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Foto: Roger Weber / Thinkstock

La Ola olé

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In diesem Versuch untersuchen die Mädchen und Jungen, wie eine La-Ola-Welle entsteht und sich ausbreitet. Was muss die oder der einzelne tun, damit eine gemeinsame Gruppenbewegung harmonisch und gleichmäßig ist, wie bei einem Fischschwarm, der anmutig durchs Wasser gleitet?

Alltagsbezug

Ein Schwarm Fische, der plötzlich die Richtung wechselt, ist faszinierend: Wie schaffen es die einzelnen Fische bloß, dass alle gleichzeitig die gleiche Bewegung machen? Im Fußballstadion kann man oft ein ähnliches Phänomen bei Menschen beobachten - die La-Ola-Welle: Zunächst steht einer der Zuschauer auf und plötzlich werfen alle anderen nacheinander die Arme in die Luft, dabei wandert die La Ola Welle wie von selbst durch das ganze Stadion.

Der Versuch beginnt

Sprechen Sie mit den Mädchen und Jungen darüber, ob sie schon einmal eine La-Ola-Welle gesehen haben oder sogar schon mitgemacht haben. Welche Bewegungen macht man dabei? Wie beginnt eine La-Ola-Welle? Und woran merkt man, dass man selbst an der Reihe ist, mitzumachen? Stellen Sie die Mädchen und Jungen in einem Kreis auf. Das erste Kind startet die Welle, indem es seine Arme hoch wirft. Sobald seine Arme oben in der Luft sind, hebt das nächste Kind seine Arme und das erste Kind lässt seine wieder fallen. Lassen Sie diese La-Ola-Welle ein paar Mal im Kreis herum laufen und beobachten Sie gemeinsam mit den Kindern, wie die Bewegung von einem zum anderen wandert.

So geht es weiter

Überlegen Sie gemeinsam, welche Situationen es noch gibt, in denen viele Menschen zeitgleich oder in einem gemeinsamen Rhythmus dasselbe tun, z. B. beim gemeinsamen Singen, beim Schunkeln, oder wenn man als Publikum im Gleichtakt klatscht – und dabei vielleicht sogar immer schneller wird! Fragen Sie die Kinder, woran sie merken, wie schnell sie singen oder klatschen müssen, um mit der Gruppe im Takt zu bleiben. Und kann man als einzelner das Tempo beeinflussen? Probieren Sie es gemeinsam mit den Mädchen und Jungen aus.

Der Hintergrund

La Ola ist spanisch und bedeutet „Die Welle“. Die deutsche Bezeichnung  „La-Ola-Welle“ ist also eigentlich doppelt gemoppelt! Die Wellenbewegung entsteht dadurch, dass jeder Teilnehmer der Welle seinen Nachbarn genau beobachtet und versucht, es ihm in einem bestimmten Zeitabstand nachzumachen. Man passt sich also an seine nächsten Nachbarn an. Bei Fisch- und auch bei Vogelschwärmen geschieht etwas ganz ähnliches: Die Tiere halten bei ihrem Flug einen minimalen Abstand voneinander, so dass sie die kleinste Änderung im Flugverhalten ihres Nachbarn spüren und sofort darauf reagieren können – z. B. schneller werden oder die Richtung wechseln. Alle Tiere im Schwarm tauschen also pausenlos Informationen miteinander aus – sie kommunizieren miteinander, jeweils von einem Tier zum nächsten. Dabei können alle Tiere gleichberechtigt sein oder ein bestimmtes Tier übernimmt eine Zeit lang die Führung und leitet die Änderungen ein.

Ideen zur Fortsetzung

Lassen Sie die Mädchen und Jungen ausprobieren, ob sie sich selbst wie ein Schwarm Fische oder Vögel fortbewegen können. Gehen Sie dazu auf den Hof oder in den Park, so dass genügend Platz vorhanden ist. Auf los geht es los: Der ganze Schwarm setzt sich in Bewegung und soll ab und zu die das Tempo oder die Richtung wechseln! Versuchen Sie es zunächst, ohne vorher Absprachen zu treffen. Die einzige Regel ist, dass keiner verloren gehen oder aus dem Schwarm ausscheren soll, dabei darf aber nicht gesprochen werden. Funktioniert es? Falls es nicht so gut geklappt hat, lassen Sie die Mädchen und Jungen gemeinsam ein paar Regeln aufstellen, z. B. könnte zunächst ein Kind die Führungsrolle übernehmen und Bewegungsänderung des Schwarms auslösen. Nach einiger Zeit übernimmt dann ein anderes Kind diese Führungsrolle – wie könnten sie diesen Wechsel hinbekommen, ohne miteinander zu sprechen? Vielleicht möchten die Kinder auch ganz andere Bewegungen als Schwarm ausführen – wie schaffen sie es, dass daraus eine gemeinsame, harmonische Bewegung wird und nicht einfach nur ein großes Durcheinander?

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