachs, den Klang eines tropfenden Wasserhahns oder von Regentropfen auf einer Fensterscheibe? Vielleicht war eines der Kinder schon einmal an einem Wasserfall oder am Meer und kann den anderen davon berichten.

Hört, hört

Schon aus unserer Alltagserfahrung kennen wir ganz verschiedene Geräusche von Papier oder Wasser.

Geräusche ausprobieren: Wie klingt Wasser?

Das Wasser kann in unterschiedlich hohe oder breite Gefäße gegossen werden. Wie klingt Wasser, wenn es aus einer Flasche oder aus einer Gießkanne gegossen wird? Welche Geräusche entstehen beim Umrühren oder Schöpfen mit einem Löffel? Wie hört es sich an, wenn die Kinder mit einem Strohhalm in das Wasser pusten oder einen Stein hineinfallen lassen?

Hören, wiedererkennen und vergleichen

Hören Sie mit den Kindern nun noch einmal ganz bewusst verschiedene Materialgeräusche an! Das klappt gut, wenn dabei entweder alle die Augen schließen oder das jeweilige Geräusch von einem der Kinder hinter einem Vorhang verborgen erzeugt wird. Erkennen die anderen wieder, was genau sich hinter dem Klang oder dem Geräusch verbirgt?
Welche verschiedenen Beschreibungen finden die Kinder für die Klänge und Geräusche? Sind die Schilderungen ähnlich, wenn dasselbe Material oder der gleiche Stoff hinter dem Geräusch steckt? Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede entdecken die Kinder?

Hört, hört

Oft können wir schon am Geräusch erkennen, ob da gerade Papier oder Wasser bewegt wird – unabhängig davon, auf welche Weise das Geräusch erzeugt wird. Welche Geräusche entstehen eigentlich, wenn Gegenstände aus unterschiedlichem Material in vergleichbarer Weise bewegt werden. Klingt das auch ähnlich?

Geräuschkulisse dokumentieren

Schießen Sie ein akustisches Erinnerungsfoto: Alle Kinder erzeugen noch einmal auf unterschiedliche Art und Weise Geräusche mit einem der Materialien. Sie oder die Kinder können diese Geräuschkulisse mit einem Kassettenrekorder oder einem anderen Gerät aufnehmen. Dokumentieren Sie so auch einzelne Geräusche, die die Kinder besonders spannend fanden. Bei einem späteren Abspielen legen Sie nochmals die verwendeten Materialien (oder Kärtchen mit Abbildungen davon) auf den Tisch. Die Kinder können so erneut überlegen, welche Geräusche zu welchem Material gehören.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Die Klangeigenschaften eines Materials basieren auf seiner stofflichen Zusammensetzung. Ob wir Geräusche und Klänge einem bestimmten Material zuordnen können, ist aber auch abhängig von unseren Hörerfahrungen. Unser Gehirn wertet das Gehörte aus, ordnet es einem inneren Bild zu und gleicht es mit den im Gedächtnis abgespeicherten Geräuschen ab. Hören wir z. B. Glockenläuten oder Vogelzwitschern, müssen wir gar nicht lange überlegen, um was es sich handelt.

Wie sich aber ausgegossenes Wasser aus verschiedenen Flaschen anhört, haben wir vielleicht noch nie so bewusst wahrgenommen und können es deshalb nicht sofort einordnen. Auch jüngere Kinder können die Unterschiedlichkeit der Geräusche erkennen, haben zur bildlichen oft aber noch keine sprachliche Repräsentation im Gehirn, d. h., sie können nicht benennen, was sie hören. Das können Sie gut mit den Kindern üben, indem Sie gemeinsam mit ihnen Geräusche beschreiben und die zugehörigen Begriffe benennen.

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