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Kinder sitzen am Kindertisch, Kindergeschirr in passender Größe

Körper im Wandel der Zeit

Junge am Tisch führt sich riesige Holzgabel zum Mund

Körper im Wandel der Zeit

Mädchen misst den Brustumfang eines anderen Mädchens mit Maßband

Körper im Wandel der Zeit

Mädchen misst, wie lang der Arm eines anderen Mädchens ist

Körper im Wandel der Zeit

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Sie brauchen

  • Fotos von Ihnen und den Kindern, je als Baby und heute

  • Erwachsenentisch und -stuhl

  • Kindermöbel, Hocker

  • "Riesengeschirr", wie z. B. Kuchenplatten und Salatbesteck

  • Puppengeschirr und -besteck

  • Etwas Brot oder Apfelstückchen

  • Pappe, Schere und Kleber

  • Maßbänder oder lange Schnüre

Die Kinder erkunden, wie sich ein menschlicher Körper im Laufe seines Lebens verändert. Sie erkennen, dass jeder Mensch einmal ein Baby gewesen ist, dass jedes Baby groß wird, und sie erforschen die Vor- und Nachteile von größenangepassten Gegenständen für Kinder und Erwachsene. Außerdem messen sie, ob sie in einem bestimmten Zeitraum gewachsen sind und welche Körperteile dabei mitwachsen.

Alltagsbezug

Kinder wachsen zwischen ihrem dritten und zehnten Lebensjahr im Schnitt etwa sieben Zentimeter pro Jahr. Sie merken es an ihren zu klein gewordenen Lieblingspullis oder daran, dass sie endlich ohne Hilfe an den Lichtschalter herankommen. Durch den Kontakt mit kleineren oder größeren Mädchen und Jungen bzw. Erwachsenen sind ihnen die unterschiedlichen Entwicklungsstufen eines Menschenlebens bekannt.

Wir alle waren mal ein Baby

Sprechen Sie mit den Kindern über das Wachsen. Was verändert sich am Körper, wenn sie älter werden? Werden sie nur größer und stärker oder verändern sie sich auch noch auf andere Weise? Fragen Sie die Mädchen und Jungen, woran sie merken, dass sie schon gewachsen sind, und überlegen Sie gemeinsam, ob alle Menschen wachsen. Wächst man zu jeder Tageszeit oder nur nachts? Und wie kann man nachprüfen, ob man wächst? Haben die Kinder eine Idee? Zeigen Sie ihnen ein Foto von sich als Kleinkind oder Baby. Was hat sich alles an Ihnen verändert, seit Sie ein Kind waren? Sind Sie nur größer geworden? Hat sich die Haarfarbe verändert und sind z. B. die Locken geblieben? Was ist mit der Augenfarbe? Und der Leberfleck, sitzt er noch an derselben Stelle? Sammeln Sie mit den Mädchen und Jungen ihre Beobachtungen.

Im Land der Riesen, im Land der Zwerge

Überlegen Sie gemeinsam, warum es Kinderstühle und -tische gibt sowie viel größere Stühle und Tische für Erwachsene. Lassen Sie die Mädchen und Jungen auf einem großen Stuhl und dann auf einem Kinderstuhl sitzen. Wie fühlt sich das an? Brauchen sie Hilfe, um sich auf den großen Stuhl zu setzen? Gestalten Sie miteinander ein Land der Riesen: Stellen Sie einen hohen Tisch und große Stühle in einen abgegrenzten Raumbereich und decken Sie zusammen den Tisch – große Schüsseln oder Tortenteller als Geschirr, Blumenvasen oder leere, große Joghurtbecher als Gläser und Tassen, Salatbesteck als Lö­ffel und Gabel. Nun darf sich jedes Kind einmal an den großen Tisch setzen und versuchen z. B. Brot- oder Apfelstückchen aus der Riesenschale zu essen. Wie gelingt es ihnen? Passt der Lö­ffel in den Mund? Anschließend gestalten Sie in einem anderen Raumbereich gemeinsam das Reich der Zwerge: Ein Hocker wird zum Tisch, ein Holzklotz zum Hocker und mit  Puppenbesteck bzw. -geschirr werden winzige Brotkrümel aufgegabelt. Sammeln Sie anschließend die Erfahrungen der Mädchen und Jungen aus dem Land der Riesen und dem Reich der Zwerge. Fallen den Kindern noch andere Möbel oder Gegenstände ein, die es für kleine und große Menschen gibt, z. B. Kleidungsstücke oder Fahrräder? Dann können sie ihr Land der Riesen und ihr Reich der Zwerge weiter ausgestalten.

Seht her!

Jeder Mensch braucht Alltagsgegenstände, die zu seiner Größe passen. Kleine Kinder haben kleine Beine und kleine Arme, für sie ist es einfacher, auf kleinen Stühlen und an kleinen Tischen zu sitzen. Für Erwachsene sind große Möbel besser.

Kindermemory

Lassen Sie die Kinder je zwei Fotos von sich mitbringen, eines aus ihrer Babyzeit und ein aktuelles Bild. Gestalten Sie aus allen Bildern gemeinsam ein Memory-Spiel und gehen Sie zunächst die Kartenpaare mit den Mädchen und Jungen durch. Erkennen sie  Gemeinsamkeiten zwischen ihrem Baby-Ich und ihrem aktuellen Ich? Was hat sich verändert und welche Erkennungsmerkmale sind geblieben? Haben sich die Haare verändert? Hatten sie schon immer Zähne? Spielen Sie anschließend alle gemeinsam das Memory-Spiel. Können die Kinder sämtliche Bilder als Paare zuordnen? Sie können auch ein Memory mit Tierbildern gestalten. Dazu durchsuchen Sie gemeinsam alte Zeitschriften oder das Internet nach Fotos von Tierbabys und entsprechenden ausgewachsenen Tieren. Was bleibt bei Tieren gleich und was verändert sich, wenn diese wachsen?

Seht her!

Babys sehen anders aus als ältere Mädchen oder Jungen bzw. Erwachsene, denn beim Wachsen verändert sich der menschliche Körper. Gewisse Merkmale bleiben aber immer gleich, etwa ob jemand hellere oder dunklere Haut hat.

So groß bin ich

Erfahrenere Kinder können ihr Wachstum auch mit dem Maßband verfolgen und festhalten. Regen Sie sie dazu an, ihren Körper mit Maßbändern oder Schnüren zu vermessen. Wie groß sind sie? Wie lang sind ihre Arme, Beine, Füße, Ohren, Nasen, Finger oder Zehen? Was möchten die Mädchen und Jungen noch ausmessen? Die Haarlänge oder sogar ihre Zehen- und Fingernägel? Sind beide Arme gleich lang? Können die Kinder vielleicht einen Zusammenhang zwischen den Armlängen und der Händigkeit feststellen? Regen Sie die Mädchen und Jungen an, ihre Ergebnisse festzuhalten. Nach zwei oder vier Monaten können sie noch einmal messen und überprüfen, ob und wo sie gewachsen sind.

Seht her!

Zu einem Messzeitpunkt hat jeder Mensch eine bestimmte Größe und seine Körperteile haben eine bestimmte Länge. Manchmal sind zwei gleiche Körperteile nicht gleich lang (z. B. leicht unterschiedlich lange Arme). Einige Körperteile sind dagegen genauso lang wie andere (z. B. Fuß = Unterarm ohne Hand). Nach einer gewissen Zeit ändern sich manche Messdaten, bei anderen ist kein Unterschied festzustellen.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Kinder wachsen mehrere Zentimeter im Jahr. Dieser Prozess wird von Hormonen gesteuert. In der Pubertät werden Hormone ausgeschüttet, die u. a. die körperliche Umwandlung vom Kind zur bzw. zum Erwachsenen bewirken. Die physische Entwicklung ist dann aber noch längst nicht abgeschlossen, denn auch das weitere Altern führt zu Veränderungen. Das liegt daran, dass es im menschlichen Körper Milliarden von Zellen gibt, die ständig angegri­ffen werden, aber sich auch regenerieren oder reparieren. Je jünger der Mensch ist, desto leichter können sich Zellen regenerieren. Mit steigendem Alter wird das immer schwieriger und die Zellen büßen ihre Funktionsfähigkeit ein oder verlieren sie ganz. So werden z. B. im Alter die Haare grau, weil die Zellen, die für das Melanin und damit für die Farbentstehung zuständig sind, nicht mehr genug Farbsto­ff produzieren können.

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