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Mädchen legt ihr Ohr auf den Brustkorb eines anderen Kinds, um Herzschlag und Atmung zu lauschen

Mein Körper von innen

Drei Kinder liegen mit geschlossenen Augen auf dem Boden und horchen in sich hinein

Mein Körper von innen

Die Körperumrisse eines Kinds werden auf Papier gemalt

Mein Körper von innen

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Sie brauchen

  • Großes Papier, z. B. Packpapier, Tapetenrolle oder zusammengeklebte DIN-A4-Papiere
  • Buntstifte
  • Eventuell ein Stethoskop
  • Papiertaschentücher
  • Luftballons
  • Seil, etwa fünf Meter lang
  • Klebeband oder Gummibänder für Markierungen auf dem Seil

Die Kinder horchen in ihren Körper hinein und nehmen wahr, was in ihrem Innersten passiert. Sie hören, wie ihr Magen grummelt, und spüren, wie ihr Herz schlägt und ihr Oberkörper sich beim Ein- und Ausatmen bewegt. Die Mädchen und Jungen beobachten, dass sich ihre Atmung und ihr Herzschlag beschleunigen, wenn sie sich viel bewegen. Erfahrenere Kinder vergleichen ihre Erkundungen mit Modellen bzw. Beschreibungen und Bildern in Büchern.

Alltagsbezug

Unser Körper macht vieles von selbst. Er ist wie eine Maschine, die unser Essen und Trinken bearbeitet, jede kleinste Ecke mit Blut und Sauerstoff versorgt und ganz von allein atmet – sogar wenn wir schlafen. All das, was in unserem Inneren geschieht, können wir zwar nicht sehen, trotzdem können wir hören, spüren und manchmal auch riechen, wie unser Körper arbeitet.

Klopf, Keuch und Grummel

Die Mädchen und Jungen legen sich still auf den Boden und schließen ihre Augen. Alle versuchen so ruhig wie möglich zu liegen und sich so wenig wie möglich zu bewegen. Kein Finger darf gerührt, kein Laut gesprochen werden. Nun horchen die Kinder in ihren eigenen Körper hinein. Nach einer Weile setzen sich alle wieder auf und tragen zusammen, was sie erlebt haben: Was konnten die Mädchen und Jungen hören oder spüren? Hat es in der Brust gepocht? Hat sich ihre Brust auf und ab bewegt und konnten sie jemanden atmen hören? Welche Geräusche konnten sie noch wahrnehmen? Vielleicht ein lautes Grummeln, das Hunger verrät?

Mein Körper von innen

Erstellen Sie mit den Kindern einen lebensgroßen Papierkörper. Lassen Sie sie nacheinander auf die Stellen deuten, an denen sie etwas in ihrem Inneren gespürt haben, z.B. das Herzpochen in der Brust, die Luft, die uns aufbläht, oder ein Magengrummeln im Bauch. Können die Kinder die Stellen am Papierkörper dentifizieren? Untersuchen Sie gemeinsam das Herz, die Atmung und die Verdauung genauer.

Seht her:

Das Herz lässt sich sowohl spüren als auch hören und somit im Körper orten. Nach Bewegungen schlägt es schneller und kann deutlicher wahrgenommen werden.

Das Herz

An welcher Stelle pocht das Herz? Die Mädchen und Jungen hören sich gegenseitig ab, indem sie mit dem Ohr die Brust eines anderen Kindes abhorchen. Können sie herausfinden, woher genau das Pochen kommt? Eher mittig oder etwas an der Seite? Und wie groß mag das Herz sein? Überlegen Sie mit den Mädchen und Jungen, wie sie das Herz in den Papierkörper einzeichnen wollen. Testen Sie auch gemeinsam, wie sich der Herzschlag der Kinder verändert, wenn sie sich viel bewegen.

Seht her:

Das Herz lässt sich sowohl spüren als auch hören und somit im Körper orten. Nach Bewegungen schlägt
es schneller und kann deutlicher wahrgenommen werden.

Die Atmung

Atmen Sie einige Male gemeinsam bewusst ein und aus und beobachten Sie sich untereinander. Was passiert mit Brust und Bauch beim Ein- bzw. Ausatmen? Können die Mädchen und Jungen nur in den Bauch oder nur in die Brust atmen? Gelingt es ihnen, so flach zu atmen, dass die anderen Kinder es von außen nicht bemerken? Prüfen Sie auch gemeinsam, ob die Mädchen und Jungen beim Sprechen ein- oder ausatmen. Ist beides möglich? Und was verändert sich an der Atmung, wenn die Kinder sich viel bewegen? Fragen Sie die Mädchen und Jungen, ob sie ihren Atem sehen können. Geben Sie ihnen dazu ein Stückchen Papiertaschentuch, das sie an einer Ecke mit der Zunge leicht anfeuchten und sich so auf die Nase kleben, dass es noch über den Mund hängt. Können die Kinder beobachten, wie das Papier durch die Atemluft bewegt wird?

Seht her:

Die Atmung ist ständig aktiv. Dabei strömt Luft­ durch die Nase oder den Mund in den Oberkörper ein und wieder aus ihm heraus. Wir können steuern, ob wir in die Brust oder den Bauch atmen, meistens entscheidet sich das aber ohne unser Zutun. Nach Bewegungen beschleunigt sich die Atmung. Beim Sprechen wird i. d. R. ausgeatmet.

Die Verdauung

Wer von den Mädchen und Jungen hat ein Magengrummeln gehört? Die Kinder horchen noch einmal gegenseitig ihre Bäuche ab. Was hören sie? Was geschieht da im Magen? Sammeln Sie Vermutungen, was mit dem Essen passiert, nachdem man es geschluckt hat. Dazu können alle ein Stückchen Brot oder Apfel kauen und schlucken. Wohin geht das Gekaute? Sieht das Essen noch genauso aus, wenn es auf der Toilette wieder herauskommt?

Welche "Stationen" durchläuft das Essen? Bauen Sie gemeinsam mit Hilfe des Papierkörpers und eines Seils ein Modell des Verdauungswegs. Nutzen Sie dazu z. B. eine Vorlage aus einem Buch. Lassen Sie die Kinder die einzelnen Abschnitte mit dem Seil markieren: 10 cm stellen den Weg durch den Mund und Rachen dar, die nächsten 20 cm die Speiseröhre, 15 cm den Magen, 3 m den Dünndarm, 1 m den Dickdarm mit Enddarm und A‑ er bzw. Poloch. Können sich die Kinder vorstellen, dass sie ein so langes Organ in sich haben? Was schätzen sie, wie lange das Essen im Magen (ca. 1–5 Stunden), im Dünndarm (ca. 8 Stunden) und im Dickdarm (ca. 1–2 Tage) verbleibt? Spielen Sie gemeinsam "Bennos Blubberbauch" auf meine-forscherwelt.de und begleiten Sie Benno beim Verdauen unterschiedlicher Lebensmittel.

Seht her:

Mit dem Mund nimmt der menschliche Körper Essen auf und aus dem Po kommt es wieder heraus. Was dazwischen im Körper passiert, ist nicht zu sehen, aber manchmal zu hören oder sogar zu spüren. Es ist ein langer Weg, bis das Essen verdaut ist.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Der Blutkreislauf, das Atmungssystem und der Verdauungstrakt sind Organsysteme des menschlichen Körpers, die Kindern schon früh bekannt sind. Diese Systeme arbeiten miteinander und tauschen untereinander z. B. Sauersto­ff, Abfallprodukte und Hormone aus. Das Herz hat dabei die Aufgabe, das Blut durch seine Gefäße in den gesamten Körper zu pumpen und mit ihm alle Inhaltssto­ff e zwischen den einzelnen Organen und Systemen zu transportieren: Sauerstoff, der durch die eingeatmete Luft von der Lunge durch winzige Lungenbläschen ins Blut übergeht, wird durch Blutgefäße z. B. in das Gehirn weitergeleitet. Abfallprodukte und Nährsto­ffe, die aus dem Verdauungsprozess ins Blut gelangen, wandern durch die Blutgefäße zu den Ausscheidungsorganen, z. B. der Niere, und zu Gewebe, das die Nährstoffe braucht, z. B. dem Gehirn oder der Haut. Auch Hormone und Immunabwehrkräfte trägt das Blut durch die Blutgefäße an die Stellen des Körpers, wo sie benötigt werden.

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