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Bausteine nach Farben sortieren... Christoph Wehrer / © Stiftung Haus der kleinen Forscher

Körper

... oder nach ihrer Form. Christoph Wehrer / © Stiftung Haus der kleinen Forscher

Körper

Ausstellung verschiedener Körper. Christoph Wehrer / © Stiftung Haus der kleinen Forscher

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Fühlend den Baustein erkennen. Christoph Wehrer / © Stiftung Haus der kleinen Forscher

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Quader lassen sich gut stapeln. Christoph Wehrer / © Stiftung Haus der kleinen Forscher

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Sie brauchen

• Eine Kiste mit (bunten) verschiedenen Bausteinen
• Großer Karton, in den zwei größere Löcher geschnitten sind (zum Tasten)
• Papier und Stifte

Die Kinder lernen einige einfache Typen von Körpern kennen. Sie sortieren und beschreiben Bausteine. Sie erkennen die Bausteine durch Ertasten und durch gegenseitiges präzises Beschreiben. Die Mädchen und Jungen entdecken, welche Körper sich zum Stapeln eignen, welche zum Rollen und welche sogar beides können.

Alltagsbezug

Hören Kinder den Begriff „Körper“, denken sie zunächst an ihren eigenen Leib oder den Körper eines Tiers. Doch auch in der Mathematik gibt es „Körper“: Ob Tisch, Stuhl oder Schrank – jedes Ding, jede Sache, die einen Raum einnimmt, wird so genannt. Körper gibt es in unendlich vielen Formen und Größen. Der Schuh am Fuß ist genauso ein Körper wie die Kirche im Dorf.

Bausteine sortieren

Nehmen Sie ein Bauklotzspiel der Kinder zum Anlass, beim Aufräumen Mathematik zu entdecken und über verschiedene Körper zu diskutieren. Stellen Sie dazu drei oder mehrere Kartons bereit, in die die Mädchen und Jungen die Bausteine einsortieren können. Regen Sie die Kinder dazu an, sich die Steine ganz genau anzusehen und sie zu vergleichen. Nach welchen Eigenschaften könnten sie die Bausteine sortieren? Bunte Bausteine lassen sich schnell nach ihren Farben sortieren. Fragen Sie die Kinder, ob sich die Bauklötze auch nach ihrer Körperform ordnen lassen. Gibt es welche mit besonders vielen Ecken und Kanten oder welche ganz ohne Ecken? Sind alle Kanten gerade? Machen Sie Fotos von den sortierten Bausteinen und kleben Sie diese an die Kisten.

Seht her:

Es gibt verschiedene Bausteine. Sie lassen sich nach ihrer Form, ihrer Farbe oder auch nach ihrer Größe sortieren.

Mathematische Körper im Alltag

Regen Sie die Kinder an, die Bausteine nach ihren Formen zu sortieren. Überlegen Sie gemeinsam, welche der Formen den Kindern im Alltag begegnen. Welcher Form ließe sich z.B. die Cornflakespackung zuordnen? Bereiten Sie mit den Mädchen und Jungen eine Ausstellung vor: Nehmen Sie einen Vertreter der verschiedenen Bausteine, und bitten Sie die Kinder, einen Gegenstand dieser Form von zu Hause mitzubringen. Eine Papprolle und die runde Keksdose haben die gleiche Form wie ein Zylinder; die Müslischachtel und das Holzbrett haben die gleiche Form wie ein Kasten, ein Würfel ebenso. Überlegen Sie gemeinsam, was einen Würfel zu einem besonderen Kasten macht.

Bauen Sie die Ausstellung zusammen so auf, dass der jeweilige Bauklotzvertreter prominent platziert wird. Er kann z.B. auf einem kleinen Podest stehen, das von den Alltagsgegenständen umringt wird. Bebilderte Überschriften helfen auch jüngeren Kindern, die Zuordnung zu verinnerlichen: Kastenform (Quader), Würfel, Rolle oder Rohrform (Zylinder), Kegel, Pyramide, Kugel. Gibt es Gegenstände, die sich gar nicht zuordnen lassen?

Seht her:

Im Alltag trifft man häufig auf die Kastenform – der Quader. Die Pyramidenform findet man eher selten.

Der geheimnisvolle Vorhang

Fragen Sie die Mädchen und Jungen, ob sie die Bausteine ohne Hinsehen und nur durch Erfühlen erkennen können. Legen Sie einen Baustein hinter einen Vorhang oder in einen Karton. Bitten Sie das Kind, den Baustein zu ertasten und anschließend aus der Bausteinkiste den Baustein herauszusuchen, von dem es glaubt, dass sich diese Form hinter dem Vorhang bzw. in dem Karton verbirgt. Woran hat es den Körper erkannt?
Erweitern Sie das Spiel, indem nun das Kind, das den Baustein ertastet, den anderen Mädchen und Jungen ganz genau beschreibt, was es fühlt. Welche Merkmale wählen die Kinder für die Beschreibung? Welche beschriebenen Merkmale helfen am meisten, den Gegenstand zu erraten? Reicht es, beim Würfel die acht Ecken und sechs Seitenflächen zu nennen? Wie lassen sich Ei- und Kugelform unterscheiden? Beide sind ja rund. Die Forschungskarte „Warum ist die Kugel runder als das Ei?“ bietet Anregungen, wie Sie mit den Kindern dieser Frage nachgehen können.

Seht her:

Körperformen lassen sich durch die Anzahl ihrer Ecken und die Länge ihrer Kanten erkennen. Damit sie nur durch eine Beschreibung erkannt werden, muss man sehr genau sein.

Was ein Körper alles kann

Betrachten Sie mit den Mädchen und Jungen die nach ihren Formen sortierten Bausteine. Überlegen Sie gemeinsam, welche Eigenschaften die verschiedenen Bauklötze haben. Jedes Kind sucht sich einen Baustein und schiebt ihn auf der Tischoberfläche entlang. Mit welchem Baustein gelingt das besonders gut?
Welche Bausteine eignen sich gut zum Stapeln? Sind alle Seitenflächen dieser Bausteine gleichermaßen zum Stapeln geeignet? Welche Bauklötze lassen sich gut rollen? Bitten Sie die Mädchen und Jungen, einzelne  Bauklötze auf dem Finger zu balancieren. Welche Quader lassen sich gut balancieren, welche schlecht? Wie  sieht es mit Zylindern aus? Fragen Sie die Kinder, ob sich eine bestimmte Seitenfläche besonders zum  Balancieren eignet?

Seht her:

Körper mit Quader- bzw. Kastenform eignen sich gut zum Bauen. Auch mit der Zylinderform kann man bauen, allerdings nur in die Höhe. Durch die runde Fläche des Zylinders rollt dieser gut, aber lediglich in die Richtung dieser Seitenfläche. Eine Kugel dagegen rollt in jede Richtung.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Eine grundlegende mathematische Tätigkeit besteht darin, Dinge nach Gemeinsamkeiten und nach  Unterschieden zu ordnen und zu sortieren. Dies erfordert die Fähigkeit zum Abstrahieren, ein in der  Mathematik allgegenwärtiger Vorgang. Dazu gehört auch das Wiedererkennen über das Ertasten von  Gegenständen. Die erfühlten Merkmale eines Körpers, wie etwa Ecken und Kanten, werden gedanklich mit  der aktuellen Vorstellung von verschiedenen Körpern verglichen. Hier spielt das räumliche Vorstellungsvermögen eine wichtige Rolle. Kopfgeometrische Übungen, wie etwa nur anhand einer  Beschreibung einen Körper zu erkennen und zu benennen, fördern das räumliche Vorstellungsvermögen.

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