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Auf dem Röntgenbild sind die Knochen in der Schulter gut zu erkennen

Knochen und Skelette

Mädchen legt Skelettmodell aus Strohhalm, Nudeln und Wattestäbchen

Knochen und Skelette

Weißes Skelettmodell aus Wattestäbchen auf schwarzen Papier

Knochen und Skelette

Der Teddy hat kein Skelett und fällt in sich zusammen

Knochen und Skelette

Kinder vergleichen Tierknochen mit der Skelettzeichnung eines Vogels

Knochen und Skelette

Kinder untersuchen Tierknochen

Knochen und Skelette

Mädchen legt ein Wirbelsäulenmodell auf den Rücken eines anderen Mädchens

Knochen und Skelette

Mädchen legt Wirbelsäulenmodell an den Rücken eines anderen Mädchens

Knochen und Skelette

Kind ertastet die Wirbelsäule eines anderen Kindes

Knochen und Skelette

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Sie brauchen

  • Weiches Stofftier
  • Röntgenbilder vom Menschen
  • Abgekochte Tierknochen, z. B. vom Suppenhuhn oder andere Tierknochen aus einer Metzgerei
  • Säge oder Hammer
  • Pappe und Kleber
  • Wattestäbchen, Trinkhalme, Nudeln oder Stöckchen bzw. Steine und größere Stöcke
  • Starre Schnur, z. B. aus Plastik, oder dicke Kordel
  • Leere Garnspulen oder Schwimmnudel, Perlen, Muttern, Eierpappe, Kastanien etc.
  • Gummi- oder Zo­pfbänder

Die Kinder erspüren ihre Knochen und betrachten Röntgenbilder. Sie entdecken das Innenleben von echten Tierknochen und gestalten kleine Skelette aus verschiedenen Materialien. Die Mädchen und Jungen erkunden ihre Wirbelsäulen und deren Funktion. Darauf aufbauend gestalten sie ein eigenes Modell.

Alltagsbezug

Knochen lassen sich spüren oder in ihrer Form schon von außen erkennen, wie z. B. Knöchel. Manche Kinder haben sich auch schon mal einen Knochen gebrochen. Skelette begegnen uns als Symbol des Todes und lassen uns gruseln. Redewendungen und Sprichwörter, beispielsweise "Knochenarbeit", machen außerdem deutlich, welch schwere Arbeit unsere Knochen leisten.

Was steckt drin?

Nehmen Sie ein weiches Stofftier mit in die Gruppe. Haben die Kinder eine Idee, wieso es nicht von allein stehen kann? Was denken sie: Warum fallen Menschen nicht genauso zusammen? Lassen Sie die Mädchen und Jungen dazu einmal die Gliedmaßen des Stofftiers abfühlen und dann ihre eigenen Arme und Beine. Was steckt wohl im Stofftier, was in uns? Welche Kinder haben schon von den Knochen gehört? Was wissen die Mädchen und Jungen bereits darüber? Geben Sie ihnen genügend Zeit, ihren Körper nach Knochen abzutasten. Wie viele spüren sie z. B. in ihrer Hand? Empfinden die Kinder auch ihren Schädel als Knochen? Welche Aufgaben könnten die unterschiedlichen Knochen haben? Bringen Sie ein eigenes oder geliehenes Röntgenbild mit und betrachten Sie es gemeinsam. Welcher Teil des Körpers ist wohl darauf abgebildet?

Seht her!

Der menschliche Körper hat viele Knochen, die zusammen Skelett heißen. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Knochen: große, kleine, gebogene, spitze, runde. Das Skelett gibt dem Körper seine Form und hält ihn aufrecht. Knochen schützen auch Organe, so z. B. der Schädel das Gehirn und der Brustkorb das Herz und die Lunge.

Echte Knochenarbeit

Besorgen Sie verschiedene Knochen wie Rippen, Bein-, Flügel- und Schädelknochen vom Suppenhuhn oder Rinderknochen. Welcher Knochen könnte zu welchem Körperteil welchen Tiers gehören? Stammt der große Knochen vielleicht vom Oberschenkel, die dünnen, gebogenen Knöchelchen von den Rippen? Legen Sie am besten ein Bild eines  entsprechenden Tierskeletts bereit. Untersuchen Sie anschließend mit den Kindern das Innenleben der Knochen. Zersägen Sie dazu die Knochen oder schlagen Sie sie mit einem Hammer entzwei.

ACHTUNG: Kochen Sie die Knochen aus hygienischen Gründen mindestens zwei Stunden in heißem Wasser, gegebenenfalls auch mit Spülmittel, aus.

Seht her!

Auch Tiere haben unterschiedlich geformte Knochen. Im Inneren einiger Knochen beendet sich eine braune Masse, das Knochenmark. In anderen Knochen ist das Knochenmark nicht leicht zu erkennen.

Knochenfrau und Knochenmann

Betrachten Sie mit den Mädchen und Jungen Bilder von Skeletten aus Büchern und von selbst gebastelten Knochenmenschen aus Nudeln, Wattestäbchen, Trinkhalmen, Stöckchen. Nun darf jedes Kind seine eigene Knochenfrau bzw. seinen eigenen Knochenmann auf einem Stück Pappe gestalten. Welche Materialien wollen die Mädchen und Jungen verwenden? Sie können auch im Freien arbeiten und die Skelette aus Stöcken und Steinen legen. In diesem Fall können sie sie maßstabsgetreu zu ihren eigenen Körpern gestalten. Besprechen Sie anschließend mit den Kindern, wie sich ihre Modelle von einem echten Menschenskelett unterscheiden, und warum sie meinen, dass sich bestimmte Materialien gut eignen, um ein Skelett nachzubauen.

Seht her!

Das menschliche Skelett besteht aus vielen Knochen. Aus unterschiedlichen Materialien kann ein Modell des Skeletts gebaut werden.

Wirbelsäule

Bitten Sie die Kinder sich zu bücken und ihre Füße zu berühren. Haben sie eine Idee, wieso unser Rücken so beweglich ist? Die Mädchen und Jungen versuchen leicht vornübergebeugt ihre Wirbel zu erfühlen. Wie viele können sie spüren, wenn sie mit der Hand die Wirbelsäule eines anderen Kindes entlangfahren? Lassen Sie die Mädchen und Jungen zu zweit untersuchen, in welche Richtungen sie ihre Wirbelsäule drehen und beugen können. Bauen Sie gemeinsam ein Modell der Wirbelsäule. Hierzu eignen sich aufgefädelte Scheiben einer zerschnittenen Schwimmnudel, alternativ auch leere Garnspulen, Perlen etc. Die Mädchen und Jungen piken mit einem Buntstift ein Loch in die Mitte jeder Schwimmnudelscheibe und fädeln sie dann auf eine Schnur. Erfahrenere Kinder können zusätzlich Gummi- oder Zopfbänder zwischen die Elemente auffädeln, um die Funktion der Bandscheiben darzustellen. Um die Grenzen des Modells zu reflektieren, vergleichen Sie dieses gemeinsam mit einem (Röntgen-)Bild und der eigenen Wirbelsäule. Dazu legen die Mädchen und Jungen ihre Modelle an ihre eigenen Wirbelsäulen. Beugt sich die Modellwirbelsäule in alle Richtungen, in die sich auch die echte Wirbelsäule bewegt? Können die Kinder die typische S-Form erkennen?

Seht her!

Die menschliche Wirbelsäule besteht aus vielen einzelnen Wirbelknochen, die übereinander aufgereiht sind. Aus diesem Grund ist der Rücken so beweglich.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Ohne Knochen wäre ein Mensch nur ein Sack aus Haut, gefüllt mit Organen und Gewebe, der zusammengesackt am Boden liegen würde. Neben Muskeln und Gelenken halten vor allem die Knochen den Körper aufrecht. Außerdem schützen sie die inneren Organe: der Schädelknochen das Gehirn, der Brustkorb das Herz und die Lunge. Da Knochen eine große Last tragen und gleichzeitig leicht sein müssen, haben sie eine harte Hülle und sind von Innen fast hohl – das macht sie auch besonders stabil. Ein erwachsener Mensch hat über 200 Knochen. Der längste ist der Oberschenkelknochen, der stärkste der Unterkieferknochen und der kleinste Knochen befindet sich im Mittelohr, er ist nur drei Millimeter lang. Die menschliche Wirbelsäule besteht aus 33 Wirbelknochen. Wenn man den Rücken von der Seite betrachtet, erkennt man eine leichte S-Form. Dadurch bleibt die Wirbelsäule auch beim Laufen und Springen elastisch und schützt das Gehirn vor Erschütterungen.

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