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Kinder malen in einem dunkeln Raum

Hell und Dunkel

Licht fällt durch einen Türspalt

Hell und Dunkel

Ein Junge öffnet den Kühlschrank

Hell und Dunkel

Kinder sitzen im dunkeln Zimmer um eine Kerze herum

Hell und Dunkel

Kinder werden von einer roten Lampe angestrahlt

Hell und Dunkel

Mädchen und Jungen malen bunte Bilder

Hell und Dunkel

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Sie brauchen

  • (Keller-)Raum, der sich vollkommen verdunkeln lässt, oder fensterloses Badezimmer
  • Taschenlampe, Kerze
  • Sonnenlicht und viele weitere Lichtquellen, wie z. B. Decken-, Schreibtisch- oder Nachttischlampe

Die Kinder erkunden Helligkeit und Dunkelheit und erleben, dass sie ohne Licht nichts sehen können. Sie überlegen, welche Lichtquellen sie kennen und erleuchten damit die Dunkelheit. Anschließend probieren sie, wie es sich anfühlt, die gleichen Tätigkeiten jeweils im Dunkeln und im Hellen durchzuführen.

Alltagsbezug

Kinder begegnen in ihrem Alltag vielen unterschiedlichen Beleuchtungsquellen und Helligkeitseindrücken. Ganz selbstverständlich erleben sie, dass das Licht der Sonne tagsüber Helligkeit erzeugt und es abends dunkel wird. Sie kennen dunkle, selbst gebaute Höhlen, Keller, eventuell innenliegende Räume ohne Fenster und erfahren künstliche Beleuchtung durch verschiedenste Lampen.

Licht und Dunkelheit

Aktivieren Sie die Vorerfahrungen der Kinder: Wo ist es hell, wo ist es dunkel? An einem Sommertag ist es draußen z. B. sehr hell, unsere Augen werden regelrecht geblendet. Ziehen dann Regenwolken und ein Gewitter auf, wird es plötzlich dunkler. Hell ist es im Scheinwerferlicht einer Bühne oder unter einer Lampe. Dunkel ist es in Keller und Schuppen oder abends beim Einschlafen. Im Inneren des Kühlschranks ist es hell, wenn man ihn öffnet. Und wenn man ihn schließt? Was meinen die Kinder? Woran liegt es, dass es an bestimmten Orten hell, an anderen dunkel ist? Was ist jeweils der Unterschied?

Zappenduster

Ermöglichen Sie den Kindern, völlige Dunkelheit zu erfahren. Meist sorgen Straßenlaternen, das Licht vom Mond oder aus den Fenstern der umliegenden Häuser dafür, dass es selbst nachts nie ganz dunkel ist. Begeben Sie sich gemeinsam in einen fensterlosen Raum mit möglichst lichtdichter Tür. Kleine Ritzen oder das Schlüsselloch könnten die Dunkelheit stören und müssen noch verhangen bzw. verklebt werden. Verabreden Sie mit den Mädchen und Jungen vorab, wie lange sie im Raum bleiben, und klären Sie, was sie während des Aufenthalts machen werden, z. B. sich an den Händen fassen oder flüstern. Um den Übergang zu völliger Dunkelheit sanft und eindrucksvoll zu gestalten, schalten Sie eine Taschenlampe an oder entzünden Sie eine Kerze, bevor Sie die Tür schließen. Machen Sie sie auch wieder an, bevor Sie die Tür später wieder öffnen. Welche Erfahrungen sammeln die Kinder im Dunkeln? Können sie sehen, wie viele Finger Sie ausstrecken? Können sie sehen, wer neben ihnen steht? Verarbeiten Sie das Erlebte später gemeinsam beim Zeichnen der Dunkelheit und in Gesprächen.

Seht her:

Im völlig dunklen Raum sieht man, nachdem das Licht von Taschenlampe oder Kerze erloschen ist, absolut nichts! Macht man Taschenlampe oder Kerze wieder an, wird es nur geringfügig heller, aber das reicht aus, um zu sehen und sich zu orientieren.

Forschen Sie hier gemeinsam weiter mit dem Experiment: Welche Farben sieht man im Dunkeln?

Es werde Licht!

Überlegen Sie gemeinsam mit den Kindern im dunklen Raum, was alles „Licht macht“ und wie man das Zimmer erhellen könnte. Es könnte z. B. der Vorhang geöffnet und Sonnenlicht in den Raum hineingelassen werden. Oder die Mädchen und Jungen stellen ein Teelicht auf, leuchten mit einer Taschenlampe, schalten die Deckenlampe oder Tischlampen mit Halogen- bzw. Energiesparbirnen ein, nutzen eine Rotlichtlampe, Knicklichter etc. Vielleicht haben Sie auch die Möglichkeit, das Licht eines Computerbildschirms oder eines Fernsehers gemeinsam mit den Kindern im Dunkeln zu erkunden. Lassen Sie die Mädchen und Jungen viele unterschiedliche Lichter und Lampen ausprobieren und vergleichen Sie gemeinsam: Wie sieht welches Licht aus? Sind die Leuchten unterschiedlich hell oder verschiedenfarbig? Wie sehen die Gegenstände und Personen im Zimmer in der jeweiligen Beleuchtung aus? Wann fühlen sich die Kinder besonders wohl? Welche Lichtquelle kann man anfassen, welche nicht? Mit älteren Kindern könnten Sie auch erkunden, welche Leuchtmittel in den Lichtquellen und Lampen stecken. Wo kann man sie herausschrauben und genauer miteinander vergleichen?

Seht her:

Licht ist nie einfach so da. Es gibt immer eine Lichtquelle, die die Helligkeit erzeugt. Das Licht der verschiedenen Lichtquellen ist aber sehr unterschiedlich: Es kann warm oder kühl sein, mal grell leuchtend, mal gedimmt, es kann flackern oder gleichmäßig leuchten und verschiedenfarbig sein.

Grundschulkinder entdecken noch mehr auf der Entdeckungskarte für Kinder „Licht-Bilder“.

Einmal dunkel, einmal hell

Schlagen Sie den Kindern zum Abschluss vor, die gleiche Tätigkeit nun einmal im Dunkeln bzw. dämmrigen Raum und anschließend in einem hellen Zimmer durchzuführen. Überlegen Sie gemeinsam, welche Aktivitäten Sie ausprobieren möchten, z. B. frühstücken, ein Hörspiel oder Musik hören, malen, ruhen, einen hohen Turm bauen, aufräumen, Schuhe anziehen etc. Vergleichen Sie anschließend miteinander, welche Tätigkeiten im Dunkeln, welche im Hellen besser durchzuführen waren. Welche Besonderheiten sind den  Mädchen und Jungen aufgefallen? Was hat am meisten Spaß gemacht?

Seht her:

Tätigkeiten, bei denen man gut sehen können muss, kann man im Hellen besser durchführen, z. B. malen, bauen, aufräumen oder essen. Vieles macht im Dunkeln aber mehr Spaß. Manches schmeckt plötzlich ganz anders, Musik wirkt eindrucksvoller und man kann viel besser träumen, kuscheln und ruhen.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Die Dinge in unserer Umgebung können wir nur sehen, wenn von ihnen ausgehendes Licht in unsere Augen fällt. Einige der Gegenstände senden das Licht selbst aus, wie z. B. die Sonne oder die Nachttischlampe. Die meisten Gegenstände (oder auch Personen) reflektieren hingegen nur das Licht, das auf sie fällt (mehr dazu  finden Sie in der zugehörigen Broschüre).

Gegenstände, die Licht selbst erzeugen und aussenden, nennt man Lichtquellen. Man unterscheidet zwischen natürlichen und künstlichen Lichtquellen. Die wichtigste natürliche Lichtquelle ist für uns Menschen die Sonne. Aber auch Glühwürmchen, der Blitz beim Gewitter oder die Polarlichter zählen dazu. Die Forschung geht außerdem davon aus, dass 90 Prozent der Tiefseebewohner in den Ozeanen in der Lage sind, eigenes, natürliches Licht zu erzeugen. Die meisten von uns im Alltag verwendeten Lichtquellen sind allerdings künstlich, also vom Menschen geschaffen. Und es werden immer mehr: Glüh- und Leuchtstofflampen, Halogenlampen und Leuchtdioden, aber auch Kerzen, Öllampen oder die Bildschirme von Computern und Fernsehern.

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